AG Fledermausschutz

Großes Mausohr (Myotis myotis), Foto:  Eckhard Grimmberger
Großes Mausohr (Myotis myotis), Foto: Eckhard Grimmberger

Die Arbeitsgemeinschaft ist schon seit Jahren zum Wohle der Fledermäuse  im Landkreis Hildesheim aktiv.

 

Unsere Tätigkeiten sind:

 

-  Aufnahme von gefundenen Fledermäusen aller Art und Zustände
-  Pflege von verletzten oder kranken Fledermäusen in enger Zusammenarbeit mit Tierärzten
-  Beratung, Unterstützung und Betreuung von Fledermausquartierbesitzern, damit Mensch und Fledermaus     unter einem Dach leben können
-  Veranstalten von Öffentlichkeitsarbeit, Fledermausführungen und Workshops
- Aktive Suche von Fledermäusen mit Ultraschalldetektoren
- Betreuung und Bestandszählungen an Sommer- und Winterquartieren
- Meldung von Fledermausnachweisen an die niedersächsischen und nationalen Tierartenerfassungprogramme
- Mitwirkung an verschiedenen Forschungsvorhaben zum White-Noise-Syndrom, zur Windenergie, zum Migrationsverhalten und beim Mausohrmonitoring
- Unterstützung benachbarter Fledermausgruppen
- Teilnahme an nationalen Fachtagungen


Hierbei kann jeder mitmachen, der sich für das eine oder andere Teilgebiet interessiert! - Nicht jeder muß im Dunkeln unterwegs oder von Technik begeistert sein , um sich für Fledermäuse zu engagieren. Wir brauchen auch Menschen die gerne schreiben, organisieren oder andere Menschen informieren möchten.

Wer sich einen Fledermausdetektor anschaffen möchte, den können wir gut beraten, um das richtige Gerät für den jeweiligen Anpruch zu finden.

Ihr Ansprechpartner und Fledermausbetreuer:

 

Karsten Passior

Tel. 050 69 / 806 09 99

passior@nexgo.de

(Kontaktformular s.u.)

 

 - Bitte seien Sie hartnäckig und melden sich erneut, falls Sie zeitnah keine Antwort erhalten!

 

(NABU-Fledermaushotline: Tel. 030-284984-5000September - November: Mo. - Fr. 10 - 16 Uhr; 1.12. – 23.12.16: Montag – Freitag 10.00 bis 14.00 Uhr )


Fledermäuse lernen voneinander

 

Liebe Fledermausfreunde,

 

hier wieder einmal das Ergebnis wissenschaftlicher Forschungen:

 

http://www.spektrum.de/news/auch-verschiedene-fledermausarten-lernen-voneinander/1553518?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP

 

Allerdings konnten wir das auch bei uns daheim beobachten bei unseren Pflegetieren. Nun, wir haben es nicht veröffentlicht.

 

Einen guten Start in den Frühling!


Karsten Passior
Knollenstr. 5
31171 Nordstemmen
Tel.: 050 69 / 80 60 999
passior@arcor.de
Fledermausbetreuer des NABU & NLWKN

 

(22.03.2018)



"Fledermaus -Freundliches Haus" ausgezeichnet

 

 

 

Am Montag den 04.06. überreichten die Fledermausbotschafter Christine und Sven Futterer

 

eine ganz besondere Auszeichnung in Form einer Urkunde und einer Plakette an Brigitta Mast in Grünenplan.

 

 

 

Die Plakette wurde gleich an ihrem Haus angebracht.

 

Der herzlichen Einladung „Hier sind Fledermäuse willkommen“ folgen die kleinen Zwergfledermäuse nun schon einige Jahre und machen Quartier bei Brigitta Mast.

 

 

 

Im Zuge eines Anbaues im Jahre 1983 wurde die Giebelseite ihres  Hauses aufgestockt und ungewollt entstand dadurch eine Quartiermöglichkeit für Fledermäuse.

 

 

 

„Sie kommen jedes Jahr im Ende April / Mai und bleiben ca. 5 Wochen bei mir“ erzählt Brigitta Mast.

 

„Ich freue mich immer wieder über meine Mitbewohner Dann nehme ich mir abends einen Stuhl, setzte mich in den Garten und zähle wie viele dieses Jahr bei mir Quartier haben – ich bin sehr stolz auf meine Fledermäuse“

 

 

 

Und das darf sie auch sein – in diesem Frühjahr waren es knapp 90 Tiere. In Vorjahren hat sie aber auch schon etwa 150 Tiere gezählt.

 

Bei den abendlichen Zählungen wird sie mitunter von den Fledermausbotschaftern Christine und Sven Futterer unterstützt. „Im Rahmen unserer Modulausbildung beim NABU Niedersachsen zum Fledermausbotschafter, das von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert wird, haben wir dieses Sommerquartier kennengelernt“ so Futterer „ und hier haben wir auch unsere allerersten Ausflugzählungen durchgeführt“.

 

 

 

Im Namen der Fledermaus-Regionalbetreuer und der NABU-Fledermausbotschafter möchten wir uns recht herzlich bei Brigitta Mast bedanken.  Diese Auszeichnung ist ein deutliches Zeichen für den gelebten Naturschutz.

 


Gratulation, Sven und Christine Futterer: unsere neuen Botschafter seit dem3.3.2018!

Lassen wir sie selbst zu Wort kommen:

"Am vergangenen Samstag haben Chrsitine und ich unsere Ausbildung zum NABU Fledermausbotschafter mit Erfolg abgeschlossen.

Wir haben alle Module der Ausbildung durchlaufen (mit Ausnahme Modul Öffentlichkeitsarbeit - dieses holen demnächst auf Gut Sunder nach).Die Abschlussprüfung wurde von uns beiden bestanden. In der Anlage unsere Urkunden, euch zur Kenntnisnahme. 

Abschließend kann ich sagen, daß die Ausbildungen in St. Andreasberg immer viel Spaß gemacht haben und sehr lehrreich waren. Allerdings geht doch nichts über die praktische Erfahrung mit den Flattertieren und einen guten Regionalbetreuer vor Ort. Lieber Karsten, an dieser Stelle unser Dank für deine Unterstützung und die vielen Infos die wir von EUCH bekommen. Wir freuen uns auch dieses Jahr wieder auf ein aufregendes, interessantes Jahr mit den Fledermäusen unserer Region...

Besten Gruß

Christine & Sven"

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Fledermaus des Jahres 2018

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27. Tagung_LFG_Fledermausschutz_29.-30.9. 2018 Vorankündigung

Einladung hier!

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Das war "unser Fledermausjahr 2017"

 

Liebe Fledermausfreunde,

 

für diejenigen, die neulich zum Treffen verhindert waren, gibt es den Vortrag hier zum Anschauen.

 

Mit fledermausfreundlichen Grüßen

 

Karsten Passior, 20.11.2017

 

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Vortrag "Das Fledermausjahr 2017"
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Aktuelles:

Mausohr-Wochenstube zählen

Liebe Fledermausfreunde,

nun beginnt schon wieder die Fledermaus-Hochsaison - die Wochenstubenzeit.

Ende Mai, Anfang Juni beginnen die schwangeren Fledermausweibchen mit der Geburt ihres einzigen Säuglings für dieses Jahr. Dafür schließen sich die Weibchen in sogenannten Wochenstubenkolonien zusammen. Frei von den lästigen Männchen verbringen sie nun die nächsten 6 bis 8 Wochen mit vielen anderen Weibchen gemeinsam die Zeit der Geburt und Aufzucht des Nachwuchses bis die Kleinen selbstständig fliegen und jagen können.

Wieviele Weibchen das sein können, ist sehr unterschiedlich. Es variiert von 15 bis zu 5.000 Individuen.

Für den Fledermausschutz ist das Wissen und der Erhalt der Wochenstubenkolonien und -quartiere von existenzieller Bedeutung. Wird eine Wochenstube durch Unwissenheit oder Vorsatz gestört oder vernichtet, ist das sehr tragisch. Denn wenn im Leben einer Fledermaus alles gut geht, dann kann sie immerhin über 40 Jahre alt werden.

Helft mit, diese Wochenstubenquartiere zu erkennen, zu schützen und zu erhalten!

Nachfolgend findet Ihr einige Fotos einer Mausohrwochenstube aus dem Leinebergland (siiehe unten). Aufgenommen ca. eine Woche vor der Geburt der Jungen. - Nun brauche ich Eure Hilfe!  Wer möchte und kann die möglichst genaue Anzahl der Weibchen auszählen und mir mitteilen?

In etwa vier Wochen mache ich wieder Fotos, dann allerdings mit hoffentlich vielen jungen Mausohren.

Bei den Großen Mausohren ist wegen der guten Sichtbarkeit das Vorhandensein leicht zu erkennen. Die meisten anderen Fledermausarten sind sehr versteckt in Spalten und Hohlräumen unserer Gebäude. Hier können wir zur Bestandsermittlung nur die Ausflüge abends vor dem Haus zählen, wofür man nur wenig Zeit (etwa 1 Stunde nach Sonnenuntergang) benötigt. Wer für sich meint, das tun zu wollen, den bitte ich, sich bei mir zu melden, damit wir den Ort abstimmen können.

Vielen Dank vorab und viele Fledermäuse!


Nordstemmen, den 29.05.2017


Karsten Passior
Knollenstr. 5
31171 Nordstemmen
Tel.: 050 69 / 80 60 999
passior@arcor.de
Fledermausbetreuer des NABU & NLWKN

Mausohrwochenstube im Leinebergland, Fotos: Karsten Pasior


Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) im Flug, Foto: Barracuda1983, Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 de
Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) im Flug, Foto: Barracuda1983, Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 de

Fledermäuse erwachen aus dem Winterschlaf ...

Liebe Fledermausfreunde,

 

Mit den stürmischen Tagen steigen auch nachts die Temperaturen wieder deutlich über 5 °C. Das ist der Auslöser für die Amphibienwanderungen in die Laichgebiete. Zeitgleich erwachen aber auch wieder einige Fledermäuse aus der Winterruhe. In den frühen Morgenstunden des 27. Februar konnte ich schon viermal die Ultraschallrufe der Zwergfledermäuse mit einem Fledermausrekorder aufnehmen und anschließend auswerten. Das unten stehende Bild zeigt einen Teil der typischen Zwergfledermausrufe von 06:01 Uhr als Spektrogramm.

 

Viele Grüße

 

Karsten  Passior,  27.02.2017

Spektrogramm von Zwergfledermausrufen, Bild: Karsten Passior
Spektrogramm von Zwergfledermausrufen, Bild: Karsten Passior

Hier ein kurzer Bericht zu den Ergebnissen der ersten Fledermauswinterzählung in diesem Winter:

An einem Tag im Jahr dürfen die streng geschützten Fledermäuse in ihren Winterquartieren zur Zählung von den Fledermausregionalbetreuern aufgesucht werden. Elf Fledermausschützer waren am einem sonnigen, aber kalten Samstag im verschneiten Landkreis Hildesheim in neun Fledermaus-Winterquartieren auf der Suche nach den kleinen Nachtjägern. Während im Hildesheimer Wald mit sieben Braunen Langohren (Plecotus auritus) ein neuer Höchstwert gefunden wurde, waren in den restlichen acht Winterquartieren erschreckend wenig bis gar keine Fledermäuse zu sehen. Die Ursache hierfür ist noch nicht bekannt. Vielleicht hängt es mit dem dramatischen Rückgang der Insekten zusammen. Unsere europäischen Fledermäuse ernähren sich ausschließlich von Insekten. Vielleicht ist aber auch der Klimawandel daran beteiligt. 2016 war das wärmste Jahr der Vergangenheit und vielleicht flogen deswegen nicht mehr so viele Fledermäuse in den Landkreis Hildesheim zum Überwintern. Einige Fledermäuse fliegen über 2000 km weit vom Sommerlebensraum bis in das Winterquartier.
Einige Fledermausarten, wie die Zwergfledermäuse und Breitflügelfledermäuse überwintern aber auch lieber in bewohnten Gebäuden und sind dort vor unseren neugierigen Blicken sicher verborgen.
In Marienhagen befand sich noch letztes Jahr das größte bekannte Wintervorkommen der seltenen Zweifarbfledermaus Norddeutschlands. An diesem Zähltermin war auch diese traditionelle Felsspalte leer. (23.01.2017)

Gruppenfoto vor einem Ziegeleiringofen, Foto: Karsten Passior
Gruppenfoto vor einem Ziegeleiringofen, Foto: Karsten Passior

Links zum Thema Fledermäuse:

Broschüren > des NABU Niedersachsen geben Tipps zum Umgang mit Fledermäusen.

BatMap - das Fledermaus Informationssystem > (Fachplattform zur Meldung von Fledermausnachweisen)


Ein paar fotografische Eindrücke zur Arbeit der AG Fledermausschutz:

Fotos: Karsten Passior


E-Mail an Karsten Passior per Kontaktformular:

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