Schleiereulen-Schutz

Schleiereule. Foto: Andreas Schüring
Schleiereule. Foto: Andreas Schüring

Um den Bestand der Schleiereulen in unserer Region zu sichern, bittet die AG Eulenschutz um Mithilfe: Sichtbeobachtungen von Schleiereulen, innerhalb und außerhalb von Ortschaften, sind für uns interessant. Auch Meldungen von Totfunden, zum Beispiel an Straßen, sind wichtige Indizien.

Schleiereulen erkennt man an ihrer sehr hellen Unterseite und ihrem herzförmigen Gesicht mit den dunklen Augen. Sie haben relativ lange Beine und zeichnen sich durch ihre schrillen oder zischenden Rufe aus. Ihr Flug ist langsam und elegant.

Vielleicht wurde bei Ihnen ein Nistkasten für Eulen eingebaut, der von Eulen oder anderen Vögeln genutzt wird. Auch diese Informationen sind für uns sehr hilfreich. Bitte schreiben Sie uns an [email protected] (Geben Sie bitte Ihren Namen, E-Mail oder Telefonnummer, Adresse, genaue Fundstelle und das Datum an.) oder rufen Sie uns an unter 0160 6921435.

 

Wir freuen uns auf Ihre Mitteilungen!  


So können wir den Schleiereulen helfen

 Junge Schleiereulen vor ihrem Nistkasten. Foto @ M. Fischer

1. Lebensraum

Die Schleiereule gehört zu den Kulturfolgern. Sie hat sich den Menschen angeschlossen und besiedelt Dörfer und Bauernhöfe. Dort findet sie ihre Lebensräume, die aus geeigneten Tagesverstecken sowie Brutplätzen und guten Jagdgebieten bestehen. Einzeln stehende, exponierte Gebäude (z.B. Scheunen, Kirchen) werden als Brutplatz bevorzugt. Eine reich strukturierte Landschaft, die nicht zu sehr aufgeräumt ist und aus Viehweiden und Dauergrünland besteht (siehe Fotos), garantiert gute Jagdgebiete für die Eulen. Hier finden sie ihre Hauptnahrung: Mäuse. 

Zum Schutz der Eulen sollten solche Kulturlandschaften erhalten werden. In einigen Dörfern wurden bereits Nistkästen für Schleiereulen in Scheunen, Kirchen oder anderen geeigneten Gebäuden eingebaut. Diese gilt es zu erhalten. Weitere Nistkästen können in Kooperation mit Landwirten und Kirchen installiert werden. 

Schleiereulen brauchen Rückzugsorte, also Plätze, wo sie ungestört den Tag verschlafen und Energie sammeln können.  Diese Tageseinstände können in Scheunen, auf Dachböden oder in Kirchen sein. Auch in Nistkästen ziehen sich die nächtlichen Jäger gerne zurück. Um in das Innere gelangen zu können, genügt bereits eine kleine Öffnung (15 cm x 20 cm oder rund mit Durchmesser von 15 cm); siehe Foto @ NABU/Jan Piecha. 

Deshalb bitten wir darum, den Eulen den Einflug in geeignete Gebäude, wie Scheunen, Dachböden oder Kirchen, zu ermöglichen! 

 

2. Nahrung

Die Hauptnahrung der Eulen besteht aus Kleinsäugern wie Feld- und Spitzmäusen Seltener werden Vögel, Amphibien, Reptilien und Großinsekten erbeutet.

(Foto: Rötelmaus @ Nabu C. Pusch)

Ein guter Kleinsäuger-Bestand in der Agrarlandschaft sichert das Leben der Schleiereulen. Dieser wird durch die landwirtschaftlichen Bewirtschaftungs-formen bestimmt. Leider fehlt es in der modernen Agrarlandschaft zunehmend an Kleinsäugern. Nach Möglichkeit sollte auf den Einsatz von Rodentiziden (Ratten- und Mäusegift) verzichtet werden, denn dieser gefährdet das Leben von Eulen und Greifvögeln, wenn sie vergiftete Kleinsäuger fressen.

 

3. Nisthilfen für die Eulen

Auch mit dem Anbieten von Nisthilfen können wir den Eulen helfen. Der Einbau eines Schleiereulenkastens ist dort sinnvoll, wo die Eulen einen geeigneten Lebensraum finden (siehe oben), wo es also genügend Kleinsäuger gibt.

Die Nistkästen werden innen montiert mit einem Einflugloch von außen. Die Fotos zeigen Einflugöffnungen: linkes Bild: Uhlenflucht in Scheune, rechtes Bild:  roter Pfeil zeigt die Einflugöffnung  in einem Kirchturm (hinter der oberen Öffnung befindet sich ein Nistkasten für Turmfalken) (Fotos  @ A. Krueger).

 

Wo ist es sinnvoll, einen Schleiereulenkasten einzubauen und was sollte dabei beachtet werden, damit der Nistkasten auch von den Eulen angenommen wird? 

Antworten finden Sie in der PDF-Datei: 

 

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Einbau eines SE-Kastens.pdf
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Bei Fragen zum Einbau eines Schleiereulenkastens, wenden Sie sich an die

AG Eulenschutz des NABU Hildesheim:

 

E-Mail: [email protected], Telefon: 0160-6921435