AG Amphibien- und Reptilienschutz

Gelbbauchunke (Bombina variegata), Foto: NABU / Uwe Schmidt
Gelbbauchunke (Bombina variegata), Foto: NABU / Uwe Schmidt

Am 08.02.2017 haben wir eine Arbeitsgruppe Amphibien- und Reptilienschutz gegründet. Es trafen sich Vertreter der bestehenden Gruppen der NABU- Regionen Hildesheim und Braunschweig. Anwesend waren auch Vertreter der Naturschutzbehörde Hildesheim, die selbst umfangreiche Amphibienschutzmaßnahmen durchführen und über Erfahrungen und mögliche Hilfeleistungen berichteten. Unser Ziel ist es Erfahrungen und Kenntnisse zu bündeln und uns gegenseitig zu unterstützen. Gleichzeitig wollen wir uns mit anderen Naturschutzverbänden, wie z. B. dem BUND, austauschen. Ursachen für die Gefährdung der Amphibien sind z.B. die Zerstörung der Lebensräume durch Pestizide und durch den hohen Straßenverkehr. Untersuchungen zeigen, dass eine hohe Anzahl von wandernden Amphibien überfahren wird. Vernetzungskorridore sollen dazu beitragen das Wissen über geeignete Schutzmaßnahmen für Amphibien und Reptilien zu verbreiten und damit die Situation der Tiere zu verbessern.

Wir als Arbeitsgruppe Amphibien- und Reptilienschutz betreuen insbesondere die jährliche Wanderung zu den Laichgewässern im Frühjahr und zurück im Herbst. Dazu gehört der Aufbau und die stetige Funktionskontrolle der Schutzzäune, das Einsammeln der Kröten entlang des Schutzzauns und die Erfassung der Tiere mittels Reporting auf der NABU-Seite (https://www.nabu-hildesheim.de/arbeitsgruppen/arbeitsgruppe-amphibien-und-reptilienschutz/kr%C3%B6tenwanderung/). Die Aufgaben sind vielfältig - helfende Hände, sehr gerne Eltern mit ihren Kindern, sind immer willkommen!

 

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Ihre Ansprechpartnerin:

 

Aggi Galle

Telefon: 0172 802 1065 

E-Mail: Aggi.galle@gmail.com

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Pressemitteilung zum EU-LIFE-Projekt BOVAR

Nachzuchtstation für Gelbbauchunken fertiggestellt

 

Im EU-LIFE-Projekt BOVAR konnte am Standort Hildesheim mit der Eröffnung der Nachzuchtstation für Gelbbauchunken ein wichtiger Meilenstein erreicht werden.

Am Mittwoch, den 22.07.2020 wurde die Gelbbauchunken-Nachzuchtstation in kleinem Rahmen eingeweiht. Zukünftig sollen in Hildesheim jährlich rund 1.000 Gelbbauchunken aufgezogen werden, um den Bestand der vom Aussterben bedrohten Art in dieser Projektregion zu stärken. Zu einem späteren Zeitpunkt soll auch die bedrohte Geburtshelferkröte nachgezüchtet werden.

 

“Wir freuen uns, dass es neben der Nachzuchtstation in Rinteln nun auch eine Erhaltungszucht in Hildesheim für die hier vorgesehene Bestandsstützung und Wiederansiedlung gibt. In Kombination mit der Wiederherstellung geeigneter Lebensräume spielen Nachzuchten für das Populationsmanagement eine wichtige Rolle, da bei der ex-situ Haltung Laich und Kaulquappen unter kontrollierten Bedingungen zur Entwicklung kommen. Dadurch werden Verluste etwa durch Austrocknung oder Prädation vermieden” erklärt Projektleiterin Dr. Nadjafzadeh. 

 

Auf dem Gelände des Schulbiologiezentrums Hildesheim wurde dazu eine Holzhütte umgebaut und an die Ansprüche der Gelbbauchunken angepasst. Neben Plastikwannen, Aqua-Terrarien und vielen Schläuchen ist ein ausklappbarer Balkon, auf dem die mit Rollen ausgestatteten Zuchtbecken bei schönem Wetter geschoben werden können, das Highlight. “Im Freien entwickeln sich die Tiere noch mal besser, als unter den ohnehin schon guten Bedingungen der Nachzuchtstation”, sagt Projektmitarbeiter Christoph Petersen. Petersen sagt weiter “Außerdem ist es so möglich, unseren Besuchern die vom Aussterben bedrohte und seltene Gelbbauchunke näher zu bringen”

 

Neben der Funktion als Nachzuchtstation ist das Gebäude auch schon fest in die Umweltbildung eingeplant. Das Schulbiologiezentrum ist anerkannter außerschulischer Lernort, unter normalen Bedingungen sind jeden Tag Schulklassen auf dem Gelände. Kinder können zukünftig einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich so mit praktischem Naturschutz und insbesondere der Bedrohung vieler Amphibienarten vertraut machen. Wenn kein Projektmitarbeiter anwesend ist, bietet außerdem ein Fenster ins Gebäudeinnere die Möglichkeit, zu jeder Zeit Gelbbauchunken zu beobachten. 

 

Auch Fortbildungen für Lehrkräfte werden zukünftig in dem Gebäude stattfinden und bieten so die Möglichkeit, Amphibienschutz anschaulich zu vermitteln. 

 

“Für uns in Hildesheim ist die Fertigstellung der Nachzuchtstation ein wichtiger Meilenstein. Neben der Umweltbildung können wir jetzt auch bei der Erhaltungszucht richtig durchstarten und in der Zukunft wollen wir die Station auch noch in einen Amphibien-Entdeckerpfad einbauen”, zeigt sich Friedrich Wilhelm Krüger, 1. Vorsitzender des Trägervereins Biologischer Schulgarten e. V., begeistert. 

 

Projekthintergrund 

 

Der NABU Niedersachsen widmet sich – gemeinsam mit seinen Projekt- und Kooperationspartnern – in dem Projekt LIFE BOVAR dem Management der Gelbbauchunke und anderer gefährdeter Amphibienarten sowie der gezielten Entwicklung dynamischer Lebensräume für den Artenschutz. Wichtigste Ziele des Projektes sind die Umsetzung von praktischen Artenschutzmaßnahmen für gefährdete Amphibienarten, die Wiederherstellung und Optimierung günstiger Lebensraumbedingungen und die Stärkung des Biotopverbundes durch Trittsteine und teilweise Wiederansiedlung, um isolierte Populationen miteinander zu vernetzen. Dabei sollen die Zielarten Gelbbauchunke, Geburtshelferkröte, Kreuzkröte und Kammmolch profitieren. Außerdem soll ein Beitrag zur Wiederherstellung des ursprünglichen Verbreitungsgebietes der Arten geleistet werden. Zusammen mit den Projektpartnern aus den Niederlanden (Stichting IKL), dem Schulbiologiezentrum Hildesheim, der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz aus Soest, der NABU-Naturschutzstation Aachen sowie den Ländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen werden über einen Zeitraum von acht Jahren Projektaktionen und Artenschutzmaßnahmen durchgeführt, die einen Beitrag zur biologischen Vielfalt leisten sollen. Wie für LIFE-Projekte üblich, sollen dabei Instrumente für die langfristige Sicherung und Pflege der Lebensräume entwickelt werden. Um das Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken, werden auch Aktionen und Informationsveranstaltungen durchgeführt. EU-Kommission, Projektpartner, Projektförderer und Unterstützer haben das Projekt mit einem Gesamtvolumen von gut 4,6 Millionen Euro ermöglicht. 

 

Projektförderer

 

Das LIFE-Projekt „Management der Gelbbauchunke und anderer Amphibienarten dynamischer Lebensräume“ – kurz: „LIFE BOVAR“ – ist ein Förderprojekt der Europäischen Union (EU) und wird hier mit Mitteln aus dem EU-Umweltprogramm – Schwerpunkt Natur und Biodiversität – gefördert. Ferner unterstützen das Land Niedersachsen und der NLWKN mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU), das Land Nordrhein-Westfalen mit Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV), die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, die Niedersächsischen Landesforsten, der Kreis Minden-Lübbecke, die Landkreise Goslar, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden, Schaumburg, die Region Hannover, die Städte Hannover und Hildesheim, der NABU-Landesverband Nordrhein-Westfalen, der NABU-Kreisverband Minden-Lübbecke und die Firma Saint Gobain Formula GmbH das Projekt.  

 

Informationen im Internet unter:

 

www.life-bovar.com

www.nabu-niedersachsen.de/bovar

www.schulbiologiezentrum.de

 

 


Aktuelles:

Es läuft wieder rund beim Krötenschutz 2020!


Hier die Sammelstellen und die jeweiligen Ansprechpartner:

 

L 466-Rhüden/Lamspringe: Susanne und Thomas Engel, fozzybaerengel@aol.com und Ulrike und Andre von Raison, andre.von.raison@naju-lamspringe.de

 

L488-Lamspringe Westerberg/Ohlenburg: Andreas Kaether, andreas.kaether@naju-lamspringe.de und Franziska Wolter, wolter-franziska@web.de

 

Alfeld-Eimsen Anja Walter anja.walter@aol.de

 

Nordstemmen, unterhalb der Marienburg Ingrid Schneider schneider-ing@web.de

 

Derneburg – Am Hagen: Simone Flohr, Simone.Flohr@gmx.de

 

Hildesheim - Stadtgebiet: Untere Naturschutzbehörde Stadt Hildesheim, umwelt@stadt-hildesheim.de.

Bei Fragen wenden Sie sich an Aggi Galle, telefonisch unter 0172 / 8021065 oder per E-Mail:


Bilderbogen


Liebe Amphibienschützer/-innen,

Unser Auftakt Treffen am  Mittwoch, dem 13.02.2019 im NABU Büro fand großes Interesse! 21 Teilnehmer - der jüngste war 11 Jahre alt- fanden gerade noch PLatz und erlebten einen regen Informationasaustausch. Die Planung für die in Kürze beginnende Wanderungssaison der Erdkröten zu den Laichgewässern konnte erfolgreich eingeleitet werden -dank hochmotivierter Helferbereitschaft.  Mehr darüber im folgenden Protokoll von Aggi zum Download.
Dank an Alle!
Andreas und Dieter
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Amph AG Protokoll Treffen vom 13.02.2019
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Sicherheit beim Krötentragen final.pdf
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Amphibien-Bestimmung-komprimiert.pdf
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Molche-Bestimmung.pdf
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Weitere Termine unserer AG sind:

 

Siehe NABU Hi Programm


Die Zauneidechse - Lurch/Reptil des Jahres 2020

Foto: Männliche_Zauneidechse_20170218_NABU_Kathy_Büscher
Foto: Männliche_Zauneidechse_20170218_NABU_Kathy_Büscher

Eindrücke unserer "Suche nach dem Feuersalamander"

Video: Aggi Galle


Exkursion ins Amphibien-Biotop in Ochtersum am 16.03.2018

Trotz der winterlichen Temperaturen hatten wir am vergangenen Freitag eine spannende Exkursion ins Amphibienbiotop unter der Leitung von Andreas Kentler ...

Video: Aggi Galle


Amphibien-Posterausstellung im Foyer des Kreishauses in Hildesheim März 2018

Video: Aggi Galle


Rufende Teichfrösche zur Paarungszeit, Video: Aggi Galle


Erfahrungsaustausch Amphibien und Reptilienschutz AG

Mittwoch, den 10. Mai 2017 um 19:00 Uhr

in der Bürgermeisterkapelle in Hildesheim

Foto Dieter Goy
Foto Dieter Goy

Einladung der NAJU Lamspringe  Freitag den 12. Mai 2017 ab 17.00 Uhr

am "Schwarzen Holz" zum Abschluss der Krötenhilfe aktion

Foto Andreas Kaether
Foto Andreas Kaether

Die Sarstedter NAJU "Die Blindschleichen" zu Gast in Ochtersum!

Auf spezieller Einladung von Andreas Kentler, Chef des Lurch-Schutzzentrums in Hildesheim-Ochtersum und am Gallberg, besuchte die NAJU-Gruppe „Sarstedter Blindschleichen“ am 28.04.2017 das Biotop Ochtersum. Die besondere Einladung erfolgte deshalb, weil die Blindschleiche das Reptil des Jahres 2017 ist! Mit speziellen Fanggeräten wurden Lurche und Blindschleichen gesucht. Leider hielten sich die Blindschleichen, trotz vorsichtiger Suche im Totholz oder unter extra ausgebrachten Matten, versteckt. Dafür gab es Berg-, Teich- und Kammmolche zu begutachten. Eine von Andreas Kentler entdeckte Gelbbauchunke entwischte aber ebenfalls.  Des Weiteren entdeckten die „Blindschleichen“ ein totes Gefieder eines Mäusebussards und eines Turmfalken, dessen schöne Federn alle bewunderten. Hoch oben über uns zog ein Mäusebussard und eine Krähe, die sich bereit für einen Luftkampf zeigten.

In der Pflanzenwelt des Biotops entdeckte und bestimmte die Gruppe Schlüsselblumen, Sumpfdotterblumen und Günsel.  Andreas Kentler lobte die „Blindschleichen“ als sehr aufmerksame und gut informierte Gruppe und versprach, sie gerne noch einmal einzuladen.

 

Fotos von meinem Handy anbei!

Mit besten Grüßen Aggi Galle

Weitere Fotos hier


Alles zum Krötenschutz HIER

Hier  Wissenswertes zum Thema. - Danke, Aggi!

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Amphibienkartierung.pdf
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