Rettung der Mauersegler im Stadtgebiet Hildesheim

1000 Mauersegler-Nistkästen an Hildesheimer Gebäuden

Mauersegler schützen bei Neubau und Sanierungen!

Mauersegler leben in den Städten, bauen ihre Nester, ziehen ihre Jungen groß. Doch in den letzten Jahren werden ihre Rückzugsorte immer weniger. Wenn Häuser saniert werden, hält die Wärmedämmung die Gebäude zwar warm, gleichzeitig schließt sie aber die Lücken und Nischen, in denen die Vögel ihre Nester bauen können. Und auch Neubauten sind von vorneherein so geplant, dass die Tiere keine Schlupflöcher finden. 
Genau das brauchen unsere gefiederten Freunde aber, um in nur 2 Monaten ein bis zwei Junge groß zu ziehen. Ursprünglich fanden sie in Baumhöhlen Platz, später wechselten sie dann aber zu hohen Felssteilwänden. Hohe Gebäude mit Platz unter den Dächern und ein gutes Nahrungsangebot an Insekten lockte sie in die wachsenden Städte, wo sie seit Menschengedenken zu Haus sind. Nur hier bei uns wird gebrütet und für Nachwuchs gesorgt. Nehmen wir ihnen die Nester, werden wir sie verlieren.
Der NABU Hildesheim möchte Mauerseglern ihren Lebensraum erhalten und hat ein großes Projekt gestartet, das von der Stadtverwaltung und drei großen Baugesellschaften anerkannt wird: 1000 Nistkästen möchten die Ehrenamtlichen in den nächsten fünf Jahren im Stadtgebiet einrichten. An jedem Gebäude, bei dem ein Brutplatz durch Sanierungsmaßnahmen wegfällt, soll ein Nistkasten ihn ersetzen. Bei Neubauten und ausgewählten weiteren Häusern sollen nach Möglichkeit zusätzliche Nistgelegenheiten angebracht werden.
Ein Fachmann montiert unsere Mauersegler-Nistkästen per Hebebühne, Foto: Dieter Goy
Ein Fachmann montiert unsere Mauersegler-Nistkästen per Hebebühne, Foto: Dieter Goy

 Auch wenn das Vorhaben unterstützt wird, fehlt dem gemeinnützigen Verein das Geld, um die Kästen herstellen zu lassen. Dafür möchte der NABU soziale Einrichtungen wie die Lebenshilfe, Arbeit und dritte Welt oder den Arbeiter-Samariter-Bund beauftragen. Zwar übernehmen die Bauträger 60 Prozent der anfallenden Kosten, der NABU mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern benötigt aber Hilfe, die weiteren 40 Prozent zu finanzieren. Dazu kommen die Kosten für einen Hubwagen und Handwerker, die die Kästen an den Häusern in luftiger Höhe montieren können.

Das Projekt soll laut Ratsbeschluss an öffentlichen Gebäuden, z.B. Schulen, beginnen. Auch die großen Hildesheimer Bau- und Wohnungsgesellschaften werden einbezogen, wenn es um Sanierung und Neubau der vorhandenen Gebäude geht. Außerdem informiert der NABU private Hausbesitzer und versucht, sie zum Mitmachen zu bewegen.

Unsere Projektbetreuer:

Dieter Goy
Tel.: 0171/7849229
dieter.goy@diego-consing.eu

 

Naturschutz kostet Geld. - Wenn Sie unser Projekt finanziell unterstützen wollen, können Sie das hier tun:

Ein paar Impressionen unserer letzten Aktionen:

Ein Naturschauspiel, das wir so auch in Hildesheim gerne wieder öfter sehen würden:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Rd3NlfbA7yQ