NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 15 am 18.6.2022

 Mauersegler – Akrobaten der Lüfte

Der NABU Hildesheim möchte auf einer Führung in der Südstadt auf eine unserer faszinierendsten heimischen Vogelarten aufmerksam machen: den Mauersegler. Die Vögel verbringen fast ihr ganzes Leben in der Luft. Pfeilschnell und laut rufend jagen sie an warmen Sommerabenden durch unsere Straßen. Nur zum Brüten und für die Jungenaufzucht kommen sie den Menschen nahe und suchen als sogenannte Gebäudebrüter ihre Nistplätze im Dachbereich von Häusern.

 

Auf der Führung in der Südstadt besuchen wir eine der größten Mauerseglerkolonien in Hildesheim und erleben die rasanten Flugkünstler hautnah. Die Teilnehmer erhalten Informationen über die Lebensweise und Besonderheiten dieses außergewöhnlichen Stadtvogels. Die Führung soll aber auch auf die Probleme aufmerksam machen, die Mauersegler in der Stadt immer häufiger haben: Sie finden keine Nistplätze. Mauersegler nisten im Dachbereich von Häusern in Hohlräumen und Nischen. Diese verschwinden jedoch in großer Zahl infolge von Dach- und Fassadensanierungen.

 

Wann: Dienstag, 28. Juni, 19.30 Uhr, Treffpunkt: vor der HAWK, Goschentor 1, Hildesheim

 

Anmeldung: uwe.schneider.hi@t-online.de oder 05121-877815


NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 14 am 3.6.2022

 Umwelt/Insekten
NABU-Insektensommer: Hummeln am Hintern erkennen
Ab dem 3. Juni können alle mitmachen und Insekten zählen

Hannover – Es krabbelt, summt und brummt in den Gärten und passend dazu heißt es vom 3. bis 12. Juni und vom 5. bis 14. August wieder Sechsbeiner zu beobachten und zu zählen. Beim NABU-Insektensommer sind Groß und Klein aufgerufen, eine Stunde lang an einem schönen Platz mit Blick in die Natur wichtige Daten für die Artenvielfalt zu sammeln. Die Mitmachaktion findet bereits zum fünften Mal deutschlandweit statt und feiert somit in diesem Jahr ihr erstes Jubiläum.

 

Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund. Dabei sind sie unverzichtbar für uns Menschen und die gesamte Natur. In unseren Ökosystemen tragen sie unter anderem zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. „Man schützt bekanntlich das, was man kennt. Mit dem Insektensommer wollen wir daher für den Schutz dieser wichtigen Tiergruppe sensibilisieren“, erklärt Gina Briehl vom NABU Niedersachsen.

 

In diesem Jahr stehen Hummeln im Fokus der Aktion. „Kannst Du Hummeln am Hintern erkennen?“, lautet die Entdeckungsfrage 2022 für alle, die zum ersten Mal genauer bei den Insekten hinschauen. Ackerhummel, Steinhummel und Erdhummel sind die häufigsten Arten, die bei uns vorkommen. Und jede hat ihr ganz eigenes Muster auf dem Hinterteil, mit dem sie auseinandergehalten werden können.

 

Insgesamt können bei der Aktion jedoch alle gesichteten Insekten gezählt und gemeldet werden. Jetzt im Frühsommer soll dabei insbesondere auf in Deutschland häufig vorkommende Arten geachtet werden: Steinhummel, Florfliege, Hainschwebfliege, Tagpfauenauge, Lederwanze, Blutzikade und Admiral. „Wer diese Tiere nicht kennt, kann sie ganz einfach mit dem NABU-Insektentrainer (www.insektentrainer.de) unterscheiden lernen“, so Gina Briehl. Und wenn man sich bei der Art nicht sicher ist, kann auch einfach die Gruppe von Insekten angegeben werden, zum Beispiel Schmetterling oder Käfer – hier hilft der Bestimmungsschlüssel im Insektentrainer auch weiter. „Ein warmer, trockener und windstiller Tag ist zum Insektenzählen am besten geeignet“, ergänzt Briehl. „Eine Erkundungstour in die Insektenwelt ist schon auf kleinstem Raum möglich, wie zum Beispiel der Blick in die Blumentöpfe auf dem Balkon.“

 

So funktioniert der Insektensommer

Beobachten und zählen kann jede und jeder und das fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder über die kostenlose Web-App „NABU-Insektensommer“. Beide Meldewege sind unter www.insektensommer.de zum Aktionsstart abrufbar. Die Daten der Zählaktion werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah auf www.NABU.de/insektensommer-ergebnisse veröffentlicht.

 

Weitere Informationen: www.insektensommer.de

 

Britta Raabe
Regionalgeschäftsstellenleitung  I  V.i.s.d.P.
NABU Regionalgeschäftsstelle Weserbergland
Bergamtstraße 12, 31683 Obernkirchen   I  Tel.: 05724 – 399 35 35  I  britta.raabe@nabu-weserbergland.de  I www.nabu-weserbergland.de 

NABU-Naturtelefon: 030 – 28 49 84 60 00  I   Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr

NABU Landesverband Niedersachsen e.V., Alleestr. 36, 30167 Hannover
Vereinssitz Hannover  I   Vereinsregister VR 4635, Amtsgericht Hannover  I  Vorstandsvorsitzender Dr. Holger Buschmann


NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 13 am 24.5.2022

Umwelt / Natur erleben
mitmachen beim Insektenzählen, im Wald baden, sich austauschen, bei der Vogelstimmenabendwanderung –
und sich an der Natur erfreuen

NABU KV bietet Naturerlebnistermine an / 4 termine in der ersten Junihälfte

Weserbergland – Der Kreisverband des Naturschutzbundes Hildesheim bietet auch im Juni wieder eine große Anzahl an Naturerelebnisterminen an:

 

Freitag, 3. Juni bis Sonntag, 12. Juni

Insektensommer 2022 – Teil 1

Beobachten und notieren Sie eine Stunde lang „Sechsbeiner“

Insekten beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei noch die Natur vor der eigenen Haustür besser kennenlernen – all das vereint der „Insektensommer“. 2022 feiern wir das fünfjährige Jubiläum der Zählaktion. Informationen dazu und Zählbögen liegen in unserem Büro, Dingworthstr. 38, aus oder sind im Internet beim NABU unter www.insektensommer.de abrufbar.

 

Freitag, 3. Juni, 15:00 – 18:00 Uhr

Abtauchen – Loslassen, Entschleunigen, Auftanken – im Wald natürlich!

Beschreibung s. unter 8.April

Anmeldung erforderlich bei Inka Knackstedt, inka.knackstedt@web.de oder 0172-9539325.

 

Mittwoch, 8. Juni, 19:00 Uhr

NABU-Stammtisch für Alle

Gemütliche Gesprächsrunde für alle Naturinteressierten, auch für Nichtmitglieder. Thema: Gespräche unterm Kirschbaum. Lockerer Austausch zwischen erfahrenen, weniger erfahrenen und unerfahrenen Hobby-Gärtnerinnen / Hobby-Gärtnern. Anmeldung notwendig bei Aggi Galle, aggi.galle@gmail.com. Treffpunkt: NABU-Garten 118, Kleingartenverein Bockfeld e.V., Zugang über Seebothstraße.

 

Samstag, 11. Juni, 18:00 Uhr
Was singt denn da? Vogelstimmen als Wegweiser zur Artenkenntnis und zum Naturverständnis

Teil 2: Abendwanderung im Gebiet der Teich- und Parklandschaft Derneburger Teiche (ca. 2,5 Stunden).
Anmeldung bei Dr. Johannes Laufer,
johannes.laufer@gmx.de

Treffpunkt: 18:00 Uhr, Parkplatz vor dem ehemaligen Klostergut am Schloss Derneburg.

 

Hinweis zum Abdruck von NABU-Fotos:
Die NABU Regionalgeschäftsstelle Weserbergland gestattet den einmaligen Abdruck des/der gesendeten Fotos im Kontext der besprochenen, NABU-bezogenen Berichterstattung. Voraussetzung ist die Nennung des Fotografen wie mitgeteilt. Bei nicht autorisierter weiterer Verwendung bzw. bei besprochener Verwendung, jedoch ohne Nennung des Fotografen, behält sich der NABU das Recht vor, ein der Veröffentlichung angemessenes Honorar nachzufordern. Der Weiterverkauf des gelieferten Bildmaterials an Dritte ist nicht gestattet.


Britta Raabe
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NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 12 am 13.5.2022

 Umwelt / Eulenschutz
Schleiereulen benötigen einen ruhigen, ungestörten Tageseinstand

 

Öffnen Sie bitte Ihre Scheunen und Dächer für diese schönen Jäger / NABU gibt Tipps dazu

 

Weserbergland Die Schleiereule ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Eulenarten hierzulande, nicht zuletzt, weil sie als Kulturfolger sehr nah am Menschen lebt. Sie brütet in alten Scheunen oder Kirchtürmen und nutzt gerne spezielle Nistkästen, die oftmals für sie angebracht werden. Trotzdem sind ihre Bestände infolge der Modernisierung der Landswirtschaft tendenziell bei uns eher zurückgegangen. Das markante Erscheinungsbild der Schleiereule ist geprägt von dem arttypischen weißen, herzförmigen Gesichtsschleier mit den dunklen Augen, ihrer hellen Unterseite und der ansonsten gelblichen bis beigen Gesamtfärbung. Sie ist eine eher schlanke Eule.

 

Diese größtenteils streng nachtaktive Eulenart ist trotz ihrer Nähe zum Menschen recht scheu. Die Beziehung zwischen Mensch und Eule war von je her eine ganz besondere: ihr ausdrucksvolles Gesicht, ihre nächtliche Aktivität, ihr eigentümlicher Ruf, nicht zuletzt ihr lautloser Flug, wenn sie auf Jagd ist, haben sie zu einem Vogel werden lassen, dem allerhand Bedeutungen oder menschliche Eigenschaften zugesprochen wurden. Das Spektrum der Bedeutung reicht vom teuflischen Hexentier bis zur weisen Eule mit Doktorhut.

 

In Europa lebt der Großteil im Süden bis Südwesten – doch auch das norddeutsche Tiefland ist bei Schleiereulen ein beliebter Lebensraum. Die kleinteiligen Landschaften aus Äckern, Weiden, Bauernhöfen und kleinen Dörfern bieten reichlich Platz zum Brüten und zur Nahrungssuche.. Als Kulturfolger lebt sie in offenen Kulturlandschaften mit extensiver Landwirtschaft. Sie brütet oft in Dörfern in alten Scheunen oder Kirchtürmen und nimmt gerne spezielle Nistkästen an. Aber paradiesisch sind ihre Lebensbedingungen nicht. Denn sie hängen von der Stabilität der Umwelt ab, in der sie lebt. Und die ist schon allein aus natürlichen Gründen den Eulen nicht immer gleichwohl gesonnen. In kalten, schneereichen Wintern können örtlich ganze Populationen aussterben.

 

Aber nicht nur Wetter und Witterung nehmen Einfluss. Die Schleiereule ist ein gutes Beispiel dafür, wie eng die Population von Beutetieren mit der Population der eigenen Art zusammenhängt. Als sogenannter Bodengreifer ist sie vor allem auf Kleinsäuger spezialisiert (Mäuse, Maulwürfe, etc.). Ein gutes Mäusejahr ist immer auch ein gutes Schleiereulenjahr. Vermehren sich Mäuse örtlich eine Zeitlang sehr stark, vermehren sich schon bald auch die Schleiereulen, weil sie Nahrung genug finden, um zweimal pro Jahr zu brüten. Vermehrt sich aber die Eulenpopulation, so nimmt die Mäusepopulation natürlich wieder ab. In schlechten Jahren haben Schleiereulen Mühe, auch nur eine einzige Brut über den Winter zu bringen. Auch die Anzahl der Eier pro Gelege hängt vom Nahrungsangebot ab. Sie kann von drei bis zu elf Eier betragen.

 

All zu oft ist es in den letzten Jahrzehnten eng geworden für die Schleiereule. Große Landwirtschaftsflächen mit wenig Artenvielfalt haben die Nahrung knapper werden lassen. Modernisierte Hofgebäude sowie renovierte Altbauten und Kirchtürme haben die Brutplätze beschränkt. Das vielerorts noch übliche Auslegen von Rattengift kann den Eulen ebenfalls zum Verhängnis werden, denn zur Nahrungssuche fliegt sie grazil wenige Meter über dem Boden entlang. Im Winter jagt sie unter anderem gerne in Scheunen, in denen sich gern auch einmal Mäuse aufhalten: eine Eule vertilgt in einem Jahr rund 1000 Mäuse.

 

Tagsüber schlafen Schleiereulen gern gut versteckt in Scheunen, Ställen, Kirchtürmen, in verlassene Ecken alter Gebäude oder in dichten Laubbäumen.

Dort sind sie meist ungestört und können Energie für die Mäusejagd in der nächsten Nacht sammeln. „Bitte helfen Sie den Schleiereulen, indem Sie ihnen ermöglichen, in Ihrer Scheune, Stall oder anderen geeigneten Gebäuden einen ruhigen Schlafplatz zu finden. Eine Einflugöffnung von 15 x 20 cm oder eine kreisrunde Öffnung mit 15 cm Durchmesser genügt. Die Eulen danken es Ihnen, indem sie bei der Reduzierung der Mäuse helfen“ sagt Britta Raabe von der Regionalgeschäftsstelle Weserbergland. Wer seine Scheune oder seinen Dachboden öffnen möchte, kann sich gern Tipps in der Geschäftsstelle holen – auch Bauanleitungen für spezielle Schleiereulen-Nistkästen werden gern weiter gegeben.

 

Hinweis zum Abdruck von NABU-Fotos:
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Britta Raabe
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NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 11 am 12.5.2022

 Umwelt/Vögel

NABU: Am Freitag startet die „Stunde der Gartenvögel“

Jeder kann mitmachen und Vögel zählen

 

Weserbergland  – Wer Vögel liebt, darf sich auf das kommende Wochenende freuen: Vom 13. bis 15. Mai rufen der NABU und sein bayerischer Partner, der LBV (Landesbund für Vogelschutz), wieder zur „Stunde der Gartenvögel“ auf. „Die Stunde der Gartenvögel ist ein schöner Anlass sich mit der heimischen Natur zu befassen, die eigene Artenkenntnis zu erweitern und zu helfen, Daten über den Zustand der Vogelwelt zu sammeln. Das ist praktischer Naturschutz, bei dem jeder mitmachen kann“, sagt Britta Raabe von der NABU Regionalgeschäftsstelle Weserbergland. Im vergangenen Jahr haben sich über 140.000 Menschen in ganz Deutschland beteiligt und dabei mehr als 3,1 Millionen Vögel aus über 95.000 Gärten und Parks gemeldet.

 

Gespannt warten die Ornithologen des NABU auf die Meldungen. „An ihnen können wir Trends bei den Beständen einzelner Arten ablesen. Möglich ist das, weil wir inzwischen auf Daten aus 17 Jahren zurückgreifen können“, so Raabe. Gezählt werden auch Vögel, die nur gehört, aber nicht gesichtet werden können. „Jetzt sind Bäume und Büsche schon dicht belaubt, so dass sich unsere Gartenvögel gut verstecken können. Manchmal können wir nur ihren Gesang hören, sie aber nicht entdecken.“ Wer sich unsicher ist, wer da piept oder zwitschert, kann das Gehörte mit der Stimmenerkennung der NABU-App Vogelwelt überprüfen.

 

Stunde der Gartenvögel gibt Aufschluss über die Lage der Schwalben

Die Aktion gibt auch Aufschluss über den Brutbestand der Vögel. Denn im Mittelpunkt stehen Arten, die in Deutschland brüten. Somit hat beispielsweise der Bestand der Schwalben, welche Ende März aus ihren Winterquartieren in Afrika zurückgekommen sind, in den vergangenen Jahrzehnten stark abgenommen. Die Rauchschwalbe steht bereits auf der Vorwarnliste und die Mehlschwalbe gilt schon als gefährdet. Daher ist es wichtig, Garten und Hinterhof als Mini-Naturschutzgebiet zu gestalten, Insekten zu fördern und Brutmöglichkeiten am Haus und im Garten zu schaffen.

 

So funktioniert die Stunde der Gartenvögel
Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Die Beobachtungen können am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden, aber auch per Post oder Telefon – kostenlose Rufnummer am 14. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115. Auch in der Regionalgeschäftsstelle Weserbergland kann man melden: 05724 / 3 99 - 41 18. Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-Vogelwelt-App, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt. Meldeschluss ist der 23. Mai.

 

  • Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden.
  • Ein Infopaket zur Stunde der Gartenvögel mit weiteren Informationen samt Zählhilfe und Gartenvogelporträts ist erhältlich gegen 5 Euro an: NABU Niedersachsen, Stichwort ‚Stunde der Gartenvögel‘, Alleestr. 36, 30167 Hannover.

Preise für die Stunde der Gartenvögel 2022: Natürlich steht die Freude an der Vogelwelt im Vordergrund. Doch die Teilnahme an der Stunde der Gartenvögel kann sich auch auf andere Weise lohnen. Der NABU verlost viele Gewinne: Nistkästen, Vogeltränken, Bücher und ein hochwertiges Fernglas als Hauptgewinn.

Schulstunde der Gartenvögel

Warum singen die Vögel schon morgens, wenn es noch dunkel ist? Und welche Arten sind eigentlich auf dem Schulgelände oder im Park zuhause? Mit der „Schulstunde der Gartenvögel“ lädt die NAJU vom 16. bis 20. Mai 2022 alle jungen Vogelfreund*innen dazu ein, sich mit der heimischen Vogelwelt zu beschäftigen und vertraut zu machen. Hierfür kann ein Paket mit Lehrbegleitheft und Materialien für bis zu 20 Kinder für 5 Euro erworben werden bei: NAJU Niedersachsen, Stichwort ‚Schulstunde der Gartenvögel‘, Alleestr. 36, 30167 Hannover.

 

Hinweise an die Redaktionen

 

Hinweis zum Abdruck von NABU-Fotos:
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Britta Raabe
Regionalgeschäftsstellenleitung  I  V.i.s.d.P.
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NABU-Naturtelefon: 030 – 28 49 84 60 00  I   Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr

NABU Landesverband Niedersachsen e.V., Alleestr. 36, 30167 Hannover
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NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 10 am 12.5.2022

 

Umwelt / Natur erleben
Wald & Forstwirtschaft, Führung durch einen landwirtschaftlichen Betrieb, Botanische Entdeckungsreise und … Blümchensex

NABU Kreisverband Hildesheim bietet in der zweiten Maihälfte wieder Naturerlebnistermine an

 

Freitag, 20. Mai, 19:00 Uhr

Vortrag: Blümchensex- Über Blütentypen und die Anwerbung von Bestäubern

Blüten haben Stil! Ihr Design entwickelte sich nach und mit dem Körperbau oder den Fähigkeiten ihrer Bestäuber. Über gelungenes Miteinander, Reinfälle, Betrug und Tricks, um falsche Blütenbesucher eben nicht mit süßem Nektar oder nahrhaften Pollen zu belohnen, verrät die Tropenbiologin Dr. Regina Walther dem interessierten Publikum. Anmeldung notwendig bei Regina Walther, rw_aumonde@web.de. Ort wird bei der Anmeldung bekanntgegeben.

 

Samstag, 21. Mai, 14:00 Uhr
Führung durch einen landwirtschaftlichen Betrieb

Was machen moderne Landwirte im Mai auf ihren Feldern? Helmut und Moritz Bleckwenn, Landwirte in Garmissen, gewähren uns Einblicke in die Feldarbeiten eines konventionell 

und eines biologisch wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betriebs. Da es auch ins Feld geht, bitte wetterangepasste Kleidung tragen. Treffpunkt: Alte Salzstraße 8 in Garmissen. Anmeldung erforderlich bei Aggi Galle, aggi.galle@gmail.com.

 

Samstag, 21. Mai, 15:00 Uhr
Wald und Forstwirtschaft im Zeichen des Klimawandels
Eine interessante und hochaktuelle Waldführung mit dem ehemaligen Förster Andreas Humbert. Anmeldung bei Andreas Humbert, humbert.andreas@t-online.de oder 0151-56604010. Treffpunkt: Parkplatz der Gaststätte Kupferschmiede, Steinberg 6 in Hildesheim.
Dauer 2 Stunden, Kosten 5,00 € pro Person, Kinder frei.

 

Sonntag, 29. Mai, 14:00 Uhr

Botanische Entdeckungsreise: Alte Wassermühle Söhre

Lassen Sie uns gemeinsam die Natur vor der eigenen Haustüre entdecken! Hierzu bietet sich das Gelände der Söhrer Mühle an, welches sowohl an das Naturschutzgebiet „Schwarze Heide“ als auch das FFH-Gebiet „Beuster“ grenzt. Wir finden hier eine Wiese mit einer hohen Vielfalt an Pflanzenarten, die wir erkunden wollen. Auch die Teiche laden zu Beobachtungen von Amphibien ein. Anmeldung notwendig bei Dr. Christopher Faust, christopher_faust@web.de. Treffpunkt: Alte Wassermühle Söhre, Hauptstraße 13, Diekholzen. Bitte nutzen Sie die Parkmöglichkeiten auf dem Hof Schrader, Hauptstr. 17, Diekholzen.

 

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NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 9 am 3.5.2022

 

Umwelt / Natur erleben
Schleiereulen, Waldbaden, Amphibien, Gartenvögel und ein botanischer Rundgang

NABU Hildesheim bietet wieder Termine zum Naturerleben an / Hier ist für jeden Naturinteressierten etwas Spannendes dabei. 

Hildesheim – Der NABU Kreisverband Hildesheim bietet auch im Mai wieder vielfältige Termine rund um Naturthemen an.

Vortrag der AG Eulenschutz Mittwoch, 04. Mai um 15.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Eberholzen (31079 Sibbesse) „Schleiereulen sind etwas ganz Besonderes – Sie brauchen unsere Hilfe“

Die Eulen mit dem herzförmigen Gesicht unterscheiden sich nicht nur äußerlich von den anderen Eulenarten. Sie besitzen auch ganz besondere Fähigkeiten. Darüber wird in diesem Vortrag der Arbeitsgemeinschaft Eulenschutz des NABU Hildesheim berichtet. Der Bestand der Schleiereulen ist gefährdet. Deshalb setzen sich die Eulenschützer in einem Projekt für diese ganz besonderen Eulen ein. Wie steht es um die lautlosen Jäger der Nacht in unserer Region? Und wie kann ihnen geholfen werden. Auch darauf soll in dem Bildvortrag eingegangen werden. Vortragende ist Angelika Krueger, die Koordinatorin der AG Eulenschutz des NABU Hildesheim. Außerdem steht das Schleiereulen-Projekt der AG Eulenschutz im Fokus:

Was gibt es Neues und wie geht es den lautlosen Jägern der Nacht in unserer Region? Eintritt ist frei. Wir freuen uns über eine Spende für den Eulenschutz.

 

Freitag, 06. Mai, 15:00 – 18:00 Uhr

Abtauchen – Loslassen, Entschleunigen, Auftanken – im Wald natürlich!

Wald tut gut. Das spüren wir intuitiv. Untersuchungen belegen es: Schon ein kurzer Spaziergang durch den Wald sorgt nachweislich für Stressabbau, stärkt die Abwehrkräfte und verhilft zu mehr Widerstandskraft. Bei diesem Waldspaziergang unterstützt Sie Inka Knackstedt beim Eintauchen in die Waldatmosphäre, Ruhen in der wohltuenden Stille, sich Umhüllen lassen vom harzigen Duft, sich einfach treiben zu lassen. Sie werden Informationen über das Waldbaden erhalten, es aktiv erfahren und mit einem gesteigerten Wohlbefinden zurückkehren. Startpunkt ist der Parkplatz am Söhrer Forsthaus. Mitzubringen ist wettergeeignete Kleidung und Neugier, den Erholungsort ‚Wald’ neu zu erleben. Die Teilnahmegebühr beträgt 8,00 €. Anmeldung erforderlich bei Inka Knackstedt, inka.knackstedt@web.de oder 0172-9539325.

 

Freitag, 13. Mai, ab 17:30 Uhr

Abschluss der Krötenhilfe-Saison

Hallo liebe Helferinnen und Helfer im Amphibienschutz, liebe NAJus! Zum Saisonabschluss wollen wir nochmal alle zusammenkommen und einen netten Abend miteinander verbringen und unsere Erlebnisse an den Zäunen untereinander austauschen. Der Grill ist für selbstmitgebrachtes Grillgut vorgeheizt. Gegen eine geringe Gebühr stehen ausreichend Getränke zur Verfügung. Für ein buntes Buffet (Salate, Brot etc.) freuen sich alle über mitgebrachte Köstlichkeiten. Eigene Teller und Besteck bitte mitbringen! Anmeldung erforderlich bei Andreas Kaether, andreas-kaether@naju-lamspringe.de. Treffpunkt: Am „Schwarzen Holz“ an der L466 zwischen Lamspringe und Glashütte.

 

Samstag, 14. Mai, 14:00 – 17:00 Uhr

Tag der offenen Tür im Amphibien-Biotop Ochtersum

An diesem Tag erhalten Sie nicht nur Informationen zu Molch, Frosch, Kröte und Co., mit etwas Glück kann Ihnen unser Amphibien- und Reptilienfachmann einige Tiere unter Beachtung naturschutzrechtlicher Vorschriften live zeigen. Diese Aktion wird in Kooperation mit dem Ornithologischen Verein Hildesheim angeboten.

Anmeldung notwendig bei Thomas Engel, fozzybaerengel@aol.com oder bei Andreas Kentler, 0173-8601792.

 

Freitag, 13. Mai bis Sonntag, 15. Mai

Bundesweite NABU-Aktion „Die Stunde der Gartenvögel“ – wir machen mit!

Unterlagen dazu in unserem Büro, auf unserer Homepage, Facebook oder unter www.nabu.de.

 

Sonntag, 15. Mai, 14:00 Uhr

Botanischer Rundgang: Die Ausgleichsfläche in Heisede

Auch dieses Jahr ist die Botanik AG wieder auf der Ausgleichsfläche in Heisede aktiv, die dem NABU übertragen wurde und zu artenreichem Grünland entwickelt werden soll. Hierfür gehen wir mehrmals im Jahr über die Fläche und dokumentieren deren floristische Entwicklung. Interessierte sind jederzeit willkommen!

Anmeldung notwendig bei Dr. Christopher Faust, christopher_faust@web.de. Treffpunkt: Marienburger Straße, Ortsausgang von Sarstedt-Heisede in Richtung Ruthe.

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NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 8 am 28.4.2022

Umwelt / Vögel
NABU: Mitmachen und Vögel zählen
Vom 13. bis 15. Mai findet die „Stunde der Gartenvögel“ statt
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Weserbergland – Welche und wie viele Vögel flattern durch unsere Gärten und Parks und erfreuen uns morgens mit ihrem Gesang? Am Wochenende vom 13. bis 15. Mai ist es wieder so weit, dies herauszufinden: Alle Vogelfreundinnen und -freunde sind dann erneut dazu eingeladen, sich an der mittlerweile 18. „Stunde der Gartenvögel“ von NABU, NAJU und Landesbund für Vogelschutz (LBV) zu beteiligen und Vögel zu zählen und zu melden.

 

„Je größer die Datenlage, desto besser die Einschätzung des Zustandes der Vogelpopulationen in unseren Siedlungen“, betont Matthias Freter vom NABU Niedersachsen und ruft daher alle Interessierten zur Teilnahme auf. „Deutschlandweit hatten im vergangenen Jahr bereits mehr als 140.000 Menschen mitgemacht und aus über 95.000 Gärten über 3,1 Millionen Vögel gemeldet.“ Gemeinsam mit der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ handelt es sich damit um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion.

 

In Niedersachsen haben sich 2021 über 15.600 Menschen beteiligt. Insgesamt erfolgten aus über 10.500 Gärten, Parks oder von Balkons und Fenstern Meldungen zu Vogelvorkommen. Die Top drei der häufigsten niedersächsischen Gartenvögel blieb auch 2021 unverändert: Auf Platz eins lag der Haussperling, gefolgt von Amsel und Kohlmeise.

 

Ziel der Aktion ist es, Trends bei den Beständen über die Jahre zu verfolgen. Weil die „Stunde der Gartenvögel“ bereits seit 2006 stattfindet, können die Fachleute beim NABU auf einen umfangreichen Datenschatz zurückgreifen. Auch Menschen, die wenig über Vögel wissen, können bei der Aktion teilnehmen: „Die Zählhilfe und unsere kostenlose NABU-App ‚Vogelwelt‘ machen das Erkennen vieler häufiger Arten einfach“, so Freter. „Auch nur wenige Beobachtungen sollten gemeldet werden, denn diese sind ebenfalls sehr wichtige Daten für uns. Es geht bei der Aktion nicht darum, wer die meisten Vögel sieht, sondern um eine möglichst realistische Momentaufnahme.“

 

Die Aktion gibt auch Aufschluss über den Brutbestand, denn im Mittelpunkt stehen Arten, die bei uns brüten. Dazu gehören auch die Schwalben, die Ende März aus ihren Winterquartieren in Afrika zurückgekommen sind. „Leider hat ihr Bestand in den vergangenen Jahrzehnten stark abgenommen“, warnt Matthias Freter: „Bundesweit steht die Rauchschwalbe auf der Vorwarnliste und die Mehlschwalbe gilt als gefährdet.“ Niedersachsenweit gilt der Gefährdungsstatus der beiden Arten genau umgekehrt. Für Schwalben und viele andere Brutvögel ist es daher wichtig, Garten, Balkon oder Hinterhof als Mini-Naturschutzgebiet zu gestalten, Insekten zu fördern und Brutmöglichkeiten zu schaffen. Tipps dazu gibt der NABU unter www.NABU.de/vogelgarten.

 

So funktioniert die Stunde der Gartenvögel

Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Die Beobachtungen können am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden, aber auch per Post oder Telefon – kostenlose Rufnummer am 14. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115. Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-Vogelwelt-App, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt. Meldeschluss ist der 23. Mai.

 

Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden.

 

Ein Infopaket zur Stunde der Gartenvögel mit weiteren Informationen samt Zählhilfe und Gartenvogelporträts ist erhältlich gegen 5 Euro an: NABU Niedersachsen, Stichwort ‚Stunde der Gartenvögel‘, Alleestr. 36, 30167 Hannover.

 

Schulstunde der Gartenvögel

 

Wer piept dort in der Hecke? Und wer läuft da kopfüber am Baum hinunter? Warum singen die Vögel schon morgens, wenn es noch dunkel ist? Und welche Arten sind eigentlich auf dem Schulgelände oder im Park zuhause? Mit der „Schulstunde der Gartenvögel“ lädt die NAJU vom 16. bis 20. Mai 2022 alle jungen Vogelfreund*innen dazu ein, sich mit der heimischen Vogelwelt zu beschäftigen und vertraut zu machen. Hierfür kann ein Paket mit Lehrbegleitheft und Materialien für bis zu 20 Kinder für 5 Euro erworben werden bei: NAJU Niedersachsen, Stichwort ‚Schulstunde der Gartenvögel‘, Alleestr. 36, 30167 Hannover.

 

Hinweise an die Redaktionen
Infos zur Aktion: www.stundedergartenvoegel.de

 

Pressebilder, Teilnahmebogen und Grafiken zum Druck: www.NABU.de/sdg-medieninfos  

 

NABU-App „Vogelwelt“: www.NABU.de/vogelwelt

 

Portraits der 40 häufigsten Gartenvögel: www.NABU.de/gartenvoegel

 

NABU-Vogeltrainer: vogeltrainer.NABU.de

 

Hinweis zum Abdruck von NABU-Fotos:
Die NABU Regionalgeschäftsstelle Weserbergland gestattet den einmaligen Abdruck des/der gesendeten Fotos im Kontext der besprochenen, NABU-bezogenen Berichterstattung. Voraussetzung ist die Nennung des Fotografen wie mitgeteilt. Bei nicht autorisierter weiterer Verwendung bzw. bei besprochener Verwendung, jedoch ohne Nennung des Fotografen, behält sich der NABU das Recht vor, ein der Veröffentlichung angemessenes Honorar nachzufordern. Der Weiterverkauf des gelieferten Bildmaterials an Dritte ist nicht gestattet.

 

Britta Raabe
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Bergamtstraße 12, 31683 Obernkirchen   I  Tel.: 05724 – 399 35 35  I  britta.raabe@nabu-weserbergland.de  I www.nabu-weserbergland.de 

NABU-Naturtelefon: 030 – 28 49 84 60 00  I   Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr

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Kohlmeise Foto NABU Kathy Büscher
Kohlmeise Foto NABU Kathy Büscher
Buchfink Foto NABU Kathy Büscher
Buchfink Foto NABU Kathy Büscher


NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 7 am 7.4.2022

NABU Hildesheim startet im gesamten Landkreis Hildesheim Mitglieder-Werbeaktion

Vielfalt an Projekten seit 2015 - für die Arten und den Naturschutz

Weserbergland - „Selten war die Vielfalt an Unternehmungen für den praktischen Naturschutz, die vom NABU-Kreisverband Hildesheim ehrenamtlich durchgeführt werden, so groß. Und deshalb brauchen wir mehr Rückenwind aus der Bevölkerung und möchten viel mehr naturbegeisterte Menschen im Landkreis als Mitglieder und als Ehrenamtliche gewinnen!“ Mit diesen Worten kündigte jetzt Britta Raabe, Leiterin der NABU Geschäftsstelle im Weserbergland, den Start einer groß angelegten Werbeaktion im Landkreis Hildesheim an. Ziel sei es, so Raabe, in den kommenden sechs Wochen neue Mitglieder zu gewinnen, um „die Vielzahl der Projekte langfristig abzusichern und weiter ausbauen zu können, wo immer es gilt, bedrohte Tiere und Pflanzen und ihre Lebensräume, und damit auch die Lebensqualität der Menschen, zu retten.“

 

Der NABU Hildesheim ist mit rund 3170 Mitgliedern im Landkreis eine starke Gemeinschaft. Über 40 ehrenamtlichen Helfer:innen fördern den Naturschutz vor Ort: der Kreisverband gründete sich in der Mitte des Jahres 2015 neu. Seitdem ist der NABU Hildesheim für seine vielfältigen Informationsveranstaltungen bekannt: zwei Halbjahresprogramme mit jeweils über 40 Terminen rund um das Thema „Natur erleben“ werden herausgegeben. Zum Angebot gehören Vorträge zu verschiedensten Vögeln, diversen Insekten, Hornissen und Wespen, Pilzen und natürlich zu aktuellen Themen wie Wald und Klimaschutz. Es werden viele Erlebniswanderungen, botanische Spaziergänge oder Familienausflüge angeboten.

  

Aktiv werden kann jede:r Interessierte in den 10 Arbeitsgemeinschaften, welche eigene Schwerpunkte abdecken: Amphibienschutz, Eulenhilfe, Fledermausschutz, Hilfe für Mauersegler, Interesse an Schmetterlingen oder Pilzen, Botanik, zur Lebensweise der Wölfe oder tatkräftige Hilfe in der Naturgartengruppe oder beim Aufräumen in der Natur in der AG Klarschiff. Auch die Naturschutzjugend NAJU ist selbstverständlich mit dabei: 9 Gruppen sind aktiv – „eine so große Zahl an Jugendlichen, welche sich aktiv einbringen, ist wirklich außergewöhnlich“ sagt Raabe. Die „Baumbotschafter“, welche sich sportlich bei der Rettung der Eschenallee einsetzen und dabei professionelle Kletterausbildungen haben, sind seit Jahren aktiv. Aber auch in Holle, Alfeld, Moritzberg, Hildesheim Stadt, Lamspringe, Sarstedt sowie im Freizeitbereich St. Ansgar und auf der Trilkewiese können junge Menschen dabei sein.  

 

Neuerdings hat der Kreisverband auch eigene Flächen in der Pflege – weitere sollen folgen, um zur Erhaltung der Biodiversität beizutragen und Natur in der Erwachsenen- und Jugendbildung direkter erlebbar zu machen.

 

„Um all dies sichern, ausweiten und langfristig weiterführen zu können, möchten wir in den nächsten Wochen überall im Landkreis viele neue Mitglieder gewinnen. Daher werden erneut junge Leute von Haus zu Haus durch Hildesheim und den gesamten Landkreis laufen, um auf unsere Arbeit aufmerksam zu machen und um tatkräftige Unterstützung zu werben, sowie zu informieren“ führt Raabe aus. Die jungen Leute nehmen kein Bargeld an und sind mit einem Dienstausweis sowie NABU-Dienstkleidung ausgestattet. Sie kommen bis in die frühen Abendstunden an die Türen, weil dann viele Menschen zuhause sind und freuen sich auf nette Kontakte. 

 

Rückfragen zur Werbeaktion können an die NABU-Regionalgeschäftsstelle Weserbergland in Obernkirchen unter Tel. 05724 – 399 35 35 gerichtet werden. „Wir hoffen, dass viele Menschen ihr Herz für heimische Vögel, die vielfältigen Insektenarten, Säugetiere aller Art, alte Bäume und mäandernde Bäche in naturnahen Landschaften öffnen werden und den NABU auch in Hildesheim unterstützen“, hofft die Naturfreundin Raabe, die sich diesbezüglich zuversichtlich gibt.

 


NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 6 am 7.4.2022

Umwelt / Naturtermine
Wilbienen, Bäume, Amphibien und botanische Raritäten

 

bei Spaziergängen, Radtouren und Wanderungen erleben & entdecken

 

NABU Hildesheim bietet wieder viele interessante Naturerlebnisstouren im April an 

 

Sonntag, 10.04.2022, 14:00 Uhr

Botanische Spaziergänge: Frühblüher im Haseder Busch

Wir starten die diesjährige Botanik-Saison im Naturschutzgebiet „Haseder Busch“, einem Auwald mit historischer Mittelwaldnutzung. Der wunderbare Blütenaspekt im Frühjahr ist sogar über die Region hinaus bekannt.

Anmeldung notwendig bei Dr. Christopher Faust, christopher_faust@web.de. Treffpunkt: Parkplatz am Fußballplatz, Straße „Lendertberg“, Hasede.

 

Mittwoch, 13. April, 19:00 Uhr

NABU-Stammtisch für Alle

Gemütliche Gesprächsrunde für alle Naturinteressierten, auch für Nichtmitglieder.

Heute machen wir den Vogel des Jahres 2022 zum Thema. Anmeldung notwendig bei Dieter Goy, dieter.goy@diego-consing.eu oder 0171–7849229.

Ort: VHS Hildesheim, Pfaffenstieg 4-5, Hildesheim. Raum: Café.kom.

 

Ostermontag, dem 18.04.2022 ab 9:00 Uhr
Was singt denn da? Vogelstimmen als Wegweiser zur Artenkenntnis und zum Naturverständnis

Teil 1: Gang (ca. 2,5 Stunden) durch den Park des Hildesheimer Nordfriedhofs.

Anmeldung bei Dr. Johannes Laufer, johannes.laufer@gmx.de

Treffpunkt: 9:00 Uhr Haupteingang des Nord- oder Zentralfriedhofs, Peiner Straße.

 

Mittwoch, 20. April, 19:00 Uhr

Wilde Bienen entdecken...

Beate Rieck nimmt Sie per Zoom mit in den Garten und auf einen Spaziergang.

Sie informiert über das Leben der Bienen und gibt Tipps, auf welche Blumen die Bienen spezialisiert sind und wie man seinen Garten bienenfreundlich gestalten kann. Anmeldungen bitte bei Beate Rieck, b.rieck@t-online.de.

 

Sonntag, 24. April, 10:00 Uhr

Radtour Eime - Elze und Umgebung

Alle, die mal wieder Lust auf eine schöne Radtour haben, sind eingeladen mit uns ca. 20 km eine Fahrt im Leinebergland im Bereich Eime, Elze und Umgebung zu unternehmen.

Treffpunkt: Parkplatz Gartenrestaurant Heuer in Eime. Führung: Michael Piepho. Anmeldung bitte per E-Mail unter: MP-ELEKTRA@t-online.de. Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Naturschutzverein Gronau.

 

Sonntag, 24. April, 15:00 Uhr

Aktionstag Baum des Jahres 2022 die Rotbuche (Fagus sylvatica)

Am bundesweit ausgerufenen Tag des Baumes finden überall Feierstunden und Pflanzaktionen statt. Er soll auf die Bedeutung des Waldes für den Menschen hinweisen. Daran wollen wir uns mit einer Aktion unserer NAJU-Baumbotschafter beteiligen. Es gibt Kaffee, Kuchen und viele Infos über die Rotbuche. Treffpunkt: Skulpturenweg Lamspringe - Bad Gandersheim. Fragen an: info@baumbotschafter.de.

 

Samstag, 30. April, 14:00 – 17:00 Uhr

Tag der Amphibien „Am Wildgatter“

Die AG Amphibien- und Reptilienschutz lädt zu einer Entdeckungsreise auf den Spuren heimischer Amphibien unter Leitung unseres Amphibien- und Reptilienfachmannes Andreas Kentler ein. Diese Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Ornithologischen Verein Hildesheim angeboten. Anmeldung notwendig bei Thomas Engel, fozzybaerengel@aol.com oder bei Andreas Kentler, 0173-8601792. Treffpunkt wird bei Anmeldung bekanntgegeben.

 

Hinweis zum Abdruck von NABU-Fotos:
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Britta Raabe
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NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 5 am 3.3.2022

 Umwelt / Natur erleben
Krötentaxi, Frühblüher & Spaziergänger

NABU Hildesheim bietet wieder Naturerlebnistermine an / rettende Hände beim Amphibienschutz willkommen

Weserbergland/Hildesheim – Der NABU Kreisverband Hildesheim bietet auch im März wieder viele Möglichkeiten, sich beim Naturschutz zu engagieren und dabei viel zu erleben an:

 

März bis April / Amphibienschutz: Mithilfe beim Krötenschutz

Allabendlich ab ca. Mitte März (je nach Witterung auch schon früher) in der Dämmerung wandern Kröten, Frösche und Molche zu Ihren Laichgewässern zurück.
Die NABU-Amphibienschutz AG und die NAJU-Gruppen helfen kräftig mit, die Tiere unbeschadet über die befahrenen Straßen zu bringen. Insbesondere jede Hilfe bei der Errichtung von Schutzzäunen und Gäste zur Unterstützung bei Sammlung und Erfassung der wandernden Frösche, Kröten und Molche sind sehr willkommen!
Hier die Sammelstellen und die jeweiligen Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen: 

 

L 466-Rhüden/Lamspringe: Susanne und Thomas Engel, fozzybaerengel@aol.com und Ulrike und André von Raison, andre.von.raison@naju-lamspringe.de
K 58-Rhüden/Bornum: Susanne und Thomas Engel, fozzybaerengel@aol.com
L 493-Henneckenrode: Thomas Engel, fozzybaerengel@aol.com
L488-Lamspringe: Westerberg/Ohlenburg: Andreas Kaether, andreas.kaether@naju-lamspringe.de und Franziska Wolter, wolter-franziska@web.de
Alfeld-Eimsen: Anja Walter, anja.walter@aol.com
Elze – Am Königsstuhl – Aggi Galle, aggi.galle@gmail.com
Nordstemmen, unterhalb der Marienburg: Ingrid Schneider, schneider-ing@web.de
Derneburg – Am Hagen: Simone Flohr, simone.Flohr@gmx.de
Röderhof – Betreuung BUND: Claudia Keil, claudia.keil@gmx.de 
Hildesheim - Stadtgebiet: Untere Naturschutzbehörde Stadt Hildesheim, umwelt@stadt-hildesheim.de
Bei Fragen wenden Sie sich an Thomas Engel, fozzybaerengel@aol.com oder Tel. 0176-48092803.

 

Freitag, 4. März, 19:00 Uhr / Gestaltung von Naturgärten

Es sind alle eingeladen, die sich für naturnahes Gärtnern interessieren. In einem Bildvortrag stellen Suse Engel und Aggi Galle vor, was der NABU dazu vorschlägt und zeigen, was die Naturgarten AG im Jahr 2021 umgesetzt hat. Der Austausch von Interessen und Erfahrungen, von Wünschen und Ideen ist erwünscht! Diese Veranstaltung findet online als Zoom-Konferenz statt, die Zugangsdaten werden nach Anmeldung gesendet. Gebühr: 5,00 €. Anmeldung bei Suse Engel, s.u.s.e@posteo.de oder bei Aggi Galle, aggi.galle@gmail.com.

 

Samstag, 19. März, 11:00 - 14:00 Uhr  / NAJU Hildesheim - Sonnenhungrige Frühblüher
Nanu, was blüht denn da? Noch bevor die Natur aus ihrem langen Winterschlaf erwacht, sprießen die frühesten Blüten des Jahres aus dem Boden. Welche das sein könnten und warum sie das tun, erfahrt ihr auf unserer Frühblüher-Wanderung. Treffpunkt: Universität Hildesheim, Haupteingang. Bitte bringt etwas zu essen und zu trinken mit. Ansonsten denkt auch an besonders warme Kleidung, Handschuhe und feste Schuhe. Bitte meldet euch bei Maren: maren.szymiczek@t-online.de oder bei Karina: karina.meyer93@gmail.com an. 

 

Sonntag, 27. März, 10:00 Uhr  / Wanderung zum Leinberglandbalkon bei Duingen

Ein familienfreundlicher Ausflug mit schönem Ausblick ins Külftal. Anmeldung erforderlich bei Uwe Jauss, uwe.jauss@gmx.net oder telefonisch unter 05182-960589 oder 0172-4118168. Treffpunkt: Wanderparkplatz, Alter Teichsweg, 31089 Duingen. Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Naturschutzverein Gronau.
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NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 4 am 4.2.2022

Umwelt / Naturschutztermine  
Aktionstag Karthauswald am Röderhof, Erlebniswanderung durch Steinberg, Einladung zur JHV und ein Obstbaum-Schnittkurs

NABU KV Hildesheim bietet wieder Naturerlebnistermine im Februar an

Weserbergland/Hildesheim – auch im Februar bietet der NABU Kreisverband Hildesheim wieder viele interessante Termine rund ums Thema „Natur ereben“ an – alle Informationen werden coronabedingt auf der Homepage www.nabu-hildesheim.de aktualisiert gehalten.

 

Samstag, 12. Februar, 11:00 Uhr

Aktionstag im Karthauswald am Röderhof

Wir wollen gemeinsam mit den NAJU-Baumbotschaftern und dem NABU-Team nachschauen, wie die Nistkästen im Karthaus Forst in diesem Jahr besetzt waren. Gegebenenfalls sollen die Nistkästen repariert oder neue Kästen aufgehängt werden. Dazu sind Gäste herzlich willkommen. Wenn es die Corona-Regeln zulassen, werden wir die Ergebnisse anschließend bei Kaffee und Kuchen austauschen und aufzeichnen.

Anmeldung ist notwendig bei Angelika Krueger, angelika.kru@arcor.de oder Tel. 0160-6921435. Treffpunkt ist der Parkplatz oberhalb des Klosters.

 

Samstag, 12. Februar, 15:00 Uhr
Erlebniswanderung durch den Steinberg
Eine spannende Exkursion über die wilden Tiere im Wald mit dem Jagd- und Wildexperten Henning Hoffmeister. Anmeldung bei Henning Hoffmeister, hoffis.neue@googlemail.com oder Tel. 0171-3000054. Treffpunkt: Parkplatz der Gaststätte Kupferschmiede, Steinberg 6 in Hildesheim. Dauer ca. 2 Stunden. Kosten 3,00 € pro Person, Kinder frei.

 

Donnerstag, 24. Februar, 19:00 Uhr
Jahreshauptversammlung des NABU Kreisverbandes Hildesheim e.V.

Tagungsort: VHS Hildesheim, Raum wird bei Anmeldung bekanntgegeben. Anmeldung erforderlich bei humbert.andreas@t-online.de.

Tagesordnung
1. Eröffnung und Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung
2. Feststellung der Tagesordnung und Beschlussfähigkeit
3. Ehrung der Verstorbenen
4. Bericht des Vorstandes
5. Bericht der Kassenprüfer
6. Entlastung
7. Wahl des Vorstandes und der Kassenprüfer
8. Anträge, Verschiedenes
Anträge zur Tagesordnung sind laut Satzung bis spätestens 8 Tage vor Beginn der Mitgliederversammlung schriftlich beim Vorstand einzureichen.

 

Samstag, 26. Februar, 9:30 Uhr
Obstbaum-Schnittkurs
mit Klaus Heisig (Baumschulmeister und Gartenbaulehrer an der Freien Waldorfschule Hildesheim)

Beginn im Gartenbauraum der Freien Waldorfschule (Eingang Albrecht-Haushofer-Str. 1 / Ecke Triftstr.) Blick auf das Wesen des Obstbaumes, Wachstumsgesetze, Kronenaufbau am jungen Baum sowie Erhaltungs- und Pflegeschnitt an älteren Bäumen. Im Anschluss: Praxis auf der Streuobstwiese am „Trillkegut“, Parkplatz Steinbergstraße 42. Baumsäge, Gartenschere und nach Möglichkeit eine Leiter bitte mitbringen. Kursbeitrag: 15,00 € (für Schülerinnen/Schüler und Studentinnen/Studenten frei). Anmeldung bitte bei Klaus Heisig,
heisig5@gmx.de oder Tel. 05121-44347.

 
Britta Raabe
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NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 3 am 3.2.2022

 NABU Regionalgeschäftsstelle Weserbergland | Pressemitteilung Nr.04 vom 03.Februar 2022

Vortrag/ Eichhörnchen

Eichhörnchen beobachten und schützen

NABU lädt zu einem Onlinevortrag am 10.02 um 19:00 Uhr ein
 

Weserbergland – Dass das Eichhörnchen Nüsse frisst und elegant von Ast zu Ast springt, weiß eigentlich jeder. Diplom-Biologin Jutta Over kann noch mehr spannende Fakten über das Lieblingstier Eichhörnchen berichten. In ihrem Online-Vortrag erzählt sie von der Verwandtschaft mit exotischen Hörnchen, von den außergewöhnlichen Fähigkeiten dieser Tiere, und gibt Tipps zur Spurensuche sowie zur Anlage eines eichhörnchenfreundlichen Gartens. Die Zugangsdaten zu dem kostenlosen Onlinevortrag stehen unter www.nabu-emsland.de oder unter www.naturrundum.de zur Verfügbar. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

 

Hinweis an die Redaktionen:

Ein Foto haben wir Ihnen angehängt. Es darf ausschließlich im Rahmen dieser Pressemitteilung unter Nennung des Bildautors: Gerd Türke genutzt werden.
Britta Raabe
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NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 2 am 25.1.2022

NABU Regionalgeschäftsstelle Weserbergland | Pressemitteilung Nr.03 vom 25.Januar 2022  

Umwelt / Vögel
NABU: Mehr Futterhausbesucher als 2021, trotzdem weniger Vögel als im Durchschnitt

Rund 176.000 Menschen haben bei der „Stunde der Wintervögel“ bundesweit mitgemacht /
336 Personen im Landkreis Schaumburg, 355 in Hameln-Pyrmont, in Hildesheim 562 und in Holzminden 168  

Weserbergland – Wer bei der „Stunde der Wintervögel“ mit Fernglas und Meldebogen dabei war, hat im Durchschnitt 35,5 Vögel gesichtet, die zu durchschnittlich 8,7 Arten gehören. Das zeigt das Endergebnis der diesjährigen Aktion, die vom 6. bis 9. Januar stattgefunden hat. Der NABU und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) hatten schon zum zwölften Mal zur winterlichen Vogelzählung eingeladen. Rund 176.000 Menschen haben mitgemacht und von über 120.000 Beobachtungspunkten wie Gärten, Parks und Balkonen über 4,2 Millionen Vögel gezählt. In Niedersachsen wurden in 11.982 Gärten 442.484 Vögel gezählt, insgesamt 17.814 Vogelbegeisterte haben hierzulande mitgemacht.

 

„Die Zahlen freuen uns sehr – es sind die zweitbesten Teilnehmendenzahlen in der Geschichte der Aktion“, so Rüdiger Wohlers vom NABU Niedersachsen. „Nur 2021 waren es mit rund 236.000 bundesweit und 23.500 Menschen in Niedersachsen mehr Teilnehmende, was wir vor allem auf die Ausnahmesituation des ersten Corona-Lockdowns zurückführen.“

 

Die bundesweite Top Ten der häufigsten Arten führt, wie so oft, der Haussperling an, gefolgt von Kohlmeise, Blaumeise und Amsel. Zu sehen gab es bei der diesjährigen Zählung etwas mehr Vögel als 2021. In Niedersachsen liegen Haussperling, Kohlmeise und Amsel auf den vorderen Plätzen. Wohlers: „Sowohl bei der Zahl der gemeldeten Arten als auch bei der Zahl der gemeldeten Vogel-Individuen ging es leicht nach oben. Das liegt vor allem an den typischen Waldarten wie Kernbeißer, Kleiber, Eichelhäher, Bunt- und Mittelspecht sowie Tannen-, Blau- und Kohlmeise, die sich vermehrt in Gärten und Parks zur Nahrungssuche eingefunden haben.“ Ursache dafür könnten weniger Baumfrüchte in den Wäldern als in anderen Wintern sein.

 

Ergebnisse nach Landkreisen

  • Im Landkreis Schaumburg wurden in 237 Gärten 9.263 Vögel gezählt.
    336 Vogelfreunde haben dort 2.633 Haussperlinge, 1.058 Amseln, 971 Kohlmeisen, 863 Feldsperlinge und 789 Blaumeisen gemeldet.
    Die Zahl der Sichtungen der Feldsperlinge wuchs um über 50%, während die Anzahl der Elstern sich um 14% verschlechterte.
  • Im Landkreis Hameln-Pyrmont wurden in 250 Gärten 9.690 Vögel gezählt.
    355 Vogelfreunde haben dort 2.411 Haussperlinge, 1.155 Kohlmeisen, 1.049 Amseln, 946 Blaumeisen und 936 Feldsperlinge gemeldet.
    Hier wurden 29% mehr Kohlmeisen gemeldet.
  • In Landkreis Hildesheim wurden in 372 Gärten 13.000 Vögel gezählt.
    562 Vogelfreunde haben dort 3.568 Haussperlinge, 1.447 Kohlmeisen, 1.445 Amseln, 1.149 Blaumeisen und 1.026 Feldsperlinge gemeldet.
    Der Anteil der Feldsperlinge sank um 11%.
  • Im Landkreis Holzminden wurden in 119 Gärten 5892 Vögel gezählt.
    168 Vogelfreunde haben dort 1.217 Haussperlinge, 814 Saatkrähen, 549 Kohlmeisen, 528 Amseln und 526 Blaumeisen gemeldet.
    Auffällig ist hier der Zuwachs an Saatkrähenmeldungen sowie die stark gestiegenen Meldezahlen für Kohl- und Blaumeisen.

Weniger häufig gesehen wurden hingegen in diesem Jahr vor allem Arten, die sich, oft in Trupps, als Wintergäste in Deutschland aufhalten und vermutlich aufgrund der milderen Winter weniger Zugtendenzen zeigen. Dazu gehören Erlen- und Birkenzeisig, Rot-, Mistel- und Wacholderdrossel. „Einige dieser Arten sind mutmaßlich Klimaverlierer, da sich durch die sich verändernden Bedingungen ihr Verbreitungsgebiet verkleinert“, erklärt Wohlers.

 

Im bundesweiten Mittel liegen die Ergebnisse unter dem Durchschnitt aller Aktionsjahre. „Wir sehen einen abnehmenden Trend: Während im ersten Jahr der Aktion 2011 noch fast 46 Vögel pro Beobachtung gezählt wurden, waren es dieses Jahr mit 35,5 durchschnittlich zehn Vögel weniger – in Niedersachsen lag dieser Wert mit durchschnittlich 36,9 Vögeln zwar leicht höher, trotzdem ist dies eine Entwicklung, die wir weiter im Auge behalten“, betont Wohlers.

 

Infobroschüre „15 Jahre Vogelzählung und Citizen Science im NABU“ erhältlich 

In der Regionalgeschäftsstelle Weserbergland ist auch die aktuelle Infobroschüre mit vielen Hintergrundinformationen erhältlich – Interessenten melden sich gern unter 05724-3993535.

Erhältlich auch im NABU Büro Hildesheim 

 

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Die NABU Regionalgeschäftsstelle Weserbergland gestattet den einmaligen Abdruck des/der gesendeten Fotos im Kontext der besprochenen, NABU-bezogenen Berichterstattung. Voraussetzung ist die Nennung des Fotografen wie mitgeteilt. Bei nicht autorisierter weiterer Verwendung bzw. bei besprochener Verwendung, jedoch ohne Nennung des Fotografen, behält sich der NABU das Recht vor, ein der Veröffentlichung angemessenes Honorar nachzufordern. Der Weiterverkauf des gelieferten Bildmaterials an Dritte ist nicht gestattet. 

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Britta Raabe
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NABU KV Hildesheim Pressemitteilung Nr. 1 am 24.1.2022

NABU Regionalgeschäftsstelle Weserbergland | Pressemitteilung Nr.02 vom 24.Januar 2021  

Umwelt / Naturwissen
Wie Pflanzen den Winter überleben

Verschiedene Strategien führen zum gleichen Ziel

Weserbergland – Die meisten Klimaregionen der Erde sind zumindest zeitweise im Jahr frostgefährdet. Die Pflanzen haben daher unterschiedliche Strategien entwickelt, dieser Herausforderung zu begegnen. Eine besteht schlicht darin, den Frost gar nicht mehr zu erleben.

 

Die optimalen Lebens- und Überlebensbedingungen

Die ideale Umgebung für das Wachsen und Gedeihen von Pflanzenarten stellen die Tropen dar. Hier herschen das ganz Jahr über warme Temperaturen und eine hohe Feuchtigkeit. Die tropischen Regenwälder sind daher die artenreichsten Landbiotope der Erde und es ist ziemlich sicher, dass lange nicht alle Pflanzenarten, die dort existieren, bis heute entdeckt sind. Geht man den Globus jedoch vom Äquator aus weiter nach Norden oder Süden, ändern sich die klimatischen Verhältnisse und ein entscheidendes Problem für das Überleben der Pflanzen tritt auf: der Frost. Die Zellen aller Lebewesen bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Dieses hat die Eigenschaft, sich beim Gefrieren auszudehnen. Dabei bilden sich zudem feine, scharfkantige Eiskristalle. Eine Zelle, in der das Wasser gefriert, stirbt daher unweigerlich ab, da das sich ausdehnende Wasser die Zellmembran zerstört und durch die Kälte alle Lebensprozesse zum Erliegen kommen.

Die meisten Klimaregionen der Erde sind zumindest zeitweise im Jahr frostgefährdet. Die Pflanzen haben daher unterschiedliche Strategien entwickelt, dieser Herausforderung zu begegnen. Der dänische Botaniker Christen Raunkiær hat im Jahr 1919 diese Strategien danach eingeteilt, wie die Pflanzen ihre „Überdauerungsknospen“ anlegen, die Art und Weise also, wie sie es im nächsten Jahr nach dem Frost schaffen, wieder „zum Leben zu erwachen“.

Nur der Samen überwintert
Eine dieser Strategien besteht schlicht darin, den Frost gar nicht mehr zu erleben. Die sogenannten Therophyten keimen, wachsen, blühen und bilden Samen innerhalb eines Sommers aus. Das Wort ist vom griechischen „théros“ abgeleitet, das „Wärme“ oder „Sommer“ bedeutet. Im Herbst stirbt die gesamte Pflanze ab und überdauert den Winter nur in Form der Samen. Ein Same hat einen äußerst geringen Wassergehalt und meist sehr harte, verholzte Zellen. Damit ist er sicher vor Frost geschützt. Zu den Therophyten gehören z.B. viele Ackerwildkräuter wie Klatsch-Mohn, Kornblume und Echte Kamille. Hier stellt die Einjährigkeit gleichzeitig auch eine Anpassung an den häufig bearbeiteten Standort dar.

Ein- und mehrjährige Arten

Alle anderen Lebensformtypen der Pflanzen werden von den mehrjährigen Arten, den krautigen sowie den holzigen Pflanzen, ausgebildet.

 

Zu den krautigen Pflanzen gehören die Geophyten, also wörtlich gesehen die „Erdpflanzen“. Ihre Überdauerungsorgane liegen unter der Erde und sind daher gut vor strengem Frost geschützt. Man bezeichnet sie auch als „Kryptophyten“, abgeleitet vom griechischen Wort „kryptós“, das „verborgen“ bedeutet. Zu den Geophyten gehören in erster Linie die Frühblüher wie Buschwindröschen, Schneeglöckchen oder Lerchensporn. Diese Arten lagern während der Vegetationszeit Reservestoffe in unterirdischen Knollen, Zwiebeln oder Rhizomen (verdickte unterirdische Sprossachsen) ein, aus denen sie im zeitigen Frühjahr des nächsten Jahres die Kraft für den Neuaustrieb ziehen. Häufig sind zusätzlich Salze oder Schleimstoffe in den Überdauerungsorganen eingelagert, die wie ein Frostschutzmittel wirken und so verhindern, dass bei sehr strengen Bodenfrösten das Wasser in den Zellen gefriert. Die bei uns heimischen Geophyten sind typische Waldbewohner. Sie haben sich durch ihre Lebensweise in erster Linie an die kurze Vegetationszeit angepasst, die ihnen zwischen dem kalten Winter und dem Laubaustrieb der Bäume, die ihnen das Licht nehmen, bleibt. Bei den Wildformen der Tulpen und Narzissen, die häufig als Zierpflanzen in den Gärten zu finden sind, handelt es sich um Bewohner kontinentaler Steppen. Sie nutzen das Zeitfenster zwischen kaltem Winter und trockenem Sommer zum Wachsen, Blühen und Ausbilden der Samen.

 

Ganz nah über der Erdoberfläche und damit durch die herbstliche Laubschicht und Schnee geschützt liegen die Knospen der Hemikryptophyten , also die „Halbverborgenen“. Ihre Knospen für das nächste Jahr bilden sich an der Basis der Triebe dieses Jahres. Als Hemikryptophyten können allgemein die „Stauden“ bezeichnet werden, also z.B. Flockenblume, Margerite oder Schafgarbe. Aber auch die Zweijährigen wie Königskerze, Fingerhut oder Wilde Möhre gehören dazu, selbst wenn es nur ein einziger Winter ist, den die Mutterpflanze überlebt, um inm nächsten Jahr zu blühen, Samen zu bilden und danach abzusterben.

 

Die Knospen der Chamaephyten (vom griechischen „chamaí“ für „auf der Erde“) liegen einige Zentimeter über der Erde und werden einzig durch eine dicke Schneedecke vor allzu starkem Frost geschützt. Der untere Teil der Pflanze verholzt, während der obere, nicht verholzte Teil im Winter grün bleibt bzw. bei sehr strengen Frösten abstirbt. Ein Neuaustrieb erfolgt dann aus den verholzten Teilen.
Zu den Chamaephyten zählen Halb- oder Zwergsträucher wie Besenheide, Thymian oder Preiselbeere. Aber auch Pflanzen der mediterranen Gebiete, in denen Frost zwar auftritt, aber meist nicht sehr stark und ohne Schnee, gehören dazu. Beispiele sind Lavendel, Rosmarin und Echter Salbei.

 

Bei den Phaneropyten, den „Luftpflanzen“, liegen die Knospen schließlich weit über dem Boden. Sie werden weder von einer schützenden Erd-, Laub- noch Schneeschicht vor Frösten geschützt und sind der Kälte daher recht schutzlos ausgesetzt. Es handelt sich dabei um Bäume oder Sträucher. Ihre Anpassung an den Winter besteht in erster Linie im winterlichen Laubfall. Denn für diese vollständig verholzenden Pflanzen ist nicht der Frost das Hauptproblem, sondern der mit ihm einhergehende Wassermangel. Im Boden gefrorenes Wasser kann von den Pflanzen nicht aufgenommen werden. An sonnigen Wintertagen würde jedoch über die Blätter viel Wasser verdunsten und die Pflanze würde vertrocknen. Der Baum lagert daher im Herbst die meisten Nährstoffe aus den Blättern in seinen holzigen Teilen ein. Dazu gehören in erster Linie die Abbauprodukte des Blattgrüns, des Chlorophylls. Durch das nun fehlende Chlorophyll werden direkt vor dem Laubfall die anderen Blattfarbstoffe, die gelben Carotine und die roten Xanthophylle sichtbar, der Grund für die Herbstfärbung der Blätter. Die den Winter überdauernden Blattknospen sind von vielen trockenen Schuppen oder einem flaumigen Pelz vor Kälte geschützt. Der alljährliche Neuaustrieb der Blätter kostet die Gehölze zwar viel Kraft, aber an langen, warmen Sommertagen kann über die große Fläche der Blätter durch die Photosynthese auch viel Energie produziert werden.

Nadeln statt Blätter
Anders ist es im sehr hohen Norden. Dort sind die Tage im Sommer zwar lang, die Sonne scheint jedoch nicht so hell und warm wie in südlicheren Gegenden. Die Winter hingegen sind sehr lang und kalt. Hier finden sich vorrangig Nadelbäume. Ihre Blätter sind dick, rundlich und hart und bieten daher einen sehr guten Sonnen- und auch Fraßschutz. Ihre Photosyntheseleistung ist zwar aufgrund der geringen Fläche nicht so hoch wie die der Laubbäume, jedoch sparen sie sehr viel Energie ein, indem sie ihre „Blätter“ nicht jedes Jahr neu bilden müssen.

Eigentlich gehören auch die Bäume der Tropen zu den Phanerophyten, jedoch müssen ihre Knospen keinem Frost trotzen und besitzen daher auch nicht die typischen Schutzmechanismen. Trotzdem fallen auch bei tropischen Bäumen immer mal wieder Blätter und werden neu gebildet. Es handelt sich hierbei aber in erster Linie um eine Strategie, alte und häufig von Parasiten befallene Blätter zu ersetzen.

 

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Britta Raabe
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Eiskristalle_Blätter_Britta_Raabe
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Schnee_auf_Eichenblättern_Britta_Raabe
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