Arbeitsgruppe Eulen

Schleiereule, Foto: LubosHouska, Lizenz: CC0 Creative Commons
Schleiereule, Foto: LubosHouska, Lizenz: CC0 Creative Commons

Ihre Ansprechpartnerin:

Angelika Krueger

angelika.kru[a]arcor.de

Tel. 0160 6921435

 

EULEN-NOTRUF:  0160 6921435

Rufen Sie uns an, wenn Sie eine verletzte und / oder flugunfähige Eule gefunden haben. 

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Weitere Notfalladressen mit tierärztlicher Betreuung finden Sie hier:
Notfalladressen für verletzte Eulen.pdf
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Hinweise auf Eulen-Veranstaltungen

Treffen der AG Eulenschutz

Das nächste Treffen der AG-Eulenschutz findet am Montag, dem 12. Oktober um 19 Uhr statt. Der Ort wird noch bekannt gegeben.

NABU-Stammtisch: "Wie können Landwirte den Eulenschützern helfen?"

Am Mittwoch, dem 14. Oktober, findet um 19 Uhr der NABU-Stammtisch für alle Naturinteressierten, auch für Nichtmitglieder, mit dem Thema „Wie können die Landwirte den Eulenschützern helfen?“ statt.

Die Veranstaltung findet in Hasede bei der Firma Stöcklein GmbH statt, Anschrift: Ladebleek 12, 31180 Giesen OT Hasede.

Wegen der Corona-Bestimmungen ist für beide Veranstaltungen eine Anmeldung entweder per Mail an angelika.kru[at]arcor.de oder telefonisch unter 0160 – 6921435 erforderlich.


Unsere Treffen finden jeweils am zweiten Montag im Monat statt, immer um 19.00 Uhr im NABU-Büro in der Dingworthstraße 38 in Hildesheim. 

 

Aufgrund der Corona-Pandemie ist für die Teilnahme an unseren Treffen eine Anmeldung erforderlich, entweder per E-Mail an angelika.kru@arcor.de oder ruft einfach an: 0160 6921435.

 

Im zweiten Halbjahr 2020 treffen wir uns an folgenden Montagen:

 

am 13. Juli,

am 10. August,

am Freitag, 18. September mit dem Vortrag „Schleiereulen im Landkreis Hildesheim“ im Gemeinschaftshaus der Stadt Hildesheim in der Steingrube 19A,

am 12. Oktober,

am Mittwoch, 14.Oktober wird bei dem Stammtisch über das Thema „Wie können die Landwirte den Eulenschützern helfen?“ gesprochen,

am 09. November,

am 14. Dezember.

 

Gäste sind herzlich willkommen!  


Die AG Eulenschutz hat sich folgende Aufgaben gestellt:

(genaueres dazu in der PDF-Datei unten)

  • Wir setzen uns für den Schutz und Erhalt der Schleiereulen in unserer Region ein. Dabei geht es um die Erfassung von Schleiereulenvorkommen und die Installation und die Instandhaltung von Nistkästen in Scheunen, Kirchen und anderen geeigneten Gebäuden. Wo und in welchen Gebäuden der Einbau eines Schleiereulenkastens sinnvoll ist, kann aus der PDF-Datei  „Standort und Einbau von SE-Kästen“ entnommen werden. Bei diesem Projekt arbeiten wir mit dem Ornithologischen Verein zu Hildesheim (OVH) zusammen.
  • Gemeinsam mit der BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft) Eulenschutz des NABU Niedersachsen setzen wir uns dafür ein, dass das Verbreitungsgebiet der Steinkäuze in Niedersachsen vergrößert wird.
  • Die Beobachtung, Registrierung und Erfassung der Eulen, die in unserem Landkreis und in der Stadt Hildesheim vorkommen.
  • Die Information der Bevölkerung über die bei uns heimischen Eulenarten und die Sensibilisierung für den Eulenschutz
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Aufgaben der AG-Eulenschutz
Aufgaben der AG Eulenschutz 2020_01_04.p
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Standort und Einbau von Schleiereulenkästen
Standort und Einbau von Schleiereulenkäs
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Lebensräume für Steinkäuze - Niströhren
Lebensräume für Steinkäuze - Niströhren.
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Gerne können Sie uns mithelfen bei dem Einbau, der Instandsetzung oder der Kontrolle der Schleiereulennistkästen. Jede Hilfe ist sehr willkommen!


Bitte unterstützen Sie uns bei unseren EULEN-Projekten:

Projekt Schleiereulenschutz

Schleiereule. Foto: Andreas Schüring
Schleiereule. Foto: Andreas Schüring

Um den Bestand der Schleiereulen in unserem Landkreis zu sichern, bittet die AG Eulenschutz um Mithilfe: Sichtbeobachtungen von Schleiereulen, innerhalb und außerhalb von Ortschaften, sind für uns interessant. Auch Meldungen von Totfunden an Straßen sind wichtige Indizien. Schleiereulen erkennt man an ihrer sehr hellen Unterseite und ihrem herzförmigen Gesicht mit den dunklen Augen. Sie haben relativ lange Beine und zeichnen sich durch ihre schrillen oder zischenden Rufe aus. Ihr Flug ist langsam und elegant. Vielleicht wurde bei Ihnen ein Nistkasten für Eulen eingebaut, der von Eulen oder anderen Vögeln benutzt wird. Auch diese Informationen sind für uns sehr hilfreich. Bitte schreiben Sie uns an angelika.kru[at]arcor.de (Geben Sie bitte Ihren Namen, E-Mail oder Telefonnummer, Adresse, genaue Fundstelle und das Datum an.) oder rufen Sie uns an unter 0160 6921435.

 

Wir freuen uns auf Ihre Mitteilungen!  

Steinkauz -Projekt

Steinkauz. Foto: Christoph Bosch
Steinkauz. Foto: Christoph Bosch

Steinkäuze kommen in Niedersachsen nicht mehr überall vor. Im Landkreis Hildesheim sind aktuell keine Vorkommen bekannt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, den kleinen Käuzen durch das Anbringen von Steinkauzröhren an geeigneten Standorten Nistmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen und sie so in unserer Region wieder anzusiedeln. Steinkäuze brauchen Wiesen oder Weiden mit Baumbestand. Das können z.B. Obstbäume oder Kopfweiden sein. Die Käuze brüten in den Höhlen dieser Bäume, nehmen aber auch gern künstliche Niströhren an. Wichtig ist, dass das Gras auf den Flächen ganzjährig kurz gehalten wird entweder durch Beweidung oder durch regelmäßige Mahd. Nur dann finden die Käuze genügend Nahrung, die zum großen Teil aus Insekten, Regenwürmern, aber auch Mäusen besteht. Bei der Suche nach geeigneten Lebensräumen für die kleinen Käuze bitten wir Sie um Ihre Hilfe. Wenn Sie eine solche Wiese oder Weide besitzen und den Steinkäuzen ein Zuhause bieten möchten, schreiben Sie uns an angelika.kru[at]arcor.de oder rufen Sie uns an unter 0160 6921435. Wir schauen uns gern Ihre Wiese oder Weide an und besprechen mit Ihnen, wo eine Niströhre für die Käuze angebracht werden kann.

 

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen! 

 

Weitere Informationen zu Steinkäuzen und ihren Lebensräumen finden Sie hier. Dort können Sie sich auch den Ruf der Käuzchen anhören!


NACHRICHTEN


September 2020

Und dann war da noch die Schleiereule, die …

Foto: Dr. A. Schüring
Foto: Dr. A. Schüring

… im Landkreis Hildesheim in einem Schleiereulenkasten auf dem Boden eines Bauernhauses ihre Jungen großzieht.

In einer relativ warmen Nacht Anfang September sind in dem Bauernhaus alle Fenster weit geöffnet. Auch das Fenster zu dem Zimmer des Sohnes der Familie, der in einem Terrarium Springmäuse hält. Von den Geräuschen der Mäuse angelockt, fliegt eine der Schleiereulen durch das geöffnete Fenster auf das Terrarium zu, um sich an den Springmäusen zu bedienen. Doch leider geht der Jagdanflug schief. Die Eule fliegt gegen die Scheibe des Terrariums.

Sie wird von den besorgten Bewohnern des Hauses vorsichtig eingefangen und auf das Fensterbrett gesetzt. Nach etwa einer Stunde hat sich „der Pechvogel“ erholt und fliegt in den heraufdämmernden Morgen hinaus.

Zum Glück haben die Springmäuse und auch die Schleiereule alles gut überstanden!


August 2020

Erfolgreicher Erstbezug

Drei etwa 5 Wochen alte Schleiereleulen in der Alten Wassermühle in Söhre. Foto: S. Bologna
Drei etwa 5 Wochen alte Schleiereleulen in der Alten Wassermühle in Söhre. Foto: S. Bologna

Am 5. Dezember 2018 haben wir unseren ersten Schleiereulenkasten in die Alte Wassermühle in Söhre eingebaut. Sozusagen unser „Prototyp“. Bereits in diesem Jahr stellten wir bei der Kontrolle des Nistkastens im Juni fest, dass ein Schleiereulenpaar eingezogen war und darin gebrütet hat. Sechs prächtige junge Schleiereulen wachsen dort heran. Auch die Hildesheimer Zeitung berichtete darüber (siehe PDF).

Auch für einen weiteren Nistkasten, den wir im März 2020 in Dingelbe eingebaut haben, können wir einen erfolgreichen Erstbezug melden. Anfang Juli fanden wir bei der Kontrolle fünf Schleiereulenküken neben einem Vorrat von fünf Mäusen vor. Die Nahrungsversorgung dort ist also gesichert.

In drei unserer Schleiereulenkästen haben Turmfalken gebrütet, in einem anderen Kasten hat ein Dohlenpaar vier Junge aufgezogen. Fünf weitere Nistkästen sind belegt. Wir haben darin Gewölle und Schleiereulenfedern gefunden. Gebrütet haben die Eulen darin noch nicht.

Insgesamt wurden bisher 21 neue Schleiereulenkästen eingebaut. Davon sind bis jetzt 11 Nistkästen bezogen worden. Für den Bau und die Leitung des Einbauteams für die Schleiereulenkästen ist Günther Schluhe verantwortlich. Für ihn ist keine Leiter zu hoch und kein Platz unmöglich: „Das kriegen wir schon hin!“.

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Die AG Eulen in Söhre
NABU Eulen AG in Söhre - HAZ vom 14.08.2
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Juli 2020

Beringung der kleinen Schleiereulen

Beringung einer etwa 4 Wochen alten Schleiereule. Foto: A. Krueger
Beringung einer etwa 4 Wochen alten Schleiereule. Foto: A. Krueger

In diesem Jahr wurden im Kreis Hildesheim 15 kleine Schleiereulen aus vier Bruten in Hasede, Ahrbergen, Wätzum und Ummeln beringt. Der Eulennachwuchs war 4 bis 7 Wochen alt. In der Galerie (siehe unten mit Fotos von U. Schönbach und A. Krueger) sind einige der jungen Eulen zu sehen.                                                                                                    Die Beringung wurde von der Eulengruppe des NABU Hannover durchgeführt. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei Manfred Wichmann und seinem Team. Auch im letzten Jahr beringten die Hannoveraner 16 unserer jungen Schleiereulen im nördlichen Landkreis von Hildesheim. Da dieser unmittelbar an die Eulenvorkommen von Hannover grenzt, lässt sich das fahrtechnisch gut einrichten.

Aus unserer Eulenschutzgruppe hat bisher noch keiner eine Beringer-Erlaubnis. Um diese zu erhalten, muss ein einwöchiger Kursus bei der Vogelwarte Helgoland absolviert werden.

Dass das Beringen von Eulen und anderen Vögeln sinnvoll ist, haben wir selbst erfahren, als im Frühjahr in Nienstedt eine verletzte Schleiereule gefunden wurde. Anhand der Ringnummer erfuhren wir, dass die Eule vor 11 Monaten in Vardegötzen, also etwa 22 km von Nienstedt entfernt, nestjung beringt wurde.

Die Ringe der Eulen geben aber nicht nur Auskunft über ihr Alter und ihre Herkunft, sondern es können durch Auswertung der statistischen Daten auch Veränderungen im Verhalten der Eulen, die zum Beispiel durch Klimaänderung ausgelöst werden, ermittelt werden.

 

Wir freuen uns über diese 15 prächtigen kleinen Schleiereulen und hoffen, dass sie alle einen guten Start ins Leben haben.


Mai 2020

Gerade noch einmal gut gegangen

Foto 1: Waldkauz in hohlem Baum. Foto: A. Keller
Foto 1: Waldkauz in hohlem Baum. Foto: A. Keller

Mitte März wird am Rande eines Dorfes im Landkreis Hildesheim eine große Pappel beschnitten. Man befürchtet, dass Äste abbrechen und auf einen Wirtschaftsweg fallen könnten. Während mit Hubsteiger und Motorsäge gearbeitet wird, beobachtet ein unbeteiligter Mitarbeiter der Straßenmeisterei, dass zwei Waldkäuze aus einem hohlen Ast der Pappel herausfliegen (Foto 1). Er setzt sich sofort mit dem für die Arbeiten verantwortlichen Bauhof in Verbindung und bittet auch bei der Eulenschutz-AG um Hilfe. Zwei Stunden später treffe ich mich mit dem Anrufer vor Ort, auch der Leiter des Bauhofes ist gekommen. Er weiß natürlich, dass das Zurückschneiden von Bäumen in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September verboten ist, aber es sollten ja nur ein paar Äste gekürzt werden, so die Aussage des Bauhofleiters. In jedem Fall sind die Mitarbeiter des Bauhofes verpflichtet, vor Aufnahme der Baumarbeiten die Bäume auf baumbewohnende Vögel zu kontrollieren. Dies wird leider oft vergessen und wurde bei der Pappel auch nicht gemacht.

Das Verbot von Fällen und Zurückschneiden von Bäumen in der Zeit vom 1. März bis 30. September hätte den Waldkäuzen auch nicht geholfen, denn sie legen häufig bereits im Februar ihre Eier.

Fraglich war nun, ob die Waldkäuze zur Zeit der Baumarbeiten in der Pappel gebrütet haben und ob ihre Brut dadurch gestört wurde. Also beobachteten wir den Baum: Am nächsten Abend verließen zwei Waldkäuze in der beginnenden Dämmerung die Höhle in der Pappel. Sie hatten sich also nicht vertreiben lassen. Das war gut! Ende April schaute einer der Käuze schon am Nachmittag aus der Höhle heraus und er war nicht allein. Das Waldkauzküken auf Foto 2 ist etwa drei Wochen alt. Also hatten die Käuze zur Zeit der Baumarbeiten schon Eier gelegt.

Foto 2: Waldkauzküken schaut aus der Höhle. Foto: A. Keller
Foto 2: Waldkauzküken schaut aus der Höhle. Foto: A. Keller

Anfang Mai beobachteten wir drei Ästlinge der Waldkäuze in einem benachbarten Baum (Foto 3). Zum Glück war alles noch einmal gut gegangen!

Foto 3: Junge Waldkäuze. Foto: A. Keller
Foto 3: Junge Waldkäuze. Foto: A. Keller

Der kommunale Bauhof erhielt von der Unteren Naturschutzbehörde die Auflage, notwendige Baumschnittarbeiten an der Pappel zukünftig im Herbst durchzuführen und die Baumhöhle der Käuze in jedem Fall zu erhalten. Der Mitarbeiter der Straßenmeisterei versprach ein Auge auf den Baum zu haben und das werden wir mit Sicherheit auch.


April 2020

Tod einer Eule - Wäre er vermeidbar gewesen?

Eine Woche vor Ostern war nachts in eine Hildesheimer Lagerhalle, während Paletten verladen wurden, eine Waldohreule geflogen. Sicher war sie auf Beutejagd, vielleicht, weil sie ein brütendes Weibchen mit Futter zu versorgen hatte. Wir wurden am Freitag um Hilfe gebeten, denn der Feueralarm musste wegen der umherfliegenden Eule abgeschaltet werden.

Foto: Andy Keller
Foto: Andy Keller

Eine Möglichkeit, die Eule mit einem Kescher oder Netz zu erreichen, gab es aufgrund der Höhe der Halle nicht. Auch als am Wochenende der Arbeitsbetrieb ruhte, wechselte die Eule nur ihre Sitzpositionen unter der Decke, in den unteren Bereich, in dem sich die Tore befinden, flog sie nicht. Alle Rolltore blieben am Wochenende einen Tag und eine Nacht geöffnet. Doch, da die Halle sehr hoch und die Tore niedrig sind, fand die Eule den Weg nach draußen nicht.

 Wir baten das Unternehmen, die Oberlichter der Halle zu öffnen. Dies wurde jedoch aus Kostengründen abgelehnt, da man diese zwar öffnen kann, sie aber hinterher aufwändig manuell wieder schließen muss. Die Geschäftsleitung der Firma war nicht erreichbar. Und da am Donnerstag vor Ostern die Halle geschlossen werden sollte, drängte die Zeit. Auch die Untere Naturschutzbehörde konnte uns bei unserem Anliegen nicht helfen. Da es somit keine Möglichkeit mehr gab, der Waldohreule stressfrei vor Ostern ins Freie zu verhelfen, versuchten wir es mit einem Kescher von einem Korb auf einem Gabelstapler aus. Natürlich flog die Eule immer wieder weg, wenn wir uns mit dem Kescher näherten. Endlich, am Dienstag, als sie mit ihren Kräften am Ende war, flog sie herunter auf den Boden. Wir brachten die Eule sofort zu einem Tierarzt. Leider starb sie auf der Fahrt dorthin. Todesursache: Verhungern, Verdursten und Stress.

Foto: Angelika Krueger
Foto: Angelika Krueger

Unser Dank gilt den für die Halle zuständigen Mitarbeitern der Firma, die uns bei unseren Bemühungen unterstützt haben.

Wie so oft, hatten hier wirtschaftliche Interessen Vorrang vor dem Naturschutz. Auch sollte man sich fragen, warum man in solchen großen Hallen Notausgänge für Menschen, aber nicht für Tiere vorsieht. Ein elektronisch zu öffnendes Oberlicht würde allen Vögeln helfen, die sich in eine Halle verirren, und das sind nicht wenige.


März 2020

Stacheldraht entfernen zum Schutz der Eulen

Dass Eulen durch Stacheldrahtzäune gefährdet sind, wurde uns im Januar mehrfach vor Augen geführt. Mitte Januar fand man einen toten Uhu in einem Stacheldrahtzaun nahe Nordstemmen. Wenige Tage später wurde ein weiterer Uhu mit einer Flügelverletzung, die ebenfalls durch Verfangen in einem Stacheldraht entstanden war, ins Wildgatter in Hildesheim gebracht. Auch dieser Uhu starb an seinen schweren Verletzungen. In dem gleichen Monat fand man eine verendete Sumpfohreule in einem Stacheldrahtzaun im Europäischen Vogelschutzgebiet Dümmer.

Eulen sind als nachtaktive Jäger durch Stacheldrähte besonders gefährdet. Bei der Jagd bei Neumond verlässt sich die Eule hauptsächlich auf ihr Gehör, ein Stacheldrahtzaun wird dann nicht registriert. Bei Sumpfohreulen, die nur 300 bis 500 Gramm wiegen, genügt ein Windstoß und sie verfangen sich im Stacheldraht. Werden die Eulen dann nicht gefunden, kann es mehrere Tage dauern bis sie qualvoll sterben.

In dem Naturschutzgebiet „Schwarze Heide“, das in der Nähe von Barienrode liegt, weiden Rinder. Die Weidenzäune bestehen aus Stacheldraht. Insbesondere sind sowohl Schleiereulen als auch Waldohreulen, zeitweise auch Uhus, in diesem Gebiet nachgewiesen. Wir sprachen mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Landwirt und wiesen auf die Gefährdung der Greifvögel und Eulen durch den Zaun hin.

Da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, erklärte sich die UNB bereit, die Kosten für einen neuen Zaun aus glattem Draht zu übernehmen. Auch der Landwirt versicherte seine Unterstützung durch die Installation eines neuen Zauns. Die Eulenschutz-Gruppe des NABU mit tatkräftiger Unterstützung des BUND half im Februar und Anfang März dabei, den alten Stacheldraht an der „Schwarzen Heide“ zu entfernen. Dies ist auf den Fotos unten dokumentiert (Foto: Dieter Goy). Allerdings wurde unsere Aktion jetzt erst einmal durch die Corona-Maßnahmen unterbrochen. Im Herbst geht es weiter!

 

Eine große Bitte an unsere Landwirte: Schützt unsere Eulen, indem ihr Stacheldrahtzäune entfernt! Dafür helfen euch die Eulen bei der Reduzierung der Mäusebestände.


Februar 2020

Bestandsaufnahme im Schleiereulenprojekt

2019 war unser erstes Jahr im Schleiereulenschutz. Ein Jahr, in dem unsere Hauptaufgabe darin bestand, die Brut- und Nistplätze der Schleiereulen in unserem Landkreis zu sichern und zu erweitern. Bisher haben wir 17 neue Nistkästen für Schleiereulen eingebaut, davon fanden 11 Kästen Platz in Scheunen, 5 in Kirchen und einer in einer Mühle.

Außerdem wurden bereits vorhandene Nistkästen kontrolliert, gereinigt und repariert, gegebenenfalls auch mardersicher gemacht. Insgesamt wurden 25 Schleiereulenkästen gereinigt. Aktuell betreut die AG-Eulenschutz im

gesamten Landkreis Hildesheim etwa 90 Schleiereulenkästen.

Die Reinigung eines Schleiereulenkastens, der es "nötig hat". Foto: S. Bologna
Die Reinigung eines Schleiereulenkastens, der es "nötig hat". Foto: S. Bologna

Natürlich wurde auch kontrolliert, wie die Belegung der Schleiereulenkästen war. In etwa der Hälfte der Nistkästen wurde gebrütet, einige Kästen nutzten die Eulen auch als ungestörten Tageseinstand. Insgesamt verzeichneten wir in den Nistkästen 35 Schleiereulenbruten mit 127 jungen Eulen, außerdem 19 Turmfalken- und drei Dohlen-Bruten. In einige Kästen brüteten zuerst Turmfalken, danach zogen Schleiereulen dort ihre Jungen auf. In anderen Kästen brüteten die Schleiereulen zweimal im letzten Jahr.

Blick in einen Schleiereulenkasten mit neun jungen Eulen. Foto: A. Krueger
Blick in einen Schleiereulenkasten mit neun jungen Eulen. Foto: A. Krueger

 Wir freuen uns sehr über diese Ergebnisse und hoffen, dass auch 2020 ein „mäusereiches“ Jahr wird. Geplant ist der Einbau weiterer Nistkästen für Schleiereulen. Außerdem werden wir uns in diesem Jahr mehr auf die Kontrollen der Kästen konzentrieren.


Januar 2020

Hilfe für den Waldkauz

Foto: Joachim Achtzehn
Foto: Joachim Achtzehn

Waldkäuze, die an ihren lauten „Huuu—hu – uuuuu“ - Rufen aus Kriminalfilmen bekannt sind, lieben Baumhöhlen. Gerne nutzen sie sie als Tageseinstand, aber auch, wenn die Höhlen groß genug sind, als Brutplatz, um ihre Jungen aufzuziehen. Ist keine geeignete Baumhöhle vorhanden, beziehen sie auch Nistkästen. Waldkäuze sind standorttreu, sie halten sich das ganze Jahr in der Nähe ihres Brutplatzes auf und nutzen diesen über mehrere Jahre zum Brüten. Deshalb musste im Januar schnell gehandelt werden, als Forstarbeiter in einem Wald in der Nähe von Hockeln einen Waldkauzkasten beim Fällen der Bäume gleich mit „entsorgten“. In diesem Kasten hatte nämlich seit mehreren Jahren ein Waldkauzpaar gebrütet. Glücklicherweise hatte ein Hildesheimer Eulenschützer noch einen Waldkauzkasten, den er uns zur Verfügung stellte. Dieser wurde Mitte Januar in der Nähe des alten Standortes montiert. Nun bleibt zu hoffen, dass die Käuze den neuen Kasten akzeptieren und beziehen. 

Foto: Angelika Krueger
Foto: Angelika Krueger

Dezember 2019

Die Arbeitsgemeinschaft Eulenschutz bedankt sich

Foto: Manfred Rogl
Foto: Manfred Rogl
  •  Bei allen „Schleiereulenvermietern“ im Landkreis Hildesheim, die den Eulen einen ungestörten Tageseinstand in ihrer Scheune, ihrer Kirche oder auf dem Boden ihres Hauses zur Verfügung stellen. Das ist für die Schleiereulen überlebenswichtig, besonders deshalb, weil es für die Eulen immer schwerer wird, geeignete Brutplätze zu finden. Ohne Ihre Unterstützung könnte die AG Eulenschutz nur wenig bis nichts erreichen
  • Bei allen, die uns mit einer Spende unterstützt haben und so dazu beigetragen haben, dass wir bestehende Nistkästen instand halten und neue Schleiereulenkästen bauen und an geeigneten Plätzen installieren konnten. Unsere Arbeit ist ehrenamtlich. Das Geld benötigen wir hauptsächlich für die Anfertigung neuer Nistkästen. Ein Schleiereulenkasten hat einen Materialwert von ca. 60 Euro.

Wenn Sie uns bei unserer Arbeit unterstützen möchten, können Sie dies mit einer Spende tun:

 

 Spendenkonto:  NABU Hildesheim

                                   Sparkasse Hildesheim – Goslar – Peine

                                   Stichwort „Eulenschutz“

                                   BIC: NOLADE21HIK

                                   IBAN: DE39 2595 0130 0000 6695 80

 

Wir wünschen allen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!


Oktober 2019

Wenn der Wohnraum zu klein wird

Nachdem in der ersten Jahreshälfte ein Turmfalke den Nistkasten in einem Kirchturm im Raum Gronau bezogen und dort seine Jungen aufgezogen hatte, hat ein Schleiereulenpaar die Chance auf einen ungestörten Brutplatz genutzt und ist in den Kasten eingezogen. Zwar ist der Brutkasten für Schleiereulen etwas klein, aber das scheint unser Schleiereulenpaar nicht gestört zu haben. Mitte Oktober konnte man die jungen Schleiereulen bereits in den Nachmittagsstunden in der Öffnung des Nistkastens in großer Höhe beobachten. Hier zeigte sich, dass der Wohnraum für die jungen Eulen doch etwas zu eng bemessen war. Zumindest reichte der Platz darin nicht, um Flatterübungen zu machen. Deshalb ließen sich die jungen Eulen teilweise aus dem Kasten heraushängen und übten schon einmal die Flügelbewegungen, wie es auf den Fotos von Manfred Weinhold eindrucksvoll zu sehen ist. Zum Glück ist keine der jungen Eulen dabei abgestürzt!

Inzwischen sind alle Jungtiere flügge geworden und haben den Nistkasten im Kirchturm verlassen. Sie haben einen ruhigen Tageseinstand in einer nahe gelegenen Scheune gefunden, wo sie den Tag ungestört verschlafen können.

Der Turmfalkenkasten wurde inzwischen von Mitgliedern der AG Eulenschutz inspiziert, entleert und gereinigt, denn im Laufe der Jahre sammeln sich dort Gewölle, Kot und andere Hinterlassenschaften der Bewohner an. Nun können Falke oder Eule dort im nächsten Jahr wieder einziehen und das größere Raumangebot, zumindest von der Höhe her, nutzen.


DANKESCHÖN, Herr Engel!

Die Arbeitsgemeinschaft Eulenschutz bedankt sich ganz herzlich bei Herrn Engel. Von ihm hat sie eine ganz besondere Unterstützung erfahren. Herr Engel hat für die Eulengruppe des NABU Hildesheim einen Nistkasten für Schleiereulen gebaut und ihn uns geschenkt.

Als wir Anfang des Jahres in Ahrbergen einen Schleiereulenkasten einbauten, erfuhren wir, dass Herr Engel schon viele verschiedene Nistkästen gebaut hat, u.a. auch einen Schleiereulenkasten. Wir kamen ins Gespräch und ich fragte Herrn Engel, ob er auch für uns Nistkästen bauen würde. Im August erhielt ich einen Anruf: „Der Schleiereulenkasten ist fertig.“ Auf die Frage, wie teuer er sei, erhielt ich zur Antwort: „Ich baue die Nistkästen für die Vögel, nicht für die Menschen.“

Lieber Herr Engel, Ihr Nistkasten bekommt einen ganz besonderen Platz. Er wird auf dem Boden eines Mehrfamilienhauses eingebaut, in dem extra dafür eine Uhlenflucht angelegt wird. Auch der Einbau einer Webcam ist vorgesehen. Das Haus liegt zwischen zwei Schleiereulenrevieren, die in diesem Jahr beide belegt waren. Wenn das keine guten Voraussetzungen sind!


August 2019

Ein glückliches Ende und unsere erste Beringung

Schleiereulen sind sehr scheu und gehören zu den „nächtlichsten“ Eulen. Erst in später Dämmerung und in der Dunkelheit verlassen sie ihr Tagesversteck und begeben sich auf Beutejagd. 95 % ihrer Nahrung besteht aus Mäusen. So blieb es in diesem Jahr zunächst unbemerkt, dass in einem Schleiereulenkasten südlich von Sarstedt eine Eule Mitte März zu brüten begonnen hatte. Als der Besitzer des Kastens diesen am 8. Mai inspizierte, sah er dort vier prächtige, etwa drei Wochen alte Jungeulen (Foto 1). Auch ein Mäusevorrat lag in dem Nistkasten

(Foto 2). Um die Versorgung der jungen Eulen musste man sich also keine Gedanken machen.

Doch sieben Tage später, saß eine der jungen, noch nicht flugfähigen Eulen im Garten. Sie war aus dem Kasten herunter gefallen. In so einem Fall sollte man die kleine Eule schnellstmöglich wieder in den Eulenkasten zurücksetzen, da sie sonst von den Eltern nicht mehr mit Futter versorgt wird. Dies tat der „Eulenvermieter“ auch. Leider musste er dabei feststellen, dass in dem Kasten zwei der Jungeulen tot waren. Am 20. Mai waren auch die beiden anderen Jungvögel tot. Wir brachten sie, um die Todesursache feststellen zu lassen, in die Tierärztliche Hochschule nach Hannover. Das Ergebnis liegt noch nicht vor. Fest steht allerdings, dass sie nicht verhungert sind.

Der Nistkasten wurde gereinigt und Mitte Juni konnte man nachts eine der Alteulen beobachten, wie sie mit Futterlieferungen in den Kasten flog. Offenbar wurde dort wieder gebrütet. Die Schleiereulen hatten nach dem Verlust der ersten Brut sofort mit einer Ersatzbrut begonnen. Ende Juli freuten wir uns sehr, acht (!) junge, schon recht gut befiederte Eulen in dem Kasten zu sehen (Foto 3). Diese wurden am 15. August von Jürgen Schumann aus Hannover beringt (Foto 4 bis 8). Wir selbst dürfen Beringungen nicht durchführen, da es dazu einer Schulung und Erlaubnis der Staatlichen Vogelschutzwarte Helgoland bedarf. Aber wir halfen Jürgen sehr gern dabei, wie auf den Fotos zu sehen ist.

Anfang bis Mitte Oktober sollten die jungen Eulen soweit sein, dass sie aus dem Nistkasten herausfliegen können. Wir hoffen, dass sie es alle schaffen, das erste Jahr zu überleben. Leider sind es im Schnitt nur 30 % der jungen Eulen, denen dies gelingt.


Ein Jahr AG Eulenschutz

Junge Schleiereulen
Foto: Andreas Schüring

 Am 1. August 2019 feiert die AG Eulenschutz des NABU Hildesheim einjähriges Bestehen.

Zeit für eine Bilanz: Was wurde in diesem Jahr erreicht?

Im Rahmen des Projektes Schleiereulenschutz betreuen wir im Kontakt mit Landwirten, Pfarrämtern, aber auch Privatpersonen aktuell 59 Schleiereulenkästen, von denen 7 in Kirchen und 52 in Scheunen, Ställen und Einfamilienhäusern eingebaut wurden. Neun der Kästen hat unser „Bauteam“ bisher selbst installiert. Weitere Nistkästen sind in Planung. Außerdem wurden einige ältere Kästen gereinigt und wieder in Stand gesetzt. Unsere bisherigen Kontrollen der Eulenkästen ergaben, dass in 20 Kästen Schleiereulen, in 11 Kästen Turmfalken und in 3 Kästen Dohlen gebrütet haben bzw. noch brüten. Weitere 9 Kästen waren von Schleiereulen bewohnt, dort wurde nicht gebrütet. Da es in diesem Jahr im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren relativ viele Mäuse gibt, haben einige Eulen auch bereits mit einer Zweitbrut begonnen. In zwei Fällen konnten wir 9 (!) Eier zählen. Insgesamt sind wir mit diesem Ergebnis sehr zufrieden.

Geplant war, das Schleiereulenschutz-Projekt gemeinsam mit dem Ornithologischen Verein zu Hildesheim durchzuführen. Leider haben wir aber bisher vom OVH nur wenig Unterstützung erhalten. 

 

Weiterhin ist die Beteiligung an Maßnahmen zum Schutz des Steinkauzes in Niedersachsen geplant. Da die Lebensräume der Steinkäuze mehr und mehr verloren gehen, ist diese Eulenart in Niedersachsen inzwischen vom Aussterben bedroht. Deshalb haben wir damit begonnen, Niströhren für den Steinkauz in der Hildesheimer Region an geeigneten Stellen zu platzieren.

Außerdem planen wir, den Sperlingskäuzen, die zu den waldbewohnenden Eulen gehören, mit Nistkästen zu helfen. Aufgrund des Borkenkäferbefalls gehen immer mehr Bäume mit Höhlen, in denen diese kleinen Käuze brüten, verloren.

 Aber auch die anderen, bei uns vorkommenden Eulenarten, den Waldkauz, den Uhu und die Waldohreulen haben wir im Blick.


Juni 2019

Zu Besuch bei den Steinkäuzen

 Im Raum Minden gibt es sie noch, diese kleine hübsche Eulenart. Steinkäuze sind amselgroß und typische Bewohner von Streuobstwiesen. Allerdings muss das Gras auf diesen Wiesen kurz gehalten werden, am besten

durch Weidetierhaltung. Für den Kauz ist das überlebenswichtig, da er nur dann kleine Mäuse, Käfer und Großinsekten jagen kann. Auch Regenwürmer und kleine Vögel stehen auf seinem Speiseplan.

Gerhard Neuhaus, der seit über 30 Jahren Schleiereulen und auch Steinkäuze in der Region Minden beringt, hatte mich eingeladen, ihn bei der Kontrolle der Eulenkästen zu begleiten. Die erste Station war ein Biobauernhof. Mitten auf einer Kuhweide, denn in einem alten Obstbaum befand sich die Niströhre, in der vier

Jungkäuze saßen. Während der Beringung wurde mir erklärt, wie wichtig die „Kuh-fladen“ für die Käuze sind, da sie dort Käfer und Würmer finden. In einer zweiten Steinkauzröhre auf einem Pferdehof waren fünf deutlich jüngere Käuze, die ebenfalls mit Ringen versehen wurden. Alle kleinen Käuze machten einen

wohlgenährten Eindruck, ihre Bäuchlein zeigten sich wohl gerundet. Auch lagen in beiden Niströhren Mäuse als Vorrat.

Insgesamt wurden im Raum Minden-Lübbecke in diesem Jahr 111 Jungkäuze beringt. 2015 waren

es 60 Käuze. Die Population ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen, erklärte mir Gerhard Neuhaus.

Von diesen etwas grimmig dreinschauenden Eulen kann man schon begeistert sein. Schade, dass es sie im Raum Hildesheim nicht mehr gibt. Aber vielleicht besteht ja in Zukunft noch Hoffnung, dass ein Steinkauzpaar seinen Weg zu uns findet und hier brütet.


Die Uhus vom Mariendom in Hildesheim

In diesem Jahr ist die Brut der Domuhus leider gescheitert. Der Grund dafür war der Tod des männlichen Uhus, wie es auch in der HiAZ zu lesen war. Am 19. Mai saß das Uhumännchen entkräftet auf der Erde im Kreuzgang. Es wurde umgehend in die Tierärztliche Hochschule nach Hannover gebracht, wo eine Trichomonaden-Infektion festgestellt wurde. Diese Krankheitserreger werden beim Verzehr von Tauben auf Uhus übertragen. Infolge dieser Infektion hatte das Männchen ca. 500 g an Gewicht verloren und konnte sich selbst und das Weibchen nicht mehr mit Nahrung versorgen. Es starb noch am gleichen Tag.

Das Uhuweibchen verließ zwei Tage später den Brutplatz im Kreuzgang. Im Nistkasten wurden drei Eier festgestellt, wovon ein Ei einen weit entwickelten Embryo enthielt. Vermutlich musste das Weibchen selbst mit jagen und hatte deshalb das Gelege verlassen, wodurch die Eier auskühlten. Es bleibt zu hoffen, dass das Uhuweibchen einen neuen Partner findet, mit dem es den Brutplatz am Dom wieder bezieht.

 

Wer sich für die Geschichte der Hildesheimer Domuhus interessiert, kann sie in der aktuellen Ausgabe 3/2019 der Zeitschrift „VÖGEL – Das Magazin für Vogelbeobachtung“ in einem Beitrag mit der Überschrift „Stattliche „Falken“ von Joachim Achtzehn, Wilhelm Breuer, Angelika Krueger und Dirk Preuß nachlesen.

Alle Fotos in dem Artikel sind von Joachim Achtzehn.


April 2019

Erfolgreiche Hilfe der Eulen-AG

Dass die Eulenschutz AG nicht nur Schleiereulenkästen baut, sondern auch beratend tätig ist,  zeigt der Artikel "Der Turmfalke im Schleiereulenhaus" in der HiAZ vom 13. April 2019.

Beratung durch Salvatore Bologna vom OVH und Angelika Krueger vom NABU Hildesheim
Beratung durch Salvatore Bologna vom OVH und Angelika Krueger vom NABU Hildesheim

Herr Antes aus Bettrum hatte uns im Februar um Hilfe gebeten, weil in seinen Schleiereulenkasten seit zwei Jahren keine Eule einziehen wollte. Bei unserem Besuch in Bettrum stellten wir fest, dass in dem Nistkasten das Schattenbrett fehlte.  Außerdem rieten wir Herrn Antes, den Kasten innen schwarz anzustreichen, da die Eulen es gern "dunkel mögen", und ließen ihm noch die passende Einstreu mit "Stallgeruch für Eulen" da.

Vor einigen Tagen kam eine Mail aus Bettrum mit Fotos und der Frage, welcher Vogel dort eingezogen sei. Die Fotos zeigten eindeutig einen Turmfalken. Offenbar akzeptieren Turmfalken auch das "Schleiereulenambiente". Über die sofortige Annahme des Kastens, auch wenn es keine Eule ist, freuen wir uns sehr.


März 2019

„Ein Herz für Eulen“

So wirbt die Arbeitsgemeinschaft Eulenschutz des NABU Hildesheim. Um über ihr Projekt „Hilfe für unsere Schleiereulen“ zu informieren, findet in den Räumen der Sparkasse Hildesheim Finanz-zentrum Marktplatz, Rathausstraße 21 – 23, eine Ausstellung mit Postern zu dem Thema statt. Interessierte Besucher können sich über das Leben der Eulen und über Hilfsmaßnahmen zum Schutz der Eulen, die von NABU und OVH durchgeführt werden, informieren. Die Ausstellung, bei der auch ein Nistkasten für Eulen gezeigt wird, kann vom 1. bis 15 März besucht werden. Danach je 1 Woche in der Leihbücherei und im Gymnysium Josephinum.

Siehe auch HAZ Artikel von Karina Scholz am 26.2.2019 und Screenshot von der Homepage des GJ..

 


Februar 2019


Januar 2019

HAZ vom 25.1.2019
HAZ vom 25.1.2019

„Kampf um die Schleiereule“ – So kann man es am 25. Januar 2019 in der HAZ lesen. Keine Frage, ein gut formulierter Artikel, der auf die Problematik des Rückgangs der Schleiereulenpopulation hinweist. Dass dieser Bericht nun ganz anders aussieht als der Entwurf, der vom NABU und OVH bei der Zeitung eingereicht wurde, kann man verschmerzen, dass aber das Wichtigste fehlt, nämlich die Kontaktdaten zur Meldung von Schleiereulenvorkommen, ist ausgesprochen ärgerlich. Die „Presseinformation Schleiereule“, so wie sie von uns bei der HAZ eingereicht wurde, könnt Ihr hier lesen.

Besser war der Kehrwieder, auch die HAZ hat am 2.2. nachgezogen....


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