10. Mai 2026
Verteiler Gartenvogelzählung
Vielen Dank für Eure Teilnahme an der Gartenvogel Zählung im Hildesheimer Magdalenengarten am
10. Mai ab 10 Uhr!
Unsere Beobachtungen habe ich heute an den NABU weitergegeben, s.u. Wir konnten immerhin 18 Arten und 65 Individuen bestimmen, ein beachtliches Ergebnis! Und es hat sicher allen 24 Teilnehmenden
Spaß gemacht. Mail bitte gern weiterleiten, ich habe nur die Mailadressen aus den Anmeldungen. Falls eigene Fotos gemacht wurden: Weiterleitung zu mir würde begrüßt!
Viele Grüße
Dieter Goy
Lieber Herr Goy,
vielen Dank für Ihre Teilnahme an der Stunde der Gartenvögel.
Das haben Sie gemeldet:
Amsel: 3 Buchfink: 1 Haussperling: 1 Mauersegler: 1
Grünfink: 1 Kohlmeise: 3 Mehlschwalbe: 30 Star: 10
Ringeltaube: 3 Heckenbraunelle: 1 Rabenkrähe: 1 Grünspecht: 1
Rotmilan: 1 Turmfalke: 1 Klappergrasmücke: 1 Zaunkönig: 1
Zilpzalp: 2 Mönchsgrasmücke: 3
Mit Ihrer Meldung nehmen Sie auch am Gewinnspiel teil, wenn Sie gemäß der Teilnahmebedingungen über 18 Jahre alt sind und nicht im NABU-Bundesverband oder beim
Kooperationspartner LBV arbeiten. Zudem müssen Name und Adressangaben vollständig sein, um die Zusendung des Gewinns zu ermöglichen.
Das gibt es zu gewinnen: www.nabu.de/gartenvogel-gewinne Hier kommen Sie zu den Ergebnissen der Vogelzählung: www.nabu.de/gartenvoegel-auswertung
Herzliche Grüße und bis zum nächsten Mal.
Ihr NABU-Gartenvogel-Team
Hier ein paar der gezählten Vögel als Foto!
4. Mai 2026
Aufruf zur Teilnahme: Stunde der Gartenvögel
Vom 8. bis 10. Mai 2026 findet die 22. „Stunde der Gartenvögel“ statt.
Teilnehmende sind dazu aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel im eigenen Garten zu beobachten, zu bestimmen und zu zählen. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise auf den Zustand unserer heimischen Vogelwelt. Naturnahe Flächen locken besonders viele Vögel an und bieten ihnen Nahrung sowie Rückzugsorte.
Informationen finden Sie unter www.stundedergartenvoegel.de, Pressebilder und Grafiken gibt es unter www.NABU.de/SdG-Medieninfos.
Für Kinder bietet die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ (4. bis 8. Mai) an. Dazu gibt es Materialien zum Basteln und Lernen unter www.naju.de/sdg.
Finken stehen in diesem Jahr besonders im Fokus
In diesem Jahr richtet der NABU den Blick besonders
auf Finken. In den vergangenen Monaten wurden regional wiederholt tote Buchfinken, Gimpel und Stieglitze gemeldet. Ein möglicher Grund sind Trichomonaden, einzellige Parasiten, die sich vor allem
dort verbreiten können, wo viele Vögel an Futterstellen oder Wasserstellen zusammenkommen. Für Finken kann eine Infektion tödlich enden.
Der NABU Niedersachsen empfiehlt deshalb, Futterstellen sauber zu halten und jetzt im Frühjahr möglichst auf das Füttern zu verzichten, da die Tiere ausreichend Nahrung in der Natur finden. Wer weiter füttert, sollte hygienische Futtersäulen verwenden, damit Vögel nicht im Futter laufen und es verunreinigen. Werden kranke oder tote Vögel an einer Futterstelle entdeckt, sollte das Füttern sofort eingestellt und die Wasserstelle entfernt werden.
Naturnahe Gärten sind die beste Hilfe
Langfristig
hilft ein naturnaher Garten mehr als jede Futterschale. Heimische Sträucher, Wildobsthecken, Wildblumen, Stauden, Laub, Totholz und ein kleiner Teich bieten Vögeln Nahrung, Schutz und Brutplätze.
Auch weniger Mähen kann viel bewirken, denn blühende Wiesen ziehen Insekten an, die besonders während der Jungenaufzucht lebenswichtig sind.
Eine Stunde zählen, bis zum 18. Mai melden
So
funktioniert die Teilnahme: Gezählt wird an einem beliebigen Tag vom 8. bis 10. Mai eine Stunde lang. Beobachtet werden kann im Garten, im Park, auf dem Balkon oder vom Fenster aus. Von jeder
Vogelart wird die höchste Anzahl notiert, die innerhalb dieser Stunde gleichzeitig zu sehen war. Wer also erst zwei Amseln und später drei Amseln sieht, meldet drei Amseln.
Die Beobachtungen können online unter www.stundedergartenvoegel.de oder über die kostenlose App „NABU-Vogelwelt“ gemeldet werden. Meldeschluss ist der 18. Mai 2026. Auf der NABU-Webseite stehen außerdem Bestimmungshilfen, Porträts häufiger Gartenvögel, ein Vogeltrainer und aktuelle Zwischenstände zur Verfügung.
Hintergrund
Die „Stunde der Gartenvögel“ ist eine der
größten wissenschaftlichen Mitmachaktionen Deutschlands. Sie wird vom NABU und dem LBV organisiert und findet 2026 bereits zum 22. Mal statt. Die Ergebnisse zeigen langfristige Trends bei
häufigen Vogelarten im Siedlungsraum und machen sichtbar, wie sich Gärten, Parks und Grünflächen als Lebensräume verändern.
19. April 2026
Kaum haben die Temperaturen wieder angezogen, erreichen den NABU Niedersachsen erneut besorgniserregende Meldungen aus dem ganzen Bundesland: Die ersten schwer verletzten und getöteten Igel wurden aufgefunden. Was jedes Jahr aufs Neue erschüttert, entwickelt sich zunehmend zu einem traurigen Kreislauf, den es zu durchbrechen gilt. Nacht für Nacht werden die Tiere Opfer moderner und vermeintlich smarter Gartentechnik. Ein Problem, das längst bekannt ist und dennoch weiterhin ungelöst bleibt.
Wiederkehrendes Leid mit vermeidbaren Ursachen
Für viele Menschen beginnt jetzt die Gartensaison. Für den Igel beginnt damit erneut eine Zeit akuter Gefahr. Besonders in den Nachtstunden, wenn die Tiere aktiv auf Nahrungssuche gehen, treffen
sie auf automatisch arbeitende Mähroboter. Ihr instinktives Einrollen schützt sie nicht vor rotierenden Klingen. Zurück bleiben schwerste Verletzungen oder tote Tiere.
Die aktuellen Funde zeigen deutlich: Das Problem ist nicht kleiner geworden. Im Gegenteil. Jahr für Jahr häufen sich die Fälle und mit ihnen wächst die Belastung für ehrenamtliche Auffangstationen. Viele Tiere sterben unentdeckt, die Dunkelziffer dürfte erheblich sein.
Rote Liste unterstreicht dramatische Entwicklung
Die jüngste Aktualisierung der Roten Liste macht die Entwicklung unmissverständlich sichtbar. Der Igel ist längst kein alltäglicher Gartenbewohner mehr, sondern zunehmend eine Art unter Druck.
Neben Lebensraumverlust und Nahrungsmangel wirkt die zusätzliche Gefahr durch Mähroboter wie ein Beschleuniger dieser negativen Entwicklung.
Wenn sich an der aktuellen Situation nichts ändert, droht eine weitere Verschärfung des Gefährdungsstatus.
Breite Unterstützung in der Bevölkerung
Besonders deutlich wird der Handlungswille in der Bevölkerung: Eine Petition auf Landtagsebene für ein Nachtfahrverbot von Mährobotern hat die erforderliche Zahl an Unterschriften nicht nur
erreicht, sondern deutlich überschritten. Das Signal ist klar. Die Menschen in Niedersachsen wollen nicht länger hinnehmen, dass Gartentechnik zur tödlichen Falle für Wildtiere
wird.
Trotz dieser breiten Unterstützung bleibt eine verbindliche Regelung bislang aus. Zuständigkeiten werden diskutiert, verschoben oder unterschiedlich ausgelegt. Währenddessen entstehen lokale Einzelregelungen, die weder flächendeckend greifen noch ausreichend Schutz bieten. Für Bürgerinnen und Bürger entsteht Unsicherheit, für die Tiere bleibt die Gefahr bestehen.
Einheitliche Regeln statt Flickenteppich
Die aktuellen Meldungen zeigen deutlich, dass isolierte Maßnahmen einzelner Kommunen nicht ausreichen. Unterschiedliche Regelungen führen zu einem unübersichtlichen Nebeneinander, das weder
praktikabel noch wirksam ist. Ohne klare, landesweit einheitliche Vorgaben droht ein Zuständigkeitsvakuum, das den Schutz des Igels weiter verzögert.
Ein landesweites Nachtfahrverbot könnte hier eine sofort wirksame und vergleichsweise einfache Maßnahme darstellen, um die Zahl der verletzten und getöteten Tiere spürbar zu reduzieren. Auf diese Weise kann der Gefährdungssituation entgegengewirkt werden.
Die Zeit drängt
Die wiederkehrenden Bilder verletzter Igel sind mehr als Einzelfälle. Sie sind Ausdruck eines strukturellen Problems, das längst erkannt ist. Mit jeder weiteren Saison ohne klare Regelung spitzt
sich die Situation zu.
Der Schutz des Igels darf nicht länger vom Wohnort abhängen oder dem Zufall überlassen bleiben. Die vorhandenen Erkenntnisse, die breite gesellschaftliche Unterstützung und die steigenden Fallzahlen machen deutlich: Jetzt ist der Moment, die notwendigen Schritte einzuleiten und eine verbindliche Lösung zu schaffen, bevor aus einer warnenden Entwicklung eine irreversible wird.
16. März 2026
NABU ruft gemeinsam mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover zur Teilnahme an Meldeaktion auf
Hannover – Mit den wärmeren Monaten zieht es viele Menschen und ihre Haustiere wieder häufiger nach draußen. Doch dabei sind auch Zecken aktiv. Wer nach einem Spaziergang eine Zecke entdeckt, kann mit einem Foto und einer kurzen Meldung dazu beitragen, wichtige Daten für die Forschung zu sammeln. Der NABU ruft gemeinsam mit der Plattform NABU|naturgucker und der Tierärztlichen Hochschule Hannover erneut dazu auf, Zeckenfunde zu melden und so die Wissenschaft zu unterstützen.
„Wir möchten untersuchen, wie sich im Zuge des Klimawandels die geografische Verbreitung von Buntzecken und anderen Zeckenarten in Deutschland weiterentwickelt”, so Theresa Seidel, NABU-Expertin für Citizen Science. „Anders als früher sind Zecken heute aufgrund der höheren Temperaturen nicht saisonal, sondern ganzjährig unterwegs. Darum können Zeckenfunde auch jederzeit gemeldet werden.“
Aktuell sind rund 20 Zeckenarten in Deutschland bekannt. Einige von ihnen können beim Stich Krankheitserreger übertragen, darunter Lyme-Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In den vergangenen Jahren tauchten außerdem verstärkt Zeckenarten auf, die ursprünglich aus südlicheren Regionen Europas stammen. Mit ihnen gelangen auch neue Krankheitserreger nach Deutschland.
Insbesondere die zugewanderte Wiesenzecke (Dermacentor reticulatus) hat es in sich. Seidel: „Sie kann vor allem für Hunde gefährlich sein. Denn die auch Auwaldzecke genannte Wiesenzecke überträgt die oft tödlich verlaufende Babesiose, die auch als Hundemalaria bekannt ist.“
Prof. Christina Strube von der Tierärztlichen Hochschule Hannover, die seit Jahren an Zecken forscht: „Um die Ausbreitung zu beobachten, brauchen wir möglichst viele Beobachtungsdaten und Fotos. Die Fotos sind wichtig, da es nicht leicht ist, die Arten zu unterscheiden. Am besten sollten die Zecken von der Ober- und Unterseite fotografiert werden, damit wir sie identifizieren können.“ Außerdem soll mit den Daten geklärt werden, welche Tierarten von welchen Zeckenarten besonders oft befallen werden und welche Körperstellen am häufigsten betroffen sind.
Nach jedem Aufenthalt in der Natur sollten der eigene Körper und das Haustier nach Zecken abgesucht werden. Vorhandene Zecken unbedingt zunächst entfernen und dann erst fotografieren.
„Wir möchten vor allem Menschen mit Hunden oder Katzen dazu aufrufen, an unserer Meldeaktion teilzunehmen. Detaillierte Angaben zu den Beobachtungen sind dabei von großer Bedeutung. Unser Meldeformular sollte daher vollständig ausgefüllt werden“, so Seidel. „Da Zecken oft erst einige Zeit nach einem Spaziergang oder einer Reise entdeckt werden, kann es sein, dass der Fundort nicht mit dem Ort übereinstimmt, an dem die Zecke gelebt hat. Diese Angaben sind wichtig, wenn Zeckenarten in Gegenden gefunden werden, in denen es sie vorher noch nicht gab.“
Zecken melden: https://nabu-naturgucker-beobachtungen.de/zecken
09. Oktober 2025
Rekord bei der Wahlbeteiligung: 184.000 Menschen haben mitgemacht
Deutschland hat gewählt: Das Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026 und löst damit den Hausrotschwanz ab. Bei der sechsten öffentlichen Wahl vom NABU und seinem bayerischen Partner, dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV), haben insgesamt 184.044 Menschen mitgemacht – ein neuer Rekord. 81.855 (44,5 Prozent) der Stimmen entfielen dabei auf das Rebhuhn, 49.011 (26,8 Prozent) auf die Amsel, 23.352 (12,7 Prozent) auf die Waldohreule, 21.556 (11,7 Prozent) auf die Schleiereule und 8.270 (4,5 Prozent) auf den Zwergtaucher.
„Wir freuen uns über die Rekord-Wahlbeteiligung und ganz besonders darüber, dass das Rebhuhn zum Vogel des Jahres gewählt wurde – das ist ein klares Signal für den Artenschutz“ sagt Lamin Neffati, Pressesprecher des NABU Niedersachsen. „Wir setzen im Rahmen des Niedersächsischen Weges gezielt auf Maßnahmen wie rebhuhngerechte Blühflächen und Biodiversitätsberatung. Das zeigt, wie wirkungsvoll Naturschutz und Landwirtschaft zusammenarbeiten können.“
Die Lage des Rebhuhns war nicht immer so desolat. Früher war es ein häufig zu beobachtender Kulturfolger, doch um 1990 brach sein Bestand stark ein. Der Grund ist im Wesentlichen die intensive Landwirtschaft. Felder werden ausgeweitet, Feldraine und Büsche verschwinden, dazu kommt ein hoher Pestizideinsatz. In dieser ausgeräumten Agrar-Landschaft findet das Rebhuhn zu wenig Nistplätze und kaum Nahrung. Wegen des starken Rückgangs kürte der NABU das Rebhuhn bereits 1991 zum Vogel des Jahres.
Rebhühner gehören zu den Hühnervögeln. Auf dem Rücken sind sie vorwiegend braungrau marmoriert, ihre Brust ist grau und das Gesicht orangebraun gefärbt. Die männlichen Rebhühner lassen in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden ihren Revierruf hören, ein raues „kirräck“. Das Rebhuhn brütet in dichtem Gebüsch und Hecken. Darum kann es schwierig sein, sie zu entdecken. Am besten sind sie an Feldrändern und -säumen zu beobachten, da dort die Vegetation nicht zu hoch ist.
Erwachsene Rebhühner ernähren sich vorwiegend pflanzlich, ab und zu steht aber auch tierische Kost auf ihrem Speiseplan. So fressen sie grüne Pflanzenteile, Körner oder Samen ebenso wie kleinere Insekten. Jungtiere hingegen ernähren sich in der ersten Zeit hauptsächlich tierisch. As Rebhuhn ist ein Standvogel, es lebt das ganze Jahr über bei uns.
Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt.
Mehr Infos: www.vogeldesjahres.de
Medieninfoseite mit Pressefotos und Vogelstimmen: www.NABU.de/medieninfos-vogelwahl
Vogelporträt Rebhuhn: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/rebhuhn/
Hinweis zum Abdruck von NABU-Fotos:
Der NABU Niedersachsen gestattet den
einmaligen Abdruck des/der gesendeten Fotos im Kontext der besprochenen, NABU-bezogenen Berichterstattung. Voraussetzung ist die Nennung des Fotografen wie mitgeteilt. Bei nicht autorisierter
weiterer Verwendung bzw. bei besprochener Verwendung, jedoch ohne Nennung des Fotografen, behält sich der NABU das Recht vor, ein der Veröffentlichung angemessenes Honorar nachzufordern. Der
Weiterverkauf des gelieferten Bildmaterials an Dritte ist nicht gestattet.
10. Juni 2025
Nimmt der NABU Hildesheim verletzte Tiere auf? Leider nein - denn verletzte Tiere gehören in fachlich kompetente Hände und benötigen kontinuierliche Pflege, damit sie nicht unnötig leiden. Unser NABU Büro ist nur an einigen Tagen geöffnet und kann dies nicht gewährleisten.