NABU KV Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 17  3. Mai 2019

NABU lädt zur Vogelzählung ein

 

Stunde der Gartenvögel vom 10. bis 13. Mai

 

Wie steht es um die Vögel in Parks und Gärten im Weserbergland?

 

Berlin/Weserbergland – Wer fliegt und piept in Deutschlands Gärten und Parks? Das soll die 15. Stunde der Gartenvögel zeigen. Der NABU ruft gemeinsam mit der NAJU und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) vom 10. bis zum 12. Mai dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden.

 

„Wir wollen wissen: Stemmen sich unsere Gartenvögel weiter gegen den Abwärtstrend der Vogelbestände in der offenen Landschaft“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Seit 1980 ist mehr als jeder zweite Feldvogel in der EU verschwunden. Bei den Vögeln, die in Gärten und Parks vorkommen, sah es zumindest bisher deutlich besser aus.“

 

Allerdings gibt es auch bei diesen Arten Sorgenkinder. Das betrifft vor allem Gebäudebrüter und Insekten fressende Vögel wie Mauersegler und Mehlschwalben. „Diese finden durch das Insektensterben immer weniger Nahrung und durch Gebäudesanierungen auch immer weniger Wohnraum“, so NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann.  Seit der ersten Vogelzählung 2005 sind beide Arten um etwa die Hälfte zurückgegangen. Das zeigt die Auswertung aus 15 Jahren Stunde der Gartenvögel, die jetzt als Broschüre erschienen ist. Unter  www.NABU.de/15-jahre-sdg kann man sie downloaden.

 

Wer schon vor der „Stunde der Gartenvögel“ spielerisch das Erkennen von Arten üben will, kann dies mit dem neuen Online-Learning-Tool NABU Vogeltrainer unter www.vogeltrainer.de machen.  Hier werden 15  häufige Gartenvögel vorgestellt.

 

Knapp fünf Haussperlinge – oder Spatzen – wurden in den letzten Jahren pro Garten gezählt. Die Männchen haben einen grauen, kastanienbraun eingefassten Scheitel, weiße Wangen und einen schwarzen Latz, die Weibchen tragen ein schlichtes Graubraun. Der Gesang der Männchen besteht aus einer endlosen Folge von „tschilp“-Rufen. Spatzen sind anpassungsfähig, insbesondere wenn es um die Wahl des Nistplatzes geht. Als Kinderstuben dient etwa eine Nische unter dem Dach, ein verlassenes Schwalbennest oder eine üppige Fassadenbegrünung. Trotzdem gehen die Spatzen-Bestände zurück. „Helfen kann man zum Beispiel mit Nisthilfen – und einer naturnahen Gartengestaltung. Dann gibt es auch genügend Insekten als Nahrung“, sagt NABU-Pressesprecher Philip Foth.

 

Die Amsel ist die einzige heimische Drossel, bei der sich die Geschlechter stark unterscheiden. Das Männchen ist komplett schwarz und hat einen gelb-orangen – im ersten Jahr noch dunkelgrauen – Schnabel. Das Weibchen ist von der Schnabel- bis zu Schwanzspitze schlicht braun gefärbt. Amseln sind viel auf dem Boden hüpfend unterwegs und suchen nach Nahrung. Oft halten sie mit schräg gehaltenem Kopf inne, um zu lauschen. Regenwürmer, Schnecken und Insekten zählen zu ihren Leispeisen. Später im Jahr kommen Beeren und Früchte hinzu. Vor etwa 150 Jahren war die Amsel noch ein eher scheuer Waldvogel, heute ist sie überall im Siedlungsbereich zu finden. „Als klassischer Kulturfolger kommt sie dort offenbar gut klar“, berichtet Foth.

 

Die Kohlmeise ist in unseren Breiten die größte und häufigste Meise. Mit ihrem schwarz-weißen Kopf, der gelben Unterseite und dem markanten schwarzen Bauchstreifen ist sie gut zu erkennen, am Gesang alleine jedoch nur schwer zu bestimmen. Denn neben dem typischen Ruf „zizibäh zizibäh“ verfügen Kohlmeisen über ein reichhaltiges Repertoire an Gesangsmotiven. Hinzu kommt ihr Talent zum Nachahmen anderer Meisenstimmen. Aus einem einzigen Kohlmeisen-Gelege können bis zu einem Dutzend Jungvögel schlüpfen. Die Elternvögel sind pausenlos im Einsatz, um die hungrigen Schnäbel zu stopfen. Sie sammeln Blattläuse, Raupen und Spinnen von Blättern und Zweigen. Zu Spitzenzeiten kommen sie nahezu im Minutentakt mit Futter an die Bruthöhle. „Kohl-und Blaumeise sind übrigens die häufigsten Nistkasten-Nutzer. Man kann sie leicht mit dem Angebot von Nisthilfen unterstützen“, rät Philip Foth.

 

Die Blaumeise ist kleiner als die Kohlmeise und ihr fehlt der schwarze Streifen auf dem Bauch. Stattdessen fallen bei ihr das blaue Käppchen über dem weißen Gesicht, ein schwarzer Augenstreif und die ebenfalls blau gefärbten Flügel- und Schwanzfedern ins Auge. Blaumeisen sind häufige Gäste in hiesigen Gärten, sobald dort ein paar ältere Bäume stehen. Sie sind ständig in Bewegung, oft hangeln sie sich kopfunter an dünnen Zweigen entlang. Ihr Gesang ist abwechslungsreich, beginnt meist mit einem hohen „tii-tii“ und endet mit einem Triller.

 

Stare erkennt man an ihrem schwarz-grünlich glänzenden Gefieder, dem kurzen Schwanz und dem langen Schnabel. Staren-Männchen sind echte Gesangstalente. Der Vogel des Jahres 2018 verfügt über eine Vielzahl eigener Gesangsmotive, kann viele Vogelarten und andere Geräusche perfekt nachahmen. Das rhythmische Singen unterstreichen sie oft mit weit heftigen Flügelbewegungen. Diese Anstrengungen honorieren die Weibchen: Sie finden die Männchen am attraktivsten, deren Gesang die meisten Motive enthält und die beim Singen die größte Ausdauer an den Tag legen.

 

Im vergangenen Jahr hatten fast 57.000 Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel  mitgemacht und Ergebnisse aus über 37.000 Gärten gemeldet. Gemeinsam mit der Schwesteraktion, der „Stunde der Wintervögel“ handelt es sich damit um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion.

 

Und so funktioniert es: Von einem ruhigen Plätzchen im Garten oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt wird. Die Beobachtungen können online unter www.stundedergartenvoegel.de und mit der kostenlosen NABU Vogelführer App gemeldet werden. Meldeschluss ist der 20. Mai. Eine kostenlose Rufnummer zum Melden ist am 11. und 12. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115 – geschaltet.

 

Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden.

 

Für kleine Vogelexperten hat die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ (6. bis 10. Mai) ins Leben gerufen. Ein NAJU-Aktionspaket versorgt teilnehmende Gruppen und Klassen mit Zählkarten, einem „Vogelbüchlein für die Hosentasche“ für jedes Kind, einem NAJU-Poster, auf dem Kinder die häufigsten Vogelarten in Deutschlands Gärten und ihre Besonderheiten kennenlernen, sowie einem Begleitheft. Weitere Informationen unter www.NAJU.de/sdg

 

 

INFOBOX

Ø  Infos zur Aktion: www.stundedergartenvoegel.de

Ø  Pressebilder: www.NABU.de/pressebilder_stundedergartenvoegel

Ø  Einen Teilnahmebogen und Grafiken zum Druck: www.nabu.de/sdg-medieninfos

Ø  NABU Vogelführer App: www.NABU.de/vogelwelt

Ø  Einen NABU Online-Vogelführer gibt es unter www.nabu.de/vogelfuehrer

Ø  Broschüre 15 Jahre Stunde der Gartenvögel: www.NABU.de/15-jahre-sdg

Ø  Vogeltrainer: www.vogeltrainer.de

Ø  Audio-Files der häufigsten Gartenvögel stellen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Ø  Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie an Interviews mit unseren Vogelexperten, Tipps zur Vogelbeobachtung oder weiterem Bildmaterial interessiert sind. Gern können Sie auch eine Vogelzählung vor Ort begleiten.

 

Für Rückfragen:

Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte, Tel.: +49(0)30-284984-1620, Mobil: 0172-9108275, E-Mail: Lars.Lachmann@NABU.de

Silvia Teich, NABU-Pressestelle, Tel.: +49(0)30-284984-1588, E-Mail: Silvia.Teich@NABU.de

Franzika Ostertag, Tel. +49(0)30-652 137 52-30, E-Mail: Franziska.Ostertag@NAJU.de

Markus Erlwein, LBV-Pressestelle, Tel. +49(0)9174.4775.80, E-Mail: M-Erlwein@LBV.de


NABU KV Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 16  3. Mai 2019

NABU Kreisverband Hildesheim lädt ein

 

Amphibien beobachten, Gartenvögel zählen, Berggarten besuchen

 

Neue Termine für alle Naturfreunde im Raum Hildesheim

 

Samstag, 11. Mai, 14-16 Uhr / Tag der offenen Tür im Amphibien-Biotop Ochtersum

Am Samstag, den 11. Mai öffnet das Amphibien-Biotop in Ochtersum zwischen 14 und 16 Uhr seine Türen für interessierte Naturliebhaber. Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Ornithologischen Verein Hildesheim. Interessierte melden sich an bei Andreas Kentler unter 0173 8601792 oder Aggi Galle unter 0172 8021065 bzw. aggi.galle@gmail.com

 

Freitag 10. Mai bis Sonntag, 12. Mai / Bundesweite NABU Aktion „Die Stunde der Gartenvögel“ – wir machen mit!

Vom 10. bis 12. Mai findet wieder die bundesweite NABU Aktion „Die Stunde der Gartenvögel“ statt. Vogelfreunde, die sich beteiligen möchten, erhalten alle Unterlagen dazu im NABU Büro in der Dingworthstraße 38, auf der NABU-Homepage nabu-hildesheim.de oder bei Facebook.

 

Samstag, 18. Mai, 14 - 15:30 Uhr / Ausflug in den Berggarten Hannover-Herrenhausen

Am 18. Mai zwischen 14 und 15:30 Uhr findet eine „Profitippführung zu Wasserläufen, Gewässern, Flora und Fauna“ für interessierte Naturfreunde statt. Kurator Dr. Boris Schlumpberger bringt den Teilnehmenden den Berggarten in Hannover Herrenhausen mit seinen abwechslungsreichen kleinen und größeren Paradiesen näher. Ein Fotoapparat sollte dabei nicht vergessen werden!

Die Gebühr von 90 € pro Führung wird auf alle Teilnehmer umgelegt. Außerdem wird der tagesaktuelle Eintritt für den Berggarten (3,50 €; Stand 28.10.2018) erhoben.

Interessierte können Fahrgemeinschaften bilden oder sich um 13:45 Uhr an der Kasse Eingang Berggarten (Herrenhäuser Straße 4, 30419 Hannover) einfinden.

Es sind noch Plätze frei! Anmeldung ist erforderlich unter 03.05.2019 unter s.u.s.e@posteo.de

 

Samstag 25. Mai, 11 - 14 Uhr  /  Tag der Amphibien im Familienpark Sottrum für jung und alt

Im neu gestalteten Amphibienbereich des Familienparks Sottrum können Interessierte am 25. Mai verschiedene Aktionen des NABU erleben. Im schön gestalteten Bereich des Hörsaals können Amphibienfreunde Spannendes über Lurch und Co erfahren! Treffpunkt ist der Familienpark Sottrum, Ziegeleistraße 18, im Bereich der Amphibien. Die Veranstaltung beginnt um 11:00 und geht bis 14:00 Uhr. 


NABU KV Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 15  16. April 2019

 

NABU Umwelttipp

 

Aktionstag zum „Baum des Jahres“: die Flatter-Ulme

 

Am 25. April finden bundesweit Aktionen statt / NABU Kreisverband Hildesheim lädt ein  

 

 

Donnerstag, 25. April

 

Aktionstag Baum des Jahres: Die Flatter-Ulme

 

Am bundesweit ausgerufenen Tag des Baumes, dem 25. April, finden überall Feierstunden und Pflanzaktionen statt. Er soll auf die Bedeutung des Waldes für den Menschen hinweisen. Daran möchte sich der NABU-Hildesheim mit Pflanzaktionen und einer Aktion der  Baumbotschafter beteiligen. Ort und Zeitpunkt erfahren Interessierte auf der Homepage des NABU Hildesheim www.nabu-hildesheim.de sowie bei Facebook.

 

 

 

  • www.nabu-hildesheim.de

NABU KV Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 14  16. April 2019

 

NABU Umwelttipp

 

 

Osterfeuer nur nach Umschichtung entzünden

 

 

Igel, Hase und Co. nutzen den Reisighaufen gern als Unterschlupf / Tiere verenden oft qualvoll in den Flammen

 

 

 

Weserbergland - Bald lodern sie wieder überall im Land, die beliebten Osterfeuer, die vielerorts ein fester Bestandteil des Osterfestes sind: der Winter wird vertrieben und er Frühling wird eingeläutet. Das Licht des Feuers hat symbolische Bedeutung, denn es steht für das Licht das Sonne, aber auch aus christlicher Sicht für das Licht, das Jesus durch die Auferstehung in die Welt bringt.

 

Doch so schön sie auch sind, die Feuer bergen Gefahren für die Natur und viele Lebewesen, die es oft schon schwer genug haben, auch im schönen Weserbergland Unterschlupf und Nistmöglichkeiten zu finden. Denn vielerorts wird das Brennmaterial schon längere Zeit vor dem Osterfest aufgeschichtet. Viele Tiere, so zum Beispiel der Hase und die Spitzmaus, nutzen die entstehenden Reisighaufen als Unterschlupf: einige Vögel brüten sogar in den geschichteten Haufen. „In unserer ausgeräumten Landschaft sind Totholzhaufen attraktive und wichtige Lebensräume für Insekten und Amphibien. Aber auch Vögel wie Rotkehlchen und Zaunkönig sowie Säugetiere wie Igel und Wiesel sind hier zu finden“ führt Britta Raabe aus. Auch haben viele Vogelarten bereits mit dem Nestbau begonnen oder haben sogar schon vollständige Gelege. Einige Vogelarten wie Zaunkönig, Rotkehlchen und Heckenbraunelle brüten bevorzugt in solchen Schnittguthaufen. Viele dieser Tiere sind gerade im Garten wichtige Helfer bei der Vertilgung unerwünschter oder lästiger Insekten. Reisig- und Holzhaufen, die auf diese Weise von Tieren als Brut- und Wohnstätte angenommen worden sind, dürfen nicht mehr durch Abbrennen zerstört werden. „Neu aufgeschichtetes Material sollte daher unmittelbar vor dem Entzünden umgeschichtet, ältere Haufen erst gar nicht mehr angerührt werden“ führt die Leiterin der NABU Regionalgeschäftsstelle Weserbergland aus.

 

Damit das Osterfeuer also nicht zur Todesfalle für die Kleintiere wird, ist es angeraten, das Schnittholz erst kurz vor dem Abbrennen aufzuschichten. So können die Tiere das geplante Osterfeuer nicht als Wohnstätte nutzen und beim Osterfeuer bei lebendigem Leibe qualvoll verbrennen. Sollte der Holz- und Reisigstapel schon vor längerer Zeit angelegt worden sein, darf er eigentlich nicht mehr durch Abbrennen zerstört werden. Osterfreunde, die trotzdem nicht auf das traditionelle Feuer verzichten möchten, sollten das aufgehäufte Material am Tag des Anzündens vorher unbedingt vorsichtig umschichten. So bekommen die Tiere die Möglichkeit, sich in Sicherheit zu bringen. „Ein Abklopfen der aufgeschichteten Holzhaufen reicht keinesfalls aus“, sagt die Naturschützerin, da sich die Tiere sich aus Angst nur weiter verkröchen. Sogar bei Feuer verblieben sie schreckensstarr in ihrem Versteck und würden so den Feuertod erleiden. In letzter Zeit haben sich immer wieder besorgte Bürgerinnen und Bürger aus dem Weserbergland in der NABU Regionalgeschäftsstelle gemeldet, dass einige Reisighaufen schon Wochen vor dem Osterfeuer zusammengeschoben und vor dem Anzünden nicht umgeschichtet worden waren.

 

Am besten wäre es, wenn Schnittholz und Reisig gar nicht erst verbrannt werden würden, sondern in der Landschaft und in den Gärten bliebe. Es bietet dort wichtigen Lebensraum und Unterschlupf für Vögel und Kleintiere. Schnittholz und Gestrüpp sind im Grunde also viel zu schade, um nur „zum Spaß“ verbrannt zu werden. Außerdem lässt es sich hervorragend einsetzen, um im Garten der landschaftlichen Strukturarmut entgegenzuwirken – Raabe empfiehlt hier z.B. das Anlegen einer Benjes-Hecke. Allein das Aufschichten eines Reisighaufens, der später von Brombeeren oder Wildrosen überwuchert wird, oder ein Holzstoß in einem dichten Gebüsch aus heimischen Sträuchern wie Holunder und Weißdorn, bringen mit geringem Aufwand, etwas Phantasie und gutem Willen ein Stück Natur zurück in den Garten. Der allseits geliebte Igel zum Beispiel leidet viel zu oft unter aufgeräumten Gärten, die keinerlei Versteckmöglichkeit und Unterschlupf bieten. „Weder zum Überwintern noch zur sicheren Aufzucht seiner Jungen ist in unseren Gärten Platz“ klagt Raabe und fügt hinzu „ dabei lieben die meisten Menschen die nützlichen, putzigen Stachelritter“.   

 

Auch das Vorbild des „Osterhasen“, der Feldhase (Lepus europaeus), ist bedroht. Der massive Verlust an Lebensraum und Nahrungsgrundlage macht ihm das ganze Jahr über schwer zu schaffen und verschärft zunehmend die Gefährdung der heimischen Bestände. Die Rote Liste gefährdeter Arten stuft den Feldhasen bundesweit als „gefährdet“ ein – mit einem negativen Entwicklungstrend. Neben einer Reihe natürlicher Feinde hat vor allem der Mensch den Rückgang des heimischen Hasenbestandes zu verantworten. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit dem Verlust von Strukturelementen und den fehlender Nahrung sind einige Ursachen für den schlechten Zustand der heimischen Hasenpopulation. Auch wenn nasse Jahre und Beutegreifer den Hasen zu schaffen machen, könnten sie diese Verluste bei guten Lebensraumbedingungen ausgleichen. Doch auch ihm gehen die Versteckmöglichkeiten verloren. Darunter leiden vor allem Junghasen, da ihnen in den ausgeräumten Landschaften die Deckung und damit der Schutz vor natürlichen Feinden fehlt. 

 

 

 

Als geeignetes Brennmaterial dürfen für Osterfeuer nur unbehandeltes und trockenes Holz, trockenes Reisig und Gehölzrückschnitte gesammelt und verbrannt werden. Frisches Schnittgut sollte nicht verbrannt werden. Angefeuert werden sollte ein Osterfeuer nur mit natürlichen Materialien – zum Beispiel Strohballen. Selbstverständlich ist der Einsatz von Benzin oder gar Altöl tabu. Beim Umschichten kann dann auch noch kontrolliert werden, ob nicht jemand unrechtmäßig versucht, alte Schränke oder gar Schlimmeres heimlich zu verbrennen. In vielen niedersächsischen Gemeinden trägt man diesen Problemen bereits Rechnung: so verzichtet man vor allem wegen der befürchteten Sperrmüllablagerungen auf das traditionelle Osterfeuer. Stattdessen kommen alle zu einem „Ersatz-Klöntreff“ bei Stockbrot und Bratwurst am Osterfeuer zusammen.
Der Naturschutzbund bittet all jene, die nicht vollständig auf das traditionelle Fest verzichten möchten, die Belange von unseren heimischen Tieren zu achten. So kann das Osterfeuer dann doch noch eine schöne Gelegenheit sein, sich mit Freunden zusammenzusetzen, sich zum Beispiel am lodernden Lagerfeuer zu erfreuen und vielleicht sogar einen Sprung übers Feuer zu wagen, der dem mutigen Springer traditionell eine reiche Ernte und eine große Portion Glück bescheren soll.

 

 

  • INFOBOX:  Benjes-Hecke anlegen
    Das Prinzip einer Benjes-Hecke ist die bandartige Ablagerung von Baum- und Strauchschnittgut. Dieser Gestrüppwall sollte mindestens vier Meter lang und ein Meter hoch sein. Pro Meter sollte in den Wall ein Strauch gepflanzt werden, der den Wall überragt. Es sollte möglichst ein heimisches, standortgerechtes Gehölz gesetzt werden, das nicht in der unmittelbaren Umgebung vorkommt. Deren Samen können nämlich aufgrund des Nichtvorkommens in der Nähe nicht durch Wind oder Vögel in die Hecke getragen werden und haben daher kaum eine Chance, sich dort von selbst anzusiedeln. Benjes-Hecken schaffen ein günstiges Kleinklima. Im Schatten des Gestrüpps ist die Verdunstung herabgesetzt. Die Zersetzung des Schnittguts liefert genügend Nährstoffe für die sich ansiedelnden Jungpflanzen. Zahlreichen Tieren bietet die Hecke einen Lebensraum, z.B. Brutraum für bodenbrütende Vögel. Die Anlage einer Benjeshecke ist so interessant, weil sie nicht nur einfach und preiswert ist, sondern auch der Sukzession Zeit und Raum lässt: Im Gestrüpp wachsen zuerst Kräuter, die mit der Zeit durch aufkommende Sträucher ersetzt werden. 
Totholzhecke. Foto Nick Büscher
Totholzhecke. Foto Nick Büscher

 

  • INFOBOX: Der Feldhase ist im Bestand gefährdet
Feldhase. Foto Kathy Büscher
Feldhase. Foto Kathy Büscher

NABU KV Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 13  08. April 2019

 

Aktiver Umweltschutz


Geduld beim Heckenschnitt

 

 

NABU Niedersachsen bittet um Rücksichtnahme auf brütende Vögel 

 

 

Weserbergland - Beim Heckenschnitt sollte die Natur nicht unnötig geschädigt werden. Der NABU Niedersachsen appelliert daher an die Gartenbesitzer, Pflegeschnitte möglichst nicht in der Hauptbrutzeit der Vögel von März bis Juni durchzuführen. Der 1. März ist ein ganz besonderes Datum für den Pflege- und Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern. Denn laut Bundesnaturschutzgesetz beginnt nun die Nist- und Brutzeit für Vögel. In der Zeit vom 1. März bis 30. September sind Fällungen und Schnittmaßnahmen im öffentlichen Raum daher nicht erlaubt, um die Gefiederten nicht beim Nestbau oder bei ihrem Brutgeschäft zu stören.

Von dieser Schonzeit sind alle Bäume, Sträucher, Hecken und weitere Gehölze unabhängig vom Standort betroffen. Doch Ausnahmen bilden insbesondere schonende Form- und Pflegeschnitte, bei denen lediglich der jährliche Zuwachs entfernt wird. Beim Heckenschnitt sollte die Natur dennoch nicht unnötig geschädigt werden. Der NABU Niedersachsen appelliert daher an die Gartenbesitzer, Pflegeschnitte möglichst nicht in der Hauptbrutzeit der Vögel von März bis Juni durchzuführen. In diesem Zeitraum bieten Gebüsche einen optimalen Unterschlupf für Vögel, Säugetiere und Amphibien. Die Tiere ziehen dort ihren Nachwuchs groß, finden darin eine gute Versteckmöglichkeit und ziehen sich im frischen Grün auch mal zum Schlafen zurück.

Außerdem gibt der NABU Niedersachsen in seiner 30-seitigen Bauplansammlung für Nisthilfen und der Broschüre „Gartenlust“ gute Tipps, wie man den Vögeln einen geeigneten Nistplatz im Garten bieten kann. Dieses Infopaket kann angefordert werden gegen Einsendung eines 5-Euro-Scheins beim NABU Niedersachsen, Stichwort „Gute Vorsätze“, Alleestraße 36, 30167 Hannover.

 

INFOBOX:  Gesetzliche Regelungen
In dem seit 1. März 2010 gültigen Bundesnaturschutzgesetz heißt es in Paragraph 39: „Es ist verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.“
Allerdings liegen an vielen Straßen in Niedersachsen noch jede Menge abgesägtes Holz und Äste aus den letzten Monaten, die bisher nicht abgeholt worden sind. Sobald es jetzt etwas wärmer wird, werden die ersten Vögel mit dem Nestbau in den Reisighaufen beginnen und Igel sowie andere Säugetiere ihren Unterschlupf dort suchen. Der NABU Niedersachsen fordert daher, die Reisighaufen jetzt nicht mehr zu entfernen, sondern als Biotopstrukturen im Bestand zu belassen, so wie es auch in den genannten Hinweisen für die Gehölzpflege vorgesehen ist.
Da der Gesetzgeber mit 'gärtnerisch genutzten Grundflächen' auch private Haus- und Kleingärten meint, unabhängig davon, ob es sich um Zier- oder Nutzgärten oder um Kleingartenanlagen handelt, gilt: Das Verbot findet für Bäume in privaten Haus- und Kleingärten in Niedersachsen keine Anwendung. Artenschutzrechtliche Regelungen sind jedoch zu beachten. Für Straßenbäume, die auf öffentlichen Grundflächen stehen, sowie für Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze dagegen gelten die Verbote des 39 BNatSchG uneingeschränkt.

 


NABU KV Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 12  02. April 2019

 

Aktiver Umweltschutz

 

 

Müllmassen auf dem Marienfriedhof

 

 

NABU AG „Klarschiff“ sammelt mit vielen Helfern über 1.000 Liter Müll auf / wer ist bei den nächsten Aktionen mit dabei?   

 

 

 

Hildesheim - Über 1000L Müll und immer noch nicht genug! Am vergangenen Freitag, den 22.03.19, hat die AG-Klarschiff des NABU Hildesheim im Marienfriedhof erneut Müll gesammelt. Mit insgesamt 10 Teilnehmern wurden innerhalb von drei Stunden mehr als 1000L Müll jeglicher Art zusammengetragen. Dabei stießen die motivierten Studierenden auch auf unschöne Funde wie Spritzen, Unmengen an Altglas oder ganze Säcke gefüllt mit Hausmüll. Trotz ihres Engagements konnten die Teilnehmenden am Ende der Aktion nicht auf einen sauberen Park blicken. Der gefüllte Container, den erneut die ZAH zur Verfügung gestellt hat, stellt nur einen Bruchteil dessen dar, was tatsächlich im Hildesheimer Park entsorgt wird. Trotz dieser bitteren Erkenntnis lässt sich die AG nicht entmutigen und blickt motiviert auf die kommenden Sammelaktionen. Auf Unterstützung freuen sich Florentine Adam und Daniel Wappler, die bei Fragen unter folgender Adresse kontaktiert werden können: Ag-klarschiff-nabu@gmx.de 

Foto Philip Geiger
Foto Philip Geiger

NABU KV Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 11  01. April 2019

 

Termine / Umweltschutz

 

Amphibien, Vogelgesang & Morgenspaziergänge

 

NABU Hildesheim lockt Naturinteressierte mit vielen Terminen in den Frühling

 

 

Freitag, 5. April, 18 Uhr

 

Amphibiensuche am Mastberg

 

Amphibienfreunde haben am Freitag, den 5. April ab 18:00 Uhr die Gelegenheit im Auwald auf dem Mastberg nach Amphibien zu suchen und diese fachgerecht zu bestimmen.

 

Die Exkursion dauert etwa 1,5 Stunden und wird gemeinsam mit dem Ornithologischen Verein Hildesheim veranstaltet. Interessierte können sich bei Andreas Kentler unter 0173-8601792 oder aggi.galle@gmail.com anmelden.

 

 

 

Freitag, 5. April, 16 Uhr

 

Natur und Stadtgeschichte

 

Am Freitag, den 05. April führt ein Spaziergang über die historischen Wallanlagen vom Kehrwiederturm zum Magdalenengarten führt durch die Geschichte der Stadt und zugleich in den Lebensraum einer erstaunlichen Fülle von Tier- und Pflanzenarten. Bei dieser Gemeinschaftsveranstaltung von NABU, BUND und OVH haben Teilnehmer für 2,- € (Mitglieder frei) die Möglichkeit ihr Wissen über Flora, Fauna und Stadtgeschichte aufzufrischen. Der Treffpunkt für die Veranstaltung ist Keßlerstraße/Ecke Lappenberg. Los geht es um 16:00 Uhr.

 

 

 

Morgenspaziergänge zum Kennenlernen der Vogelwelt

 

Ein besonderes Angebot für Frühaufsteher richtet sich an Naturfreunde zwischen 6 und 76 Jahren, die Vögel verschiedener Arten und Lebensräume nach Gesang, Lauten, Aussehen und Verhalten kennen und bestimmen lernen wollen. Interessierte sollten am Samstag, den 06. April ab 6:00 Uhr daher ein Fernglas (mind. 10x42), sowie ein bebildertes Bestimmungsbuch mitbringen. Der Beitrag für insgesamt 8 Führungen beträgt 5 € pro Person und Führung und wird an Ort und Stelle erhoben. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 beschränkt. Weitere Termine finden an folgenden Samstagen statt: 13.4., 27.4., 27.4., 4.5., 11.5.,18.5., 25.5., 2.6. Witterungsbedingte Verschiebungen sind möglich. Als besonderes Angebot kann man eine Ausbildung zum Erkennen von Vogelstimmen absolvieren!

 

Fragen zur Anmeldung können an Horst Kolodzey unter 0160 8447946 gerichtet werden.

 

 

 

Sonntag, 7. April, 10 Uhr

 

Ornithologische Beobachtungstour durch die Braunschweiger Rieselfelder

 

Zur Beobachtung rastender Zugvögel, insbesondere Wat- (Limikolen) und Wasservögeln bietet der NABU Hildesheim in Zusammenarbeit mit dem NABU Braunschweig unter Leitung von Carlo Fuchs und Christiane Kaufmann die interessante Beobachtungstour für Vogelfreunde an.

 

Sowohl Nahrungsgäste wie Seeadler als auch das breite Spektrum heimischer Brutvögel sind zu erwarten. Interessierte sollten angepasste Kleidung tragen und knallige Warnfarben vermeiden. Bei Dauerregen fällt die Veranstaltung aus. Teilnehmer treffen sich am 07. April um 10:00 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Betriebstor des Klärwerks Steinhof, Celler Heerstraße 337 in Braunschweig, im Vorfeld können Fahrgemeinschaften gebildet werden. Es sollten 2,5 bis 3 Stunden für die Wanderung eingeplant werden. Eine Anmeldung erfolgt unter dieter.goy@diego-consing.eu oder 0171 - 7849229

 

Die Kosten betragen 3,50 € für Nichtmitglieder.

 

 

 

Mittwoch, 10. April, 19 Uhr

 

NABU-Stammtisch für jedermann.

 

Am 10. April um 19:00 Uhr startet wieder eine gemütliche Gesprächsrunde für alle Naturinteressierten, auch für Nichtmitglieder, im NABU-Büro in der Dingworthstraße 38 in Hildesheim. Hauptthema dieses Mal ist die Aufzucht verwaister Vögel und kleiner Wildtiere, worüber Ina Simon aus Derneburg berichtet. Außerdem werden Spender für Futter und Medikamente gesucht!

 

 

 

Freitag, 12. April, 11. Mai, 08. Juni, 21 Uhr

 

Auf der Suche nach dem Feuersalamander

 

Die AG Amphibien- und Reptilienschutz lädt ein zu einer Entdeckungsreise auf den Spuren des Feuersalamanders unter Leitung des Amphibien- und Reptilienfachmannes Andreas Kentler. Die gemeinsame Veranstaltung mit dem OVH findet am 12. April und in der Folge am 11. Mai, sowie 8. Juni ab jeweils 21:00 Uhr statt. Eine Anmeldung kann unter aggi.galle@gmail.com oder bei Andreas Kentler unter 0173 860 1792 erfolgen. Der Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben. Die Dauer der Veranstaltung beträgt etwa eine Stunde.

 

 


NABU KV Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 10  27. März 2019

Umwelt und Natur erleben 

 

Wildbienen sind anders – aber wie sind sie eigentlich?

 

Tipps für eine Insektenoase in Garten und auf dem Balkon / „Majas wilde Schwestern“ fördern und schützen

 

Weserbergland – In Deutschland leben etwa 600 Wildbienenarten – doch die Hälfte aller heimischen Arten stehen auf der roten Liste gefährdeter Tierarten. Einige von Ihnen sind bereits ausgestorben oder unmittelbar vom Aussterben bedroht. Wildbienenschutz und Insektenschwund ist daher zu Recht in aller Munde, denn im Gegensatz zu Vögeln und Kleinsäugern können die meisten Insekten kein Jahr warten, um Nachwuchs zu produzieren. Ihr Lebenszyklus beträgt oft nur wenige Monate oder gar Wochen im Jahr. Sie sterben, bevor sie eine Chance haben, sich fortzupflanzen. Nicht nur daher sind sie gesetzlich geschützt und dürfen nicht gefangen oder beeinträchtigt werden. Ohne Frage muss sich in Landwirtschaft und Politik noch viel bewegen, um den Artenschwund zu bremsen und die Artenvielfalt zu erhalten.  Doch was kann der Einzelne angesichts einer solchen Mammutaufgabe tun?

 

In der NABU Regionalgeschäftsstelle Weserbergland klingelt oft das Telefon und die Frage, was man selbst tun kann, ist der Leiterin nicht neu. „Viele Anrufer sind frustriert“ sagt Britta Raabe und freut sich daher besonders, wenn sie neben Aufklärung zur Lebensweise der kleinen Insekten auch mit praktischem Rat zur Seite stehen kann. „Wildbienen sind nicht etwa, wie man vielleicht erstmal annehmen könnte, entflohene Honigbienen“ klärt Raabe die Anrufer zunächst auf. Hinter dem Begriff „Wildbienen“ verbergen sich in Deutschland vielmehr etwa 560 Arten; auch die rund 40 Hummelarten gehören dazu. Weltweit gibt es sogar mehr als 16.000 Wildbienenarten!  Die meisten Wildbienen leben solitär, also auf sich allein gestellt - und nicht als Volk. Jedes Weibchen legt Eier und sorgt selbst für die Brut vor. Allen Wildbienen ist gemein, dass sie für ihre Ernährung auf Blüten angewiesen sind. Sie ernähren sich nicht nur als „erwachsene“ Tiere von Pollen und Nektar, sie versorgen auch ihre Brut damit. Daher sind Wildbienen effizientere Bestäuber als Tiere, die nur für den Eigenbedarf Blüten besuchen, wie zum Beispiel Schmetterlinge. Wildbienen sind aber nicht nur besonders wichtig für die Bestäubung unserer Obst- und Gemüsepflanzen, sondern auch für den Erhalt vieler Wildpflanzen.

 

Dagegen gehören zu den sogenannten staatenbildenden Wildbienen die meisten Hummelarten, welche in einjährigen Völkern leben.  Ihre besonders wirksame Arbeitsweise wird teilweise gezielt eingesetzt: die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) betäubt in vielen Gemüsebaubetrieben zum Beispiel Tomatenpflanzen. Die Honigbiene hingegen ist eine domestizierte Art, die vom Menschen schon lange als Honig- und Wachslieferantin genutzt wird – sozusagen ein nützliches Haustier.

 

Anders als Honigbienen oder Hummeln sind alle Solitärbienen vollkommen friedfertig: „sie stechen nur, wenn sie ihr Leben bedroht sehen, beispielsweise wenn man sie mit den Fingern drückt oder wenn man auf sie tritt“ führt Raabe aus. Ihre Stiche sind weitaus weniger schmerzhaft als die von Honigbienen oder Wespen. Da der Stachel nicht abreißt -und somit nicht in der Haut bleibt- und nur eine geringe Menge an Gift abgegeben wird, hinterlässt der Stich keine Schwellung. Und doch: längst nicht alle Wildbienen können stechen. So ist der Stachel beispielsweise bei Sandbienen viel zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen. Bei vielen Arten ist der bedrohlich aussehende Stachel nur ein Legestachel, der zur Eiablage dient – und nicht zum Einspritzen von Gift.

 

Wildbiene sucht geeignete Nahrung

Wildbienen sind für ihre Ernährung auf Blüten angewiesen. Zum einen sammeln sie dort Nektar, den sie selbst als „Flugbenzin“ brauchen. Zum anderen sammeln sie Pollen, mit dem sie ihren Nachwuchs versorgen. „Wenn Sie die Nahrungssituation der Wildbienen verbessern wollen, müssen Sie nicht gleich eine Blumenwiese anlegen“ weiß die Naturschützerin. Auch die Ergänzung bestehender Beete und Rabatten durch geeignete Pflanzen erweitert das Blütenangebot. Einige Pflanzen lassen sich auch in Blumenkübeln oder -kästen kultivieren. Idealerweise sollte in einem wildbienenfreundlichen Garten von Frühjahr bis Herbst immer etwas blühen.

Biene sucht Bleibe

Die meisten Wildbienen leben solitär, also allein. Jedes befruchtete Weibchen sucht sich selbstständig einen Platz für die Eiablage. Einige Arten, wie beispielsweise die Mauerbienen, bevorzugen für ihre Kinderstube hohle Pflanzenstängel. Darin legen sie mehrere Brutzellen hintereinander an, in die jeweils ein Ei auf ein Gemisch aus Pollen und Nektar gelegt wird. Die einzelnen Brutzellen werden durch Zwischenwände aus Lehm, kleinen Steinchen oder Pflanzenfasern und Speichel voneinander getrennt. Die letzte Brutzelle ist zum Schutz vor Räubern immer leer, sie wird durch den Nestverschluss versiegelt. So legt ein Weibchen in seinem vier- bis sechswöchigen Leben 20 bis 40 Brutzellen an. Die Larven, die aus den Eiern schlüpfen, entwickeln sich in wenigen Wochen zu fertigen Bienen, die, je nach Art und Zeitpunkt im Jahr, entweder sofort ausfliegen oder in den Brutzellen überwintern und erst im nächsten Jahr das Nest verlassen. Daher müssen alle Insektennisthilfen über den Winter draußen bleiben, sonst würden die Tiere zu früh ausfliegen und auf Grund des Blütenmangels verhungern.

 

Auf vergleichbare Weise legen einige Arten ihre Brutzellen in Holz an, beispielsweise in alten Käferfraßgängen, so wie die Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum). Manche Arten nagen sich ihre Nestgänge auch selbst in abgestorbenes Holz. Ursprünglich in den Uferabbrüchen natürlicher Flussläufe nisten die Steilwandbewohner. Einige von ihnen sind unsere Nachbarn geworden: Sie nutzen beispielweise mit Lehm verputztes Mauerwerk oder Fachwerkhäuser zum Nisten, so wie etwa die Gemeine Pelzbiene (Anthophora plumipes). Doch diese Strukturen werden leider immer seltener. In hartem Zementmörtel können Wildbienen keine Nestgänge anlegen. In unseren aufgeräumten Gärten -wie auch in der freien Landschaft- werden natürliche Elemente, die Wildbienen zum Nisten nutzen können, immer seltener: abgestorbene Pflanzenstängel werden umgehend beseitigt und Totholz hat in einem ‚ordentlichen Garten‘ auch nichts zu suchen. Mit ein wenig Hintergrundwissen können diese Strukturen aber als Nisthilfen nachempfunden werden. Wer Wildbienen Nistmöglichkeiten anbieten möchte, muss sich nicht gleich eine riesige Insektenwand in seinen Garten stellen. Auch kleinere Angebote werden gern angenommen. Doch nur ein Viertel der in Deutschland vorkommenden Bienenarten legt ihre Eier in Hohlräume, wie sie Insektenhotels anbieten.

 

Bienen im Boden

Etwa drei Viertel der in Deutschland vorkommenden Wildbienen nisten im Erdboden. Offene oder nur lückig bewachsene Flächen, auf die diese Arten angewiesen sind, werden jedoch immer seltener. Attraktives „Bauland“ sind für sie auch künstlich angelegte Strukturen, wie zum Beispiel Sandkästen, was manchmal zu Konflikten führen kann. Doch bei den im Boden nistenden Bienenarten handelt es sich zumeist um Solitärbienen, die genauso gefahrlos beobachtet werden können wie die Tiere an den Nisthilfen. So kann man sich ungefährdet selbst an Orten aufhalten, wo tausende von Weibchen auf engem Raum dicht beieinander nisten. Solche Strukturen kann man natürlich auch im eigenen Garten schaffen. Teilweise sind auch breite Fugen in gepflasterten Wegen für im Boden nistende Arten geeignet.

 

Wer keinen Platz für eine Sandfläche hat, kann auch Blumenkästen oder -töpfe mit Sand füllen. Egal, wie groß die Sandfläche werden soll: gewaschener Sand ist nicht geeignet, da ihm die Bindigkeit fehlt und gegrabene Gänge in ihm keine Standfestigkeit haben.

 

Ein Wort zu Wespen

Auch die Wespen gehören, so wie die Bienen, zur Ordnung der Hautflügler. Wer den Begriff „Wespe“ hört, denkt meistens an die aufdringlichen Gäste der sommerlichen Kaffeetafel. Derart kontaktfreudig sind allerdings nur zwei Arten der sozialen Faltenwespen, die Deutsche Wespe (Vespula germanica) und die Gewöhnliche Wespe (Vespula vulgaris). Darüber hinaus gibt es aber eine Vielzahl anderer Arten, die ebenfalls als „Wespe“ bezeichnet werden. Einige von ihnen freuen sich ebenfalls über unsere Nisthilfen, da sie die selben Strukturen zum Nisten nutzen wie Wildbienen. So legen beispielsweise auch einige Arten der Grabwespen und der solitären Faltenwespen ihre Eier in Hohlräume, wie sie etwa Bambusröhrchen bieten. Anstatt Pollen tragen Wespen -im Gegensatz zu Bienen- erbeutete Tiere wie zum Beispiel Larven anderer Insekten oder Blattläuse zur Verproviantierung ihres Nachwuchses ein. Ausnahmen bilden parasitoide Wespen: diese Tiere legen ihre Eier in die Nester anderer Arten, die Larven ernähren sich von den Wirtslarven. Auch diese Wespen sind absolut friedfertig und können gefahrlos beobachtet werden.

 

Naturnah gärtnern - nicht nur für Wildbienen

Wildbienen lassen sich relativ einfach im eigenen Garten fördern. Viele Nist- und Nahrungshabitate entstehen wie von allein durch eine hohe Strukturvielfalt. Dazu muss man seinen Kleingarten aber nicht völlig verwildern lassen: eine naturnahe Gartengestaltung kommt nicht nur Wildbienen zu Gute, auch andere Tiere profitieren davon. „Und der Gärtner kann sich entspannt zurücklehnen und eine Tasse des Lieblingsgetränkes in Ruhe zu sich nehmen, anstatt schon wieder aufzuräumen“ lacht Raabe. Wildbienen lassen sich am einfachsten fördern, den eigenen Garten nicht allzu sehr aufzuräumen und bestimmte Pflanzen, die wir gern als „Unkräuter“ wahrnehmen, auch stehen zu lassen. Disteln sind ein solches Beispiel – oder auch Brennnesseln, Schafgarbe, Habichtskraut und Löwenzahn gehören dazu. Ein kurz geschnittener Rasen ohne andere Wildkräuter wie zum Beispiel Weißklee, Günsel oder auch das bekannte Gänseblümchen, mit Torfmulch abgedeckte Beete und immergrüne Pflanzen sind der Tod von Wildbienenpopulationen.  Von neuerdings immer öfter angelegten „Steingärten“ ganz zu schweigen. 

 

Wildbienen benötigen im Wesentlichen drei Kategorien von Nisthabitaten:

 

-          Zunächst sind die sogenannten Altholznister zu nennen, welche in alten Käferbohrlöchern ihre Nester anlegen.  Sie kann man einfach mit dem stehen lassen von alten Bäumen fördern. „Lassen Sie auch die dicken und dickeren Äste dran“ rät Raabe und pflanzen sie gleich daneben einen neuen Obstbaum – am besten eine alte, regionale Sorte.  Oder sie stellen bereits abgestorbene, dicke und wurmstichige Äste senkrecht in einer besonnten Ecke des Gartens auf oder nutzen sie, um ihr Insektenhotel sinnvoll zu ergänzen. Auch ein abgedeckter Altholzstapel ist eine tolle Nisthilfe: „aufschichten, abdecken und staunen“ fügt Raabe schmunzelnd hinzu.

 

-          Stängelnister dagegen legen ihre Eier in die markhaltigen oder hohlen Stängel von Brombeeren, Holunder oder Disteln und Karden ab. Lassen sie sie einfach im Garten bis zum nächsten Austrieb der Pflanze stehen – je länger, je besser. Alternativ kann man sie auch zu längeren Ruten schneiden, bündeln und senkrecht oder leicht schräg aufhängen –zum Beispiel am Gartentor oder am Schuppen- und sich selbst überlassen.

 

-          Bodennister bilden die größte Art der Wildbienen. Offene Bodenstellen ohne Bewuchs, eine lückige Grasnarbe, verdichtete Erde im Bereich von wegen oder Trampelpfaden, Sandflächen und auch Abbruchkanten oder gar sonnige Steilwände sind geeignete Nist- und Nestorte. Das Anlegen oder Dulden von offenen Bodenstellen, die besonnt sein sollen und auch betreten werden dürfen, ist ein guter Anfang. Senkrechte Erdkanten werden von Wildbienen ebenfalls gern besiedelt, wenn sie sonnenbeschienen sind. Das beste Nistsubstrat ist Löss, aber auch andere Bodenarten werden besiedelt. Auch ein Sandhaufen oder eine Sandfläche anzulegen, ist für viele hochspezialisierte Arten eine gute Fördermaßnahme. Dazu wird der Mutterboden mindestens 20 cm tief abgetragen und Sand in die entstehende Fläche eingebracht werden, die ab vier Quadratmeter groß sein sollte. 

 

 

Zu guter Letzt sei auch noch die Anlage einer mörtelfreien Trockenmauer empfohlen: auf der Mauerkrone könnten Pflanzen, welche Trockenheit lieben, angesiedelt werden: Blaukissen oder Mauerpfeffer zum Beispiel. In den Spalten zwischen den Steinen nisten gern viele verschiedene Bienenarten – und wenn die Mauer nach Süden ausgerichtet ist, können sich die wärmeliebenden Tiere an den Steinen aufwärmen. Eine weitere, selten bekannte Möglichkeit, eine hoch spezialisierte Wildbienengruppe zu fördern, ist das Anlegen einer Sammlung von leeren Weinberg- oder Schnirkelschneckenhäusern auf einer sonnenwarmen Fläche mit möglichst wenigem Bewuchs. Eine Sand- oder Ruderalfläche eignet sich hervorragend dafür.  Die schneckenhausnistenden Wildbienen, zum Beispiel einige der Mauerbienenarten, werden, wenn sie in der Nähe sind, die angebotenen Häuser finden, ihre Eigelege darin unterbringen und den Eingang des Schneckenhauses unter anderem mit Pflanzenbrei oder Sand verschließen.     

 

Zum Abschluss des Telefonates gibt Raabe gern Praxistipps. Sie rät den Naturinteressierten: „lassen Sie Pflanzenstängel über den Winter stehen! In ihnen überwintern nicht nur die Larven einiger Wildbienenarten, sondern auch Eier, Raupen und Puppen mancher Schmetterlingsarten.“ Samenstände sind für Vögel wichtige Nahrung in der kalten Jahreszeit. In Totholz tobt das Leben: neben Wildbienen legen auch Käfer und Wespen ihre Eier in abgestorbenes Holz. Auch Pilze finden hier einen geeigneten Lebensraum. Raabe dazu: „räumen Sie also nach Möglichkeit Totholz nicht weg, sondern überlassen Sie es den natürlichen Kreisläufen! Und, ganz wichtig: Verzichten Sie auf Gift jedweder Art!“

 

INFOBOX:

 

Ø  Blüten für das Beet

 

ü  Geflecktes Lungenkraut Pulmonaria officinalis rosa-violett März - Mai

 

ü  Gewöhnliche Nachtviole Hesperis matronalis violett April – Juli

 

ü  Akelei Aquilegia spec. diverse Mai – Juni

 

ü  Hauswurz Sempervivum spec. rosa, gelb Mai – Aug.

 

ü  Wilde Malve Malva sylvestris rosa Mai – Sept.

 

ü  Gewöhnlicher Natternkopf Echium vulgare blau Mai-Okt

 

ü  Fingerhut Digitalis spec. rot, gelb Juni – Aug.

 

ü  Scharfer Mauerpfeffer Sedum acre gelb Juni – Aug.

 

ü  Großblütige Königskerze Verbascum densiflorum gelb Juni – Sept.

 

ü  Rainfarn Tanacetum vulgare gelb Juni – Sept.

 

ü  Gewöhnliche Wegwarte Cichorium intybus blau Juni – Okt.

 

ü  Kornblume Centaurea cyanus blau Juni – Okt.

 

ü  Moschus-Malve Malva moschata rosa Juni – Okt.

 

ü  Gewöhnlicher Gilbweiderich Lysimachia vulgaris gelb Juli – Aug.

 

ü  Karde Dipsacus spec. weiß, violett Juli – Aug.

 

ü  Glockenblume (z.B. Rundblättrige Glockenblume) Campanula spec. blau, lila, weiß Juli – Sept.

 

ü  Fetthenne Sedum spec. rosa Sept. - Okt. verschiedene Distelarten (z.B. Kugeldisteln) violett, silber

 

Ø  Wildblumenwiesen

 

Es empfiehlt es sich, an einer sonnigen Stelle zunächst den Oberboden mitsamt der Grasnarbe zu entfernen. Um den darunter liegenden Boden auszumagern, ist eine Beimischung von Sand ratsam, denn je nährstoffärmer ein Boden ist, desto schwerer haben es Gräser und desto leichter können sich Wildblumen etablieren. Für die Aussaat sind viele Saatgutmischungen im Handel erhältlich, doch nicht alle sind auch auf den zweiten Blick geeignet. Die Wahl sollte möglichst auf Saatgut einheimischer Pflanzen aus regionaler Vermehrung fallen, da diese für unsere Insektenfauna am wertvollsten sind. Nach der Arbeit gleich zu Beginn entspannt sich aber das Wildblumenwiesenjahr: So eine wilde Wiese sollte nämlich nur ein bis zwei Mal pro Jahr gemäht (bzw. gesenst) werden. Das dabei entstehende Mähgut sollte von der Fläche entfernt werden. Wer keine große Fläche zur Verfügung hat, kann auch mal an kleinere wilde Elemente denken. Wie wär es mit einem Wildblumensaum entlang der Einfahrt?

 

 

Ø  Frühblüher

 

Bereits im zeitigen Frühjahr erwachen die überwinterten Hummel Königinnen. Nach der langen Winterruhe sind sie hungrig und müssen schnell Nahrung aufnehmen. Für sie sind die ersten Blüten im Jahr besonders wichtig.

 

ü  Krokus Crocus spec. diverse Feb. - März

 

ü  Winterling Eranthis hyemalis gelb Feb. - März

 

ü  Sibirischer Blaustern Scilla siberica blau März – April

 

ü  Traubenhyazinthen Muscari spec. blau-violett März – April

 

Ø  Gehölze

 

Blühende Gehölze bieten Wildbienen Nahrung auf hohem Niveau. Doch nicht alles, was Blüten hat, verspricht auch Nektar und Pollen. So bieten exotische Gehölze wie beispielweise die Forsythie (nicht nur) Wildbienen keine Nahrung. Stattdessen sollten lieber einheimische Gehölze gepflanzt werden.

 

ü  Weiden Salix spec. weiß Feb. – März

 

ü  Kornelkirsche Cornus mas gelb März – April

 

ü  Schlehe Prunus spinosa weiß März – April

 

ü  Obstbäume weiß, rosa April – Mai

 

ü  Beerensträucher weiß April – Aug.

 

ü  Weißdorn Crataegus spec. weiß Mai

 

ü  Berberitze Berberis vulgaris gelb Mai – Juni

 

ü  Wildrose Rosa spec. diverse Mai – Aug.

 

ü  Faulbaum Frangulus alnus weiß Mai – Sep.

 

 

 

Ø  Blühende Küchenkräuter

 

Auch wer im Garten lieber Nutzpflanzen hat, kann etwas für Wildbienen tun. Diese fliegen nämlich auch auf die Blüten von Küchenkräutern und Gemüse, wie Brokkoli oder Grünkohl. Dazu muss man natürlich nicht alle Pflanzen blühen lassen, auch ein Teil der Kräuter und Co, der zur Blüte kommt, erweitert das Nahrungsangebot für Bienen. Als Nebeneffekt bilden sich nach der Bestäubung Samen für die Aussaat im nächsten Jahr.

 

ü  Schnittlauch Allium schoenoprasum violett Mai – Juni

 

ü  Salbei Salvia spec. violett Mai – Juli

 

ü  Borretsch Borago officinalis blau Mai – Sept.

 

ü  (Zitronen-)Thymian Thymus spec. weiß, rosa Mai – Sept.

 

ü  Minze Mentha spec. weiß, rosa Juni – Sept.

 

ü  Lavendel Lavandula spec. violett Juli – Aug.

 

ü  Zitronenmelisse Melissa officinalis weiß Juli – Aug.

 

ü  Oregano Origanum vulgare rosa Juli – Sept.  

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NABU Niedersachsen  I  Regionalgeschäftsstelle Weserbergland

Leitung Britta Raabe - V.i.S.d.P.
Kerschensteiner Weg 3  I  31737 Rinteln  I  05751-5237

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NABU KV Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 09  8. März 2019

Termine / Umweltschutz

 

Spannende Exkursionen, aktiver Artenschutz und eine Filmvorführung
NABU Hildesheim bietet weitere Naturschutztermine für den März an

 Montag, 11. März, 19:00 Uhr: Eulen – Geschöpfe der Nacht

Eulen sind aufgrund ihrer nächtlichen Lebensweise geheimnisvolle und faszinierende Wesen. Über diese besondere Vogelart möchten Andreas Keller und Angelika Krueger von der Eulenschutz AG des NABU Hildesheim am 11. März ab 19:00 Uhr in Bild und Ton informieren. Dabei werden das Leben der bei uns beheimateten Eulen sowie der dringend notwendige Schutz ihrer Lebensräume im Vordergrund stehen. Veranstaltungsort ist das  NABU-Büro in der Dingworthstraße 38 in Hildesheim.

Donnerstag, 14. März 18 Uhr: Filmvorführung  „Bee Cool“ Bienen in Gefahr!

Bee cool und sag ja zu blühenden Feldrainen! Warum genau DIE so wichtig für Bienen und für Biodiversität sind, erklärt am 14. März ab 18:00 Uhr die Klasse 3a der Grundschule Moritzberg in ihrem Film „Bee Cool“. Gemeinsam mit dem NABU Hildesheim laden die Schülerinnen und Schüler Interessierte herzlich in die Welt der Bienen ein. Kommen Sie in den zweiten (Bienen-) Stock der Grundschule Moritzberg und lassen Sie sich überraschen!

Freitag, 15. März, 19:30 Uhr: „Exkursion ins Amphibien-Biotop Ochtersum“

Am 15. März ab 19:30 Uhr können Interessierte Amphibien bei der Balz beobachten! Der NABU Hildesheim veranstaltet gemeinsam mit dem Ornithologischen Verein Hildesheim eine Exkursion ins Amphibien Biotop Ochtersum.

Amphibienfreunde melden sich bitte bei Andreas Kentler unter 0173 - 8601792 oder aggi.galle@gmail.com für die Aktion an.

Samstag 16. März, 11 bis 14 Uhr: "Die frühe Pflanze fängt das Licht!"

Am 16. März zwischen 11:00 und 14:00 Uhr startet eine Aktion der NAJU Hildesheim für Kinder zwischen 5 und 12 Jahren. Manche Pflanzen können es gar nicht erwarten und fangen gleich nach dem Winter schon munter an zu sprießen. Unter Anleitung finden die Teilnehmer gemeinsam heraus, warum das passiert und suchen zudem unterwegs neben Bärlauch und anderen leckeren Kräutern vielleicht auch den ein oder anderen Geocache.

Interessierte Kinder sollten sich einen Mittagsimbiss mitbringen und feste Schuhe anziehen!

Eine Anmeldung ist erforderlich unter naju-hildesheim@web.de. Treffpunkt für die Aktion ist der Parkplatz am Trillke-Gut in der Steinbergstraße 42 in Hildesheim.

Montag 18. März, 19 Uhr: Insektenschwund nicht mehr zu verleugnen

Am Montag, den 18. März ab 19:00 Uhr zeigt Dieter Goy vom NABU-Hildesheim einen Bildvortrag zur aktuellen Insektensituation mit interessanten Hintergrundinformationen.

Veranstaltungsort für den Vortrag ist das NABU-Büro in der Dingworthstraße 38 in Hildesheim.

März/April: Amphibienschutz: "Hilf mit und bring die Kröten über die Straße"

Ab ca. Mitte März – je nach Witterung in der Dämmerung – sind Naturfreunde wieder herzlich willkommen, wandernden Amphibien zu helfen. Gruppen von NABU und NAJU unterstützen die Tiere zusammen mit interessierten Helfern, indem sie Schutzzäune errichten und wandernde Frösche, Kröten und Molche sammeln und erfassen.

Sammelstellen und jeweilige Ansprechpartner finden Amphibienfreunde hier:

L 466-Rühden/Lamspringe: Susanne und Thomas Engel, fozzybaerengel@aol.com und Ulrike und Andre von Raison, andre.von.raison@naju-lamspringe.de

L488-Lamspringe Westerberg/Ohlenburg: Andreas Kaether, andreas.kaether@naju-lamspringe.de und Franziska Wolter, wolter-franziska@web.de

Alfeld-Eimsen Anja Walter anja.walter@aol.de

Nordstemmen, unterhalb der Marienburg Ingrid Schneider schneider-ing@web.de

Derneburg – Am Hagen: Simone Flohr  Simone.Flohr@gmx.de

Hildesheim - Stadtgebiet: Barbara Schirmer barbara.schirmer@outlook.de und Andreas Kentler Telefon 0173 860 1792


NABU KV Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 08  8. März 2019

Naturschutzbund wirbt um Unterstützung

 

Natur-Unterstützer gesucht: der NABU Kreisverband Hildesheim will weiter wachsen

 

Studenten-Team wirbt in den nächsten Wochen um aktive Mitglieder und neue Förderer

 

Hildesheim - In den nächsten Wochen sucht der NABU Kreisverband Hildesheim neue Förderer für eine gute Sache – denn: „Naturschutz geht wirklich Jede/n etwas an“ erklärt Britta Raabe, die Leiterin der Regionalgeschäftsstelle Weserbergland. Daher werden junge Studenten in den nächsten Wochen an vielen Türen im Landkreis klingeln um den Einwohnern die Arbeit des NABU Hildesheim näher zu bringen und deren Aktivitäten und Aufgaben bekannter zu machen. Außerdem soll auf Projekte und Projektgebiete aufmerksam gemacht werden – und die aktiven Naturschützer vor Ort hoffen dabei auf viele neue Unterstützer und auch auf helfende Hände. „Der NABU Hildesheim wird weiter wachsen“ weiß Raabe aus vielen Telefonaten, die sie mit interessierten Bürgern aus der Region schon geführt hat, denn: „Naturschutz ist in allen Altersklassen ein Thema von steigender Bedeutung“. Sie rechnet mit wachsendem Zuspruch und ist sich sicher, dass auf diesem Wege viele Förderer gefunden werden können.

 

Der NABU Hildesheim ist seit vier Jahren sehr engagiert im Naturschutz:
•  und pflegt Biotope wie Streuobstwiesen, Feuchtbiotope, Anpflanzungen, Naturgärten usw. Er übernimmt auch Schutz- und Pflegeaufträge der Unteren Naturschutzbehörden.
•  die Durchführung von Artenschutzmaßnahmen für gefährdete Tier- und Pflanzenarten wird wahrgenommen. In diesem Zusammenhang beteiligen sich die Aktiven auch an überregionalen NABU-Projekten zur Erhaltung von Lebensräumen, wie z. B. dem Gelbbauchunkenprojekt, „Lebensraum Kirchturm“, „Schwalben willkommen“, „Fledermäuse willkommen“ oder „Gönn Dir Garten“. 
•  Praktischer Tierschutz, wie Anlage von Krötenzäunen, Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten wird groß geschrieben. Die neu gegründete  Eulen AG kümmert sich speziell um das Überleben der Schleiereulen, die Amphibien- und Reptilien AG um die Erhaltung von Laichgewässern.  8 (!) Arbeitsgruppen (AG) befassen sich mit speziellen Umweltaufgaben. 
• Die  Erarbeitung von Stellungnahmen zu umweltrelevanten Themen im Rahmen der Verbandsbeteiligung gehört zu den Aufgaben, die nach Möglichkeit mit anderen Naturschutzverbänden im Landkreis zusammen wahrgenommen wird. Mit dem amtlichen Naturschutz steht der NABU Hildesheim  wir im konstruktiven Dialog.
•  Im Landkreis werden 9 Naturschutzjugendgruppen (NAJU) ehrenamtlich unterhalten, die mit über 100 Kindern und Jugendlichen zu den stärksten NAJU-Gruppen eines Kreisverbandes in Niedersachsen gehören. Jugendliche für den Natur- und Umweltschutz zu begeistern, ist eine Investition in die Zukunft, denn:  „man kann nur schützen, was man kennt
Der NABU Hildesheim erarbeitet auch eigene regionale Projekte,  wie „Mauerseglerschutz“ und Fledermausschutz" und „Wildbienenschutz“ . Hierzu gibt es feste Vereinbarungen mir der Stadt Hildesheim, Sarstedt und verschiedenen Gemeinden.
•  Beteiligung am NABU-Projekt „Willkommen Wolf“. Dazu sind einige Mitglieder zu Wolfsbotschaftern ausgebildet worden. Durch Informationsveranstaltungen und Aktionen sollen Ängste in der Bevölkerung abgebaut und damit die Akzeptanz für den Wolf erhöhet werden.
•  Der NABU Hildesheim nimmt teil an landes- bzw. bundesweiten wissenschaftlichen Erhebungen wildlebender Tier- und Pflanzenarten. Dazu gehört auch die Beteiligung an den jährlichen Zählaktionen „Stunde der Wintervögel“,  „Stunde der Gartenvögel“ und „Stunde der Sommerinsekten“.
•  Betreuung, Schutz und Kartierung der Fledermäuse im Sommer- und Winterquartier durch die Fledermausbeauftragten und die Fledermausbotschafter in der AG.
•  Beratung von Haus- und Gartenbesitzern, z.B.  zu Themen wie Nisthilfen, Winterfütterung,
naturnahe Gärten. Dafür gibt es Patenschaften mit Naturgärten und eine eigene Naturgarten AG.
•  Durchführung von Kartierungen wildlebender Tier- und Pflanzenarten zur Feststellung aktueller Vorkommen, Bestände und deren Entwicklung. 
•  Vorträge, Exkursionen und Veranstaltungen zu Naturschutzthemen im Rahmen unseres Jahresprogramms. Gäste sind dem NABU Hildesheim stets willkommen.
•  Regelmäßige gesellige Veranstaltungen zur Förderung des Vereinslebens – und auch hier werden Gäste jederzeit gern willkommen geheißen.
•  Bereitstellung von Literatur zu nahezu allen umweltrelevanten Themen im NABU Büro in der Dingworthstraße, Hildesheim-Moritzberg.

 

Um die Aktiven des NABU zu unterstützen werden die freundlichen Werber zunächst in Hildesheim beginnen und anschließend den gesamten Landkreis besuchen. Sie können nicht verwechselt werden: in ihrer leuchtend blauen NABU-Kleidung, mit offiziellen Ausweisen und Informationsbroschüren des NABU ausgestattet werden sie sicherlich auf offene Ohren stoßen. Und: „wir dürfen selbstverständlich kein Bargeld annehmen“, betont Idris Al-Abyad, der das junge Team leitet und sich auf seine Arbeit in Hildesheim freut. „der NABU Hildesheim leistet seit vier Jahren hervorragende Naturschutzarbeit – allein das halbjährliche Programmheft mit über 40 Terminen zeugt vom unglaublich engagierten Einsatz der Ehrenamtlichen vor Ort! Und dann noch die vielen Naturschutzjugendgruppen – dieser Einsatz für die Jugendbildung sucht Seinesgleichen.“

 

Außerdem wünscht sich Raabe noch „viele neue, motivierte Mitglieder, die unsere Stimme stärken – ganz gleich, ob aktiv oder passiv“ und betont, das Naturschutz vor allem vom Mitmachen lebt. „Naturschutz kostet auch Geld, und unsere Aktivitäten benötigen dafür viele neue Unterstützer. Deshalb hoffen wir, dass zu den jetzigen Mitgliedern des NABU in der Region möglichst viele neue hinzukommen. Mit einer Mitgliedschaft stärken sie den Verband und geben dem NABU ihre Stimme. Ein Mitglied entscheidet über die Ausrichtung der Arbeit des NABU mit und kann im NABU Hildesheim aktiv werden“, so Raabe. Wer weitere Informationen wünscht, kann sich direkt an die Regionalgeschäftsstelle Weserbergland wenden: 05751-5237 oder per Mail unter britta.raabe@nabu-weserbergland.de


NABU KV Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 07  25. Februar 2019

Termine / Umweltschutz

 

Schleiereulen, Obstbäume, Eschen & Insekten

 

NABU Hildesheim bietet vier interessante Informations-Termine für die erste Märzhälfte an

 

Freitag, 1. März, 15 Uhr

Der Insektenschwund ist nicht mehr zu verleugnen

Am Freitag, den 01. März ab 15:00 Uhr ist der NABU zu Gast im Tierschutzverein Elze.
Dieter Goy zeigt dort einen Bildvortrag zur derzeitigen Insektensituation mit wichtigen Hintergrunddetails. Informationen zur Veranstaltung liefert Dieter Goy unter dieter.goy@diego-consing.eu

 

Samstag, 2. März, 10 - 16 Uhr

Arbeitseinsatz: Rettet die Eschenallee!

Noch vor der Brut- und Setzzeit lädt der NABU am 02. März zwischen 10:00 und 16:00 Uhr zur Mithilfe bei der Rettung der Eschenallee ein. Interessierte Helfer können dabei helfen, die Bäume im Bodenbereich freizuschneiden und am Baumkataster weiterzuarbeiten. Teilnehmer der Aktion sollten möglichst Handschuhe, Gartenschere und Freischneider als Werkzeuge mitbringen. Treffpunkt für die Aktion ist die Kulturherberge, Wernershöhe 2 in 31079 Wrisbergholzen.Fragen können vorab an: info@baumbotschafter.de gerichtet werden.

 

Samstag, 2. März, 10 - 16 Uhr

NABU Obstbaum-Schnittkurs in Holle/Sillium

Am Samstag, den 02. März zwischen 10:00 und 16:00 Uhr bietet der NABU einen Obstbaum-Schnittkurs in Holle/Sillium an.  Folgende Themenschwerpunkte sollen sowohl in Theorie als auch Praxis behandelt werden: Blick auf das Wesen des Obstbaumes, Gesetze des Wachstums, Kronenaufbau am jungen Baum und Erhaltungs- und Pflegeschnitt an älteren Bäumen. Dozent des Kurses ist Klaus Heisig, Gärtnermeister und Lehrer an der Freien Waldorfschule in Hildesheim.  Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, sollten sich Interessierte für den Kurs anmelden unter Simone Flohr 05062-8990602 oder per Mail unter simone.flohr@gmx.de.

Die Kurskosten betragen 15,00 € pro Person (Schüler und Studenten frei).

 

„Ein Herz für Eulen“

RollUp-Ausstellung „Schleiereulen“ in der Sparkasse Hildesheim, 1.-15. März

Um über ihr Projekt „Hilfe für unsere Schleiereulen“ zu informieren, findet in den Räumen der Sparkasse Hildesheim Finanz-zentrum Marktplatz, Rathausstraße 21 – 23, eine Ausstellung mit Postern zu dem Thema statt. Interessierte Besucher können sich über das Leben der Eulen und über Hilfsmaßnahmen zum Schutz der Eulen, die von NABU und OVH durchgeführt werden, informieren. Die Ausstellung, bei der auch ein spezieller Nistkasten für Eulen gezeigt wird, kann vom 1. bis 15 März besucht werden.


NABU KV Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 06  11. Februar 2019

Umwelt/Natur erleben
Erlebniswanderung durch den Steinberg
und Jahreshauptversammlung des NABU Kreisverbandes Hildesheim    

 

 

 

Samstag, 16. Februar, 15 Uhr

 

Erlebniswanderung durch den Steinberg

 

Eine spannende Exkursion über die wilden Tiere im Wald mit dem Jagd- und Wildexperten Henning Hoffmeister erwartet Interessierte am Samstag, den 16. Februar ab 15 Uhr auf dem Steinberg.

 

Die Erlebniswanderung dauert ca. 2 Stunden.

 

Der Treffpunkt für den Start ist der Parkplatz der Gaststätte Kupferschmiede am Steinberg 6 in Hildesheim. Die Kosten pro Person belaufen sich auf 3 €, für Kinder ist die Veranstaltung frei.

 

 

 

Donnerstag, 28. Februar, 19 Uhr

 

Jahreshauptversammlung des NABU-Kreisverbandes Hildesheim e.V.

 

Am 28. Februar um 19 Uhr findet die Jahreshauptversammlung des NABU-Kreisverbandes Hildesheim e.V. statt.

 

Im öffentlichen Teil der Veranstaltung wird es einen Bildvortrag „Feldlerche“ geben.

 

Mit der Wahl der Feldlerche zum Vogel des Jahres 2019 wollen NABU und LBV auf einen früher in Feld und Flur häufig anzutreffenden Sommervogel  aufmerksam machen. Heute ist sein Tirilieren beim Steigflug nur noch selten zu hören. Das „Warum“, sowie viele weitere Informationen erfahren Naturinteressierte an diesem Abend von Dieter Goy. Der Ort der Versammlung ist das Hotel „Zum Osterberg“ am Linnenkamp 4 in Hildesheim. Der Eintritt ist frei.


NABU KV Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 05  29. Januar 2019

Umwelt/Natur erleben
Waldkauz- und Fledermausquartiere, Obstbaumschnitt und netter NABU-Stammtisch
drei Auftakttermine des NABU Hildesheim im Februar    

 

Samstag, 9. Februar ab 11 Uhr

Aktionstag mit Baumbotschaftern und NABU-Team

Am Samstag, den 9. Februar ab 11 Uhr findet ein Aktionstag im Karthauswald Röderhof mit  Baumbotschaftern und NABU Team statt.

Es soll nachgeschaut werden, ob und wie Nistkästen belegt wurden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei denen, die neu angebracht wurden. Gibt es Hinweise, dass die Waldkauzkästen oder der winterfeste Fledermauskasten bereits angenommen wurden?

Interessierte Gäste, die mit anfassen möchten sind herzlich willkommen. Bei Kaffee und Kuchen im Anschluss an die Aktion werden die Ergebnisse ausgetauscht und aufgezeichnet.

Eine Anmeldung sollte im Vorfeld bei Dieter Goy unter 0171 7849229 oder dieter.goy@diego-consing.eu erfolgen.

 

Samstag, 9. Februar ab 9:30 Uhr

Kursangebot Obstbaum-Schnittkurs

am Samstag, den 9. Februar ab 9:30 Uhr findet ein Kursangebot zum Thema Obstbaumpflege statt. Klaus Heisig, Baumschulmeister und Gartenbaulehrer an der Freien Waldorf Schule Hildesheim ermöglicht einen fachmännischen Blick auf das Wesen des Obstbaumes, Wachstumsgesetze,  Kronenaufbau am jungen Baum sowie Erhaltungs- und Pflegeschnitt an älteren Bäumen. Im Anschluss geht es in die Praxis auf der Streuobstwiese.

Teilnehmer zahlen einen Kursbeitrag von 15,- €, für Schüler und Studierende ist das Angebot frei.

Arbeitsorte sind der Gartenbauraum der Freien Waldorfschule – Eingang Albrecht-Haushofer-Straße 1/Ecke Triftstraße – sowie die Streuobstwiese am „Trillkegut“ in der Steinbergstraße 42.

Interessierte sollten, wenn möglich, Baumsäge, Gartenschere und gerne auch eine Leiter mitbringen. Anmeldung über heisig5@gmx.de

 

Mittwoch, 13. Februar, 19 Uhr

NABU-Stammtisch für jedermann

Am 13. Februar ab 19 Uhr findet die regelmäßige gemütliche Gesprächsrunde für alle Naturinteressierten im NABU-Büro in der Dingworthstraße 38 in Hildesheim statt.

Dieses Mal richtet sich die Einladung besonders an Interessierte, die sich in der anstehenden Saison beim Amphibienschutz engagieren und „vor und hinter dem Amphibienzaun“ helfen wollen. Susanne und Thomas Engel führen uns unter diesem Thema in die Materie ein.


NABU KV Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 04  25. Januar 2019

Umwelt / Aktivengruppe
die neue Arbeitsgruppe des NABU Kreisverbandes Hildesheim startet durch
„AG klarschiff“ räumt auf, informiert, initiiert / Wer macht mit?

Zwei Studierende der HAWK Hildesheim haben sich im Zuge der Gründung der Arbeitsgruppe „klarschiff“ zum Thema Müllvermeidung dem NABU Hildesheim angeschlossen.

Florentine Adam (21) und Daniel Wappler (24) beschäftigen sich seit einer Weile mit der Verschmutzung von der Natur und öffentlichen Räumen. Nun haben sich die beiden zum Ziel gesetzt, in ihrer neuen Umgebung etwas dagegen zu tun.
Ziel der Arbeitsgruppe ist es, sowohl regelmäßige Aufräumaktionen durchzuführen, als auch über das Thema Müll zu informieren.
Am 12.01.2019 hat bereits der erste Probelauf einer Aufräumaktion mit fünf Teilnehmern stattgefunden. Diese führte um den Hohnsensee herum und an der Innersten entlang. Dabei wurden insgesamt knapp 500 Liter Müll gesammelt, die mit der Unterstützung der ZAH Hildesheim fachgerecht entsorgt wurden. Darüber hinaus konnten wichtige Schlüsse gezogen und Erkenntnisse für weitere Aktionen gewonnen werden.

Diese sollen in naher Zukunft stattfinden. Unterstützer sind herzlich willkommen.

Foto NABU Dieter Goy
Foto NABU Dieter Goy

NABU KV Hildesheim-OVH | Pressemitteilung Nr. 03  22. Januar 2019

Hilfe für die Schleiereule – Ein gemeinsames Projekt des OVH und des NABU

 

Ein neues Jahr hat begonnen. Dass es ein gutes Jahr für die Schleiereulen in unserer Region wird, hoffen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Eulenschutz des NABU Hildesheim und der Ornithologischen Arbeitsgruppe des OVH. In einem gemeinsamen Projekt möchten die Naturschützer  den Schleiereulen im Landkreis Hildesheim, deren Bestände besorgniserregend rückläufig sind, helfen, indem sie für Brutkästen für die Eulen an geeigneten Standorten sorgen. Dazu bitten sie um die Hilfe der Öffentlichkeit.

 

Schleiereulen mit dem herzförmigen Gesichtsschleier sind echte Kulturfolger. Als ursprünglicher Bewohner der Felsen nistet die Eule heute als stiller Gast in Dörfern und an Stadträndern. Ihre bevorzugten Brutplätze sind in Scheunen, Ställen, auf Dachböden, aber auch in Kirchtürmen zu finden. Ihre Hauptnahrung sind Mäuse, die es in ihren Jagdrevieren an Waldrändern, auf Wiesen und Weiden und im Brachland zahlreich gibt.

 

Da sich in den 80er Jahren ein deutlicher Rückgang der Schleiereulen-Population abzeichnete, haben Mitglieder des OVH Nistkästen auf Bauernhöfen und in Kirchen eingebaut und den Eulennachwuchs beringt, um einen besseren Überblick über die Population zu bekommen. In dieser Zeit wurden über 700 Jungeulen vorwiegend in den Dörfern der Börde erfasst. Diese Aktion endete im Jahr 2000. Im Rahmen des gemeinsamen Projekts des NABU und OVH sollen diese Artenschutzmaßnahmen fortgesetzt werden, indem die vorhandenen Nistkästen kontrolliert, gegebenenfalls gereinigt bzw. in Stand setzt und an geeigneten Plätzen neue Kästen installiert werden. Ein solcher Nistkasten ist für die kleinen Eulen als Schutz vor Mardern und Waschbären dringend erforderlich.

 

In den letzten Jahren wurden in den benachbarten Landkreisen von den Eulen-Gruppen des NABU immer weniger Bruterfolge dieser faszinierenden Eulen registriert. Im Raum Sehnde/Pattensen beispielsweise wurden 2018 nur 8 Bruten mit 24 Jungen im Vergleich zu 2017 mit 19 Bruten und 81 Jungen nachgewiesen. Im Kreis Peine waren es 2017 29 Bruten mit 98 Jungvögeln, 2018 nur noch 11 Bruten mit 47 Jungvögeln. Auch in den anderen Regionen sind die Bestände stark rückläufig. Aktuelle Zahlen über die Schleiereulenpopulation im Landkreis Hildesheim liegen nicht vor. Wenn man davon ausgeht, dass das erste Lebensjahr nur etwa 30 Prozent der Jungeulen überleben, wird klar, dass die Schleiereule bald in der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten zu finden sein wird.

 

Der Bestand der Schleiereulen war durch die harten Winter bis Mitte der 80er Jahre stark zurückgegangen. Danach erholten sich die Bestände wieder, erreichten jedoch nicht mehr das frühere Niveau. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Die Öffnungen in den Scheunen und Ställen wurden bei Bausanierungen geschlossen. Kirchtürme wurden als Abwehrmaßnahmen gegen Tauben zugemacht, sodass die Eulen keine Brutmöglichkeiten mehr finden. Der wichtigste Faktor ist der Verlust an Grünland in und um die Dörfer. Die Besiedelung hat vielerorts zugenommen, sodass die Eulen, die früher in der Ortsmitte gebrütet haben, weiter fliegen müssen um Nahrung zu finden. Vor Jahrzehnten gab es stellenweise so viele Mäuse in den Scheunen, dass die Eulen einen Großteil der Nahrung dort gefunden haben. Zudem stellt der Straßen- und Schienenverkehr eine beträchtliche Gefahr dar. Zahllose Eulen kommen durch Kollisionen mit Kraftfahrzeugen zu Tode. In der Brutzeit bedeutet der Tod der Elterntiere zugleich das Ende der Brut und den Tod der Jungvögel.

 

Um den Bestand der Schleiereulen in unserem Landkreis zu sichern, bittet die Arbeitsgruppe vom OVH und NABU die Öffentlichkeit um Mithilfe. Sichtbeobachtungen von Schleiereulen, innerhalb und außerhalb von Ortschaften, sind für uns interessant. Auch Meldungen von Totfunden an Straßen sind wichtige Indizien. Schleiereulen erkennt man an ihrer sehr hellen Unterseite und ihrem herzförmigen Gesicht mit den dunklen Augen. Sie haben relativ lange Beine und zeichnen sich durch ihre schrillen oder zischenden Rufe aus. Ihr Flug ist langsam und elegant.

 

Vielleicht wurde bei Ihnen ein Nistkasten für Eulen eingebaut, der von Eulen oder anderen Vögeln benutzt wird. Auch diese Informationen sind für uns sehr hilfreich. Bitte schreiben Sie uns an schleiereule@ovh-online.de (Geben Sie bitte Ihren Namen, E-Mail oder Telefonnummer, Adresse, genaue Fundstelle und das Datum an.) oder rufen Sie uns an unter 0160 6921435 (Angelika Krueger). Die Meldungen werden in einer Datenbank, auch für zukünftige Auswertungen, gespeichert.

 

Bitte helfen Sie uns. Wir freuen uns auf Ihre Mitteilungen!


NABU Kreisverband Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 02  15. Januar 2019

NABU Kreisverband Hildesheim lädt ein

 

Geselliges Beisammensein und Austausch beim Neujahrstreffen  / Treff der Naturgarten AG


Samstag, 19. Januar, ab 18 Uhr Neujahrsempfang des NABU-Hildesheim im und am NABU-Büro.

Am Samstag, den 19. Januar ab 18 Uhr freut sich der NABU Hildesheim bei Glühwein und kleinen Snacks auf viele Gäste!  Veranstaltungsort ist das NABU-Büro in der Dingworthstraße 38 in Hildesheim.

 

Montag, 21. Januar, 19 Uhr  Auftakttreffen der Naturgarten AG – NABU Gemeinschaftsprojekt

Am Montag, den 21. Januar ab 19 Uhr sind alle eingeladen, die sich für das Thema Naturgarten interessieren. Haben Sie einen eigenen Garten und wünschen sich weitere Informationen über naturnahes Gärtnern? Dann sind Sie herzlich Willkommen! Sie haben keinen Garten und würden sich gern in einem NABU-Gemeinschaftsprojekt einbringen? Wunderbar, wir besprechen unsere Gartenplanung 2019! Wir freuen uns auf einen Austausch von Interessen und Erfahrungen, Wünschen und Ideen und wollen gemeinsam Projekte und Aktionen für das Jahr planen. Gäste sind herzlich willkommen im NABU-Büro in der Dingworthstraße 38 in Hildesheim.


NABU Kreisverband Hildesheim | Pressemitteilung Nr. 01   4. Januar 2019

Neues NABU-Programm von Januar bis Juni 2019!

Unser neues Veranstaltungsprogramm für die 1. Jahreshälfte 2019 liegt vor.  Interessierte können sich die Broschüre entweder in der Dingworthstraße 38 in Hildesheim im NABU-Büro abholen oder bei www.nabu-hildesheim.de downloaden.

Angeboten werden ca. 40 spannende und informative Veranstaltungen für Naturfreunde und Liebhaber der heimischen Artenvielfalt. Es richtet sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene und grundsätzlich an alle Interessierten.

Bereits am kommenden Sonntag, 6.1.2019, beteiligen wir uns öffentlich an der bundesweiten Aktion „Stunde der Wintervögel“. Dazu treffen wir uns um 10 Uhr mitten  im Hildesheimer Magdalenengarten –Eingang Wohl oder Klosterstraße- und beobachten und zählen unsere gefiederten Wintergäste und Stammbewohner. Für Anleitung und Aufzeichnungsunterlagen wird gesorgt. Auch Nichtmitglieder sind hoch willkommen, der Eintritt ist frei.